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leggere in italiano »Italy 10 Regeln zum Daten deutscher Frauen

Kühl, forsch, selbstbewusst, stark. Das sind Merkmale, die deutsche Frauen auszeichnen. Sie wollen eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Wer im Haushalt keinen Finger rührt oder Frauen als dem Mann untergeordnet betrachtet, hat keine Chance. Vielleicht wirken deutsche Frauen auf den ersten Blick (deshalb) weniger feminin, als andere. Tatsächlich haben sie nur ein anderes (viele Jahre hart erkämpftes) Verständnis von Feminität. Ich zum Beispiel fand es eher verstörend, dass mein Exfreund in meinem Beisein auf mich angesprochen wurde, statt, dass man mich direkt gefragt hätte. Kleine Geste, große Wirkung – die auch trotz seiner Erklärung, dass das als höflich gelte, nicht wirklich nachlassen wollte…
Um uns “teutonische Eisberge” zum Schmelzen zu bringen, gerade wo jetzt der Sommer vor der Tür steht (zumindest kalendarisch) und bestimmt die ein oder andere flirtwillige Touristin sich nach Italien verirren wird, dachte ich mir, können so ein paar kleine Datingtipps ja nicht schaden. 😉

Lieber direkt zur Blogparade? Kein Problem. Einfach klicken.

Spoiler: Ich spreche hier von Allgemeinheiten. Nicht jede Frau – auch nicht jede deutsche Frau – ist gleich. Es geht hier um ein Spiel mit Klischees. Danke für die Aufmerksamkeit. 😀 Nu‘ aber…

1.

Allem voran: Willigen deutsche Frauen ein, sich mit Euch zu treffen, verstehen sie das nicht zwingend als ein “erstes Date”, sondern zunächst einmal als eine Möglichkeit, Euch besser kennenzulernen. Es wäre gut, Eure Absichten – subtil oder direkt – schon vorher ins Spiel zu bringen! Solltet ihr Euch auf ein Date geeinigt haben, gilt…

2.

…das Wichtigste! Ihr kennt uns Deutschen… Seid pünktlich! Wer zu einem Date mit einer deutschen Frau mehr als 10 Minuten zu spät kommt, ist so gut wie untendurch. Es signalisiert der Frau, dass im Grunde gar kein echtes Interesse an ihr besteht.
(Wenn etwas wirklich wichtiges und unvermeidbares dazwischen gekommen ist oder es absehbar ist, dass Ihr Euch eine halbe Stunde verspätet, ruft an!)

3.

Deutsche Frauen sind nicht unromantisch und es ist auch nicht so, dass sie keine Komplimente mögen. Sie sind es nur nicht gewohnt. Darum macht es sie verlegen. Hier ist Durchhaltevermögen gefragt! (Wenn sie abwinken oder Euch nicht glauben, dann ist das keine verquere Masche, um weitere Komplimente zu hören. Sie meinen das so.)

4.

Deutsche Frauen sind nicht nur ungeübt darin, Komplimente anzunehmen, sondern erst recht darin, sie zu geben. Wenn sie Euch nicht gleich “Mein Schöner” nennen, heißt das nicht, dass Ihr ihr nicht gefallt. Das ist nur die deutsche Mentalität. (Im Widerspruch dazu kann es dann aber passieren, dass sie argwöhnisch werden, wenn eure Freunde und Freundinnen Euch so nennen. 😉 )

5.

Komplimente über ihr Äußeres schmeicheln natürlich auch deutschen Frauen. So richtig punkten könnt Ihr aber mit Komplimenten über ihren Verstand und ihre Intelligenz! Das kann auch subtil passieren, zum Beispiel, in dem Ihr die nächste Regel befolgt:

6.

Keine Banalitäten! Sie sprechen gern über ernsthafte und tiefgehende Themen. In solchen Gesprächen fühlen deutsche Frauen sich ernst- und wahrgenommen. Es beweist: Ihr legt Wert auf unsere Meinung und Einschätzung und seid nicht nur auf Oberflächlichkeiten aus.

7.

