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Ich gehöre ja eher zu der nachdenklichen Sorte Mensch. Also nicht nur, weil ich Deutsche bin (Vorurteil-Alarm!), sondern weil es einfach mein Naturell ist. Und ich neige hin und wieder dazu, über die möglichsten und unmöglichsten Dinge nachzudenken.

Zum Beispiel frage ich mich oft, wie machen Italiener (nicht nur, aber auch und in diesem Blog geht es ja nun einmal darum) das eigentlich, dass sie das Leben so unbesorgt angehen obwohl sie nach eigener Aussage ja ständig „in crisi“ sind?

Wenn man nach einem Feuerzeug fragt, wird erwidert: „Siamo in crisi, non si fuma piu.“ Wenn es den Italienern aber so schlecht geht, was wirtschaftspolitisch ja ohne Zweifel belegt werden kann, wie zum Teufel machen die das dann, nicht in eine tiefe, persönliche Krise zu fallen?

Irgendwo zwischen all dem guten Essen, dem kaltgepressten Olivenöl, dem hausgemachten Gelato, dem Kaffee und Wein muss das Geheimnis verborgen liegen, warum das italienische Leben so „süß“ ist.

Wie wird man zum Pasticciere des Lebens, so dass man auch aus den bittersten Zutaten noch die süßesten Leckereien erschaffen kann?!

Ich hab‘ ja ein wenig die Hoffnung, dass ich mit der Zeit hinter dieses Geheimnis kommen werde. Und dann schreib ich ein Kochbuch! 😀

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