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Das italienische Frühstück ist ein kleines Faszinosum. Also klein eh, weil es in der Regel aus

  • einem kleinen Kaffee mit Cornetto (Hörnchen bzw. Neudeutsch Croissant) wahlweise mit oder ohne Füllung bzw. Marmelade oder Nutella bestrichen oder eben nicht,

  • einem kleinen Kaffee mit Zwieback, wahlweise mit Marmelade oder Nutella oder nichts,
    oder

  • einem kleinen Kaffee mit Biscotti (also Butterkeks, der bereits erwähnte Zwieback, oder extra dafür gedachte Frühstückskeks)

besteht.

Allein aufgrund der Schnelligkeit, mit der es – hihi – abgefrühstückt ist, wird das italienische Frühstück auch gerne unterwegs eingenommen. Und mit unterwegs meine ich: die Bar um’s Eck.

Kaffee 1 Euro, das Cornetto ebenfalls oder vielleicht 1.50 Euro.

Woran nun kann man festmachen, dass das Frühstück in der Bar eine recht übliche Angelegenheit in Italien ist? Ganz einfach. Am Fußboden. 😉

Üblicherweise bekommt man das Cornetto auf einem Unterteller serviert – oder gar nur in eine Serviette gewickelt – und isst es direkt vor Ort. Dass das Spuren hinterlässt ist unweigerlich klar. Denn die Hörnchen bestehen nunmal aus Blätterteig. Und da bröselt’s eben. 🙂

Und wenn man, wie wir, eher nicht zwingend zu den Frühaufstehern gehört, und sein Frühstück entsprechend spät einnimmt, kann man die Spuren derer problemlos entdecken, die ihr Cornetto lange vor einem selbst an der Theke der Bar stehend eingenommen haben.

Das „Frühstück auf die Hand“, wie man es bei uns gerne macht, ist übrigens nicht sehr gebräuchlich in Italien. Man holt sich also nicht das Croissant in der Tüte und den Kaffee im Pappbecher und läuft schlürfend und mampfend zum Bahngleis oder Bussteig. Sowohl Kaffee als auch Cornetto bzw. Süßstück (wenn man nämlich „zu spät“ kommt, kann’s schon mal sein, dass die Blätterteighörnchen aus sind und man auf Alternativen zurückgreifen muss) werden in der Bar, entweder an der Theke oder an einem Stehtisch, wenn man viel Zeit hat auch schon mal im Sitzen, eingenommen.

So viel Zeit muss eben sein. 🙂

Comments

  1. Claudia Braunstein Reply

    Ach wie sehr erinnert mich das gerade an meine lang vergangenen Zeiten in Rom, seufz……….Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia
    PS: netter Blog, da schau ich sicher öfter vorbei.

    • Hallo Claudia, na, dann hoffe ich, es sind wenigstens schöne Erinnerungen! 😉
      Danke für deinen Besuch – bist jederzeit wieder herzlich willkommen hihi

  2. In der unserer Wohnung nächstgelegenen Bar kosten ein Cornetto und ein Cappuccino 1 Euro; also beides zusammen. Da kann man doch verstehen, dass sich ein Frühstück zu Hause kaum lohnt. 🙂

    • Auf jeden Fall! 🙂
      Und hätt ich hier die Möglichkeit (v.a. zu so Preisen), würd ich das hier für mich auch so halten. 😀

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