Wenn Sie beim Essen gehen selbst bezahlen will (für beide oder jeder seins) ist das keine Absage an Euch. Das ist der Stolz einer deutschen Frau, die ihr eigenes Geld verdient und soll Euch im Gegenteil beweisen: Ich bin an Dir interessiert, nicht an Deinem Geld! (Sie lässt sich aber auch überzeugen. Oft ist das Zücken der Geldbörse nur eine Andeutung – die Aussage ist aber die Gleiche: Ich bin niemand, den Du aushalten musst.) Versucht, es als Kompliment zu verstehen!

8.

Deutsche Frauen reden nicht um den heißen Brei herum. Sie sind ehrlich und sagen was sie denken und wenn sie es denken. Auch wenn das für das Gegenüber nicht immer leicht sein mag. Wenn das Essen im Restaurant nicht schmeckt, werden sie es dem Kellner sagen. Wenn Euer Parfüm zu aufdringlich ist oder sie Euren besten Freund nicht mögen, werden sie es Euch (unter Umständen auch ihm) sagen. Lernt damit umzugehen!

9.

Im besten Fall weiß Eure Auserwählte um das italienische Mutter-Sohn-Verhältnis und hat Verständnis. Das Verständnis wird aber spätestens dann aufhören, wenn Eure Mama immer alles besser kann und weiß, als die Angebetete. Im schlimmsten Fall wird sie der Gedanke daran, dass Mama eine so große Rolle einnimmt verunsichern. Also gilt: Soweit es möglich ist, lasst Mama aus dem Spiel!

10.

Abschließend ein wichtiger Hinweis: Das Thema Heiraten und Familie gründen ist keines, bei dem deutsche Frauen Spaß verstehen. Erst recht ab einem bestimmten Alter begebt Ihr Euch damit auf gefährliches Terrain. Wer sich nicht sicher ist: Besser Klappe halten!

 

Grundsätzlich bringen interkulturelle Beziehungen und Dates immer die ein oder andere bisher ungekannte Hürde mit sich, die es zu meistern gilt. Ich kann Euch aber beruhigen: Man kann das schaffen. 😉

Wie sind Eure Erfahrungen damit? Urlaubsflirt oder große Liebe? Welche Stolpersteine musstet Ihr so aus dem Weg räumen? Ich bin wirklich neugierig und würde mich freuen, die ein oder andere Geschichte von Euch zu lesen! 🙂 Deshalb habe ich mir gedacht, dass dieses Thema doch perfekt für eine kleine Blogparade wäre…!

Hast Du Lust?

Das Prinzip ist einfach: Veröffentliche einen Beitrag, der zum Thema “Kulturelle Unterschiede” passt und verlinke meinen Artikel. Poste mir dann die URL zu deinem hier in die Kommentare oder schick sie mir per Mail. Ich werde dann alle bis Mitte Juli eingegangenen Teilnehmer und ihre Beiträge nochmal in einem gesonderten Artikel vorstellen und Euch verlinken.

Jörg von Caribean.de hat schon einmal den Anfang gemacht und ein paar Skurrilitäten aus seiner Anfangszeit in Tobago aufgeschrieben.

«Wenn man bereits in Deutschland sagt, dass Männer vom Mars und Frauen von der Venus seien, dann könnte man bei bikulturellen Beziehungen in Tobago von verschiedenen Galaxien sprechen, die hier aufeinander prallen. Das beginnt schon mit meinem Glauben an Urknall und Evolutionstheorie, denn mit solchen Überzeugungen bin ich in der z.T. fundamentalistisch christlich geprägten Karibik in der absoluten Minderheit.»

[Die ganze Geschichte auf caribean.de weiterlesen]

Also: Welche culture clashs musstest Ihr in der Anfangszeit bewältigen, welche Klischees widerlegen, als Ihr neue Freunde / Bekannte / Partner gefunden habt? 

Ich bin schon sehr gespannt! 🙂

 

Comments

  1. Hi Hi,

    ein echt toller Artikel. Super zusammen gefasst. Ich habe mich sofort wieder gefunden. Wobei ich denke, dass diese „Regeln“ genau so für die deutschen Männer gelten. Da gibt es auch noch genügend, die uns Frauen nicht verstehen und uns lieber „eine Stufe unter sich“ stehen sehen wollen.
    Vielleicht ist das der Grund, warum es so wahnsinnig viele Singles gibt….!?

    Gruß

    • Hi und danke für den Kommentar! 