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leggere in italiano »Italy 3 Tage - 3 Städte

3 Tage – 3 Städte:

Startpunkt Ravenna

Es ist jetzt eine Woche her, dass ich von meiner Reise nach Ravenna zurück gekommen bin. Ich habe in dreieinhalb Tagen drei Städte (wenn man die 3 Stunden Aufenthalt in Treviso mitrechnet, sogar 4) besucht und entsprechend viele Eindrücke muss ich nun erst einmal verarbeiten.

Allein in Ravenna habe ich so viel gesehen und erlebt, dass es für mindestens zwei, drei oder mehr Artikel reicht, damit ich wirklich allen Aspekten der Stadt gerecht werde. Zunächst also mal ein allgemeiner Eindruck der Küstenstadt in Emilia-Romagna.

Ravenna ist eine für die Region typische Stadt – epochale Bauten, Arkaden, Vorhänge außen vor den Fenstern.

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Außerdem ist Ravenna die Stadt des Mosaiks…

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…der Ort, an dem Dante Alighieri begraben wurde…

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…und wo eine Vielzahl von Monumenten besichtigt werden können, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden sind, die Stadt wo auf zwei Lega-Nord-Sticker ein Giardino Le Partigiane,

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eine Piazza della Resistenza

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und eine nicht zählbare Menge antifaschistischer Bekundungen in Form von Aufklebern und Wandparolen

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kommt (puh!).

Ich bin mittwochs geflogen und habe am Montag zuvor noch einen Bekannten getroffen, von dem sich per Zufall rausstellte, dass er aus Ravenna kommt und seine Schwestern und Eltern dort noch leben. Er hat mir den Kontakt zu seiner Schwester hergestellt, sodass ich zumindest eine Anlaufstelle schon mal hatte. Diese hat mich dann auch gleich für Donnerstag zum Frühstück eingeladen und mir erzählt, dass sie nicht verstünde, weshalb Ravenna in der Gunst der Touristen so weit abgeschieden liegt – gerade ob der Nähe zum Meer (12 Kilometer mit dem Bus #70) und der vielen Weltkulturerbe. Außerdem erzählte sie mir, dass die Bewohner der Stadt für Italiener ungewöhnlich verschlossen seien.

Ich selber kann das so nun weder bestätigen, noch widerlegen, da ich tatsächlich nur mit ihr und den Bedienungen in Bars, Lokalen und Restaurants Kontakt hatte. Und mit einem Tunesier und einer, die ursprünglich aus Neapel kommt. Ach, doch! Mit einer Gruppe Jugendlicher (oder so um die zwanzig Jahre), die ich leicht angetüdelt mit meinen Weisheiten beehrt habe. Da ich ja allerdings wieder mit AirBnB verreist war, muss ich sagen, dass meine Mitbewohnerin auf Zeit und ihre Mutter eigentlich sehr aufgeschlossen waren. Macht doch eigentlich einen recht guten Schnitt, wie ich finde.

Ravennas Straßen verlaufen im Kreis um das Zentrum herum, was die Orientierung enorm erleichtert. Alles in allem ist die ganze Stadt sehenswert, aber mich haben besonders folgende (ausführliche Artikel folgen) angesprochen:

  • das Museo Dantesco,innenhof-mueso-dantesco 3 Tage - 3 Städte
  • die Basilika San Francesco (direkt daneben)
  • und die Via Mazzini im Stadtzentrum.

Beeindruckend sind natürlich auch der Dom…

…und die Basilika San Giovanni Evangelista, letztere aber irgendwie auch spooky, weil irgendwer es scheinbar für eine gute Idee hielt, Passanten / Besucher / Ungläubige (hrhrhr) mit gregorianischen Chören (vielleicht auch andere, aber Chöre. Und klerikal.) zu beschallen:

Da bekommt selbst ein überzeugter Atheist (oder wenigstens Skeptiker) wie ich ein schlechtes Gewissen (womit die katholische Kirche sich ja bestens auskennt, aber das ist ein anderes Thema)… 😀

Die Innenstadt mit ihrer historischen Architektur und der wirklich hübschen Einkaufsstraße (Via Cavour) haben mich schon schwer begeistert, muss ich sagen. Und wer gedacht hat, dass nur Pisa die Nummer mit dem schiefen Turm drauf hat… Falsch gedacht! 😀

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Wer in Ravenna lecker frühstücken oder Piadina essen will, sollte für ersteres gerne die Pasticceria Ferrari, für zweiteres unbedingt das Cà de Ven besuchen.

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Und wer kein Problem mit der Omnipräsenz Dantes hat, für den lohnt sich ein Besuch in Ravenna allemal (ausführlicheres folgt die Tage) und wem’s doch mal zu viel wird…hey, Ferrara und Rimini (auch dazu bald mehr) sind nur eine Stunde von hier weg. (Aber ich kann schon mal verraten, auch dorthin wird Alighieri Euch folgen 😀 )

 

Comments

  1. Scheint tatsächlich ein unterschätztes Kleinod zu sein. Gut, dass Du mal drüber geschrieben hast. 🙂

    • Ja, ist tatsächlich eigentlich eine schöne Stadt (trotz Dauerregen während meiner Anwesenheit). Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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