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Ich hab mich mal wieder, dank italienischem Fernsehstream, ein wenig mit meiner Lieblingssprachlernstrategie, den Eselsbrücken auseinandergesetzt und mal wieder einige Pärchen aufgetan, die sich eins zu eins vom Deutschen ins Italienische und umgekehrt transportieren lassen.

Aus Zeitmangel und weil ich mit dem Kopf schon im übermorgen endlich startenden Flugzeug nach Süditalien bin, während ich meine Wohnung abreisefertig mache und meinen Koffer packe, folgt heute also mal wieder ein Sprachpseudowissenschaftlicher Post:

Heute hat mein Chef mich zu sich zitiert. Mit der Ansage, er wolle mit mir darüber sprechen, wie es denn für mich in der Zukunft weitergehen solle.
*Dazu sei gesagt, mein Chef weiß noch nichts von meinen Plänen und ich sitz seit einigen Monaten bei der Arbeit auf heißen Kohlen, nachdem er mir sagte, dass es möglich wäre, dass ich Ende des Jahres entlassen werden müsste. Somit geht jede Ankündigung zu einem Gespräch mit einem gewissen Knurren im Magen einher. Könnte ja sein, das heute der Tag der Tage ist…*

Meine nächste Aktion war also, meinem Freund zu schreiben, dass ich nervös sei. Und er schrieb mir zurück, dass ich mich nicht verrückt machen sollte, dass mir das nichts nütze und dass im schlimmsten Fall er da sei und ich in jedem Fall “hier im Süden” ein Dach über dem Kopf hätte. Also war das Motto: Nicht den Kopf verlieren – non perdere la testa.

Ich finde ja, ich hab’ den besten Freund der Welt. Ich bin zwar einigermaßen darauf vorbereitet, dass es irgendwann soweit sein könnte und ich entlassen würde – ich bereite ja schon alles, das in meiner Macht liegt, darauf vor. Aber heute hab ich mal wieder gemerkt, wie schrecklich ungelassen ich trotzdem noch bin. Da lob’ ich mir die Unterstützung meines Freundes. Ich finde, so ein Verhalten von Männern gegenüber Frauen dürfte ruhig Schule machen – fare schuola.

Ich schätze, diese Meinung dürften wohl auch andere teilen – condividere opinione.

Und ja, mag sein, mit all dem Bloggen und so im WWW offen über meine Idee zum Auswandern und die Stellensuche sprechen, während mein Chef von (noch!) nichts konkretem weiß (wobei ich das ja selbst noch nicht wirklich tue), spiele ich ein gefährliches Spiel – giocare un gioco pericoloso, aber mir hilft es unwahrscheinlich, darüber zu schreiben. Es hilft sortieren und mich in meinem Vorhaben selbst zu manifestieren und bestärken.

Und jetzt wo ich weiß, dass ich im Falle eines Falles ja immer ein Dach über dem Kopf – un tetto sulla testa haben werde, bin ich gleichwohl più tranquilla

Es tat jedenfalls unglaublich gut, genau das in dem Moment zu hören. So kurz vor Nervenkollaps… 😀

Und jetzt geht’s weiter, Koffer packen und all das…! Juhuuuu 🙂

Comments

    • Hehehe jaaa, das allerdings könnte ich mir auch gut vorstellen, dass meiner in diese Richtung denkt. Zumal momentan drei Mädels bei uns schwanger sind tatsächlich 😀 ich denke, er weiß nichts konkretes, aber dass irgendwas nicht stimmt, das ahnt er in jedem Fall 😀 und wenn er glaubt, ich wäre schwanger, wäre das zumindest ein heiterer Gesprächseinstieg 😀

      Witzig. An diese Möglichkeit hab ich noch gar nicht gedacht hahaha

  1. Weißt du, mit der Option eines süditalienischen Daches über dem Kopf kannst du doch die Entscheidung deines Chefs ganz ruhig abwarten. In ogni caso (auf jeden Fall) bekommst du eine zeitlang Arbeitslosengeld, das du sogar ein halbes Jahr mit nach Italien nehmen kannst. (Den restlichen Teil kannst du nur in Deutschland in Anspruch nehmen.) Für mich war das eine schöne Starthilfe, weil man hier im Süden mit wenig Geld schon gut überleben kann. Auch der Gedanke mag dich etwas beruhigen.

    • Danke für deine aufbauenden Worte… Ja, ich denke, darauf wird es im Zweifelsfall hinauslaufen. Nur muss ich mich noch schlau machen, wo ich dann gemeldet sein oder bleiben muss und das ganze Prozedere. Und der Rest liegt, fürchte ich, einfach in meiner Natur. Als bräuchte ich ein gewisses Maß an “Mich-Verrückt-Machen”, um das Ganze irgendwie verarbeiten zu können, so doof das auch klingen mag… Und ahnen tut Cheffchen eh schon was, denn er fragt mich in letzter Zeit häufig, was mit mir los sei. Ich versuch bis Dezember erstmal durchzuhalten 😀 Dann komm ich um Klartext nicht mehr rum. Auch der Fairness halber ihm gegenüber nicht. Und bis dahin, cerco a stare tranquilla…

      • Oh, Cheffchen kann auch total falsch liegen mit seiner Annahme. Als ich damals meinem Chef mitteilte, dass ich nach Italien gehen will, fiel er aus allen Wolken, denn eigentlich dachte er ich wolle nur sagen, dass ich schwanger sei. *lol*

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