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Cliffdiving-Capital: Polignano a Mare 

Dafür, dass Polignano a Mare so eine kleine Gemeinde (mit weniger als 20.000 Einwohnern) ist, hat sie einen beachtlichen Bekanntheitsgrad. Verdient, möchte ich meinen.

Das Stadtzentrum ist so eng, wie es romantisch ist und zeichnet sich vor allem durch seine verwinkelten Sträßchen und die durchgängig hellen Fassaden und Gehwege aus.

Polignano… Das sind Unterwassergrotten, klares, blaues Meerwasser und steile Klippen, auf denen die Stadt errichtet ist.

Polignano… Das sind die Statue von Domenico Modugno, Cliffdiving und ein Restaurant in den Klippen über den Grotten.

Und Polignano… Das sind Gedichte und Sprüche an Haustüren und Treppenstufen. Mittlerweile dürfte hier wohl auch so mancher Tourist sein “Revier markiert” haben. Die eigentlichen Werke allerdings entstammen der Feder von Guido “Il Flâneur” Lupori, der seine Gedanken das erste Mal 1992 an der Piazza Santo Stefano von Polignano verewigte. Immer in Absprache mit den Besitzern der jeweiligen Häuser, hinterlässt er dort seine Gedichte und Sprüche, die mittlerweile fester Bestandteil des Stadtzentrums geworden sind.

Polignano_a_mare11

Und warum ausgerechnet an die Wände?

Ich möchte den Jungen die versteckte Schönheit der Literatur näherbringen: Für mich ist Poesie nämlich ziemlich genau das – die Aufmerksamkeit auf die anderen zu lenken. Ich habe mich in der Vergangenheit immer geweigert, ein Band mit meinen Arbeiten zu veröffentlichen, weil das bedeuten würde, die Aufmerksamkeit auf mich selbst, statt auf die Worte zu zentrieren. (zit. Interview auf barinedita.it)

Polignano_a_mare_12Polignano war ein sehr amüsanter Ausflug, auch dank der tollen Begleitung! 🙂

Dafür habe ich gerne in Kauf genommen, dass einige meiner Kosmetikartikel dem hausgemachten Granatapfel- und Pistazienhonig, dem ich nicht widerstehen konnte, weichen mussten.

Ich würde in jedem Fall gerne nochmal wiederkommen – vielleicht, zu einem Zeitpunkt, an dem das Wetter insgesamt ein bisschen stabiler ist, um vielleicht auch in den Genuss dieses wunderbar verlockenden Meeres zu kommen, das sich seinen Besuchern hier so herrlich klar präsentiert, dass man sogar von der Stadt oben aus stellenweise bis auf den Grund blicken kann. Aber insgesamt geb ich jederzeit grünes Licht für einen Besuch in diesem wunderschönen Küstenstädtchen Apuliens.

Comments

  1. Von stabilerem Wetter träumen wir heute immer noch. Es scheint so, als würde der marzo pazzerello nie vergehen, dabei steht doch mit dem Juni der Sommer schon quasi vor der Tür.

  2. Wunderschön, diese Bucht mit der Stadt-Kulisse. Das ist eigentlich ne ganz coole Idee, überall in der Stadt Sprüche zu verteilen, die man dann entdecken kann. Ähnlich wie in Berlin… mit den Hundehaufen.

  3. Hallo Julia,
    Schöne Bilder! Da kreig ich doch glatt Fernweh – oder doch Heimweh nach Europa? Hab ich auf jeden Fall auf meine Reiselöffelliste „Eines Tages“ bei Pinterest gepinnt.
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Dankeschön für das Lob und das Pinnen, Steffi 🙂 Andere inspirieren zu können, ist doch immernoch das schönste Kompliment! 🙂
      LG Julia

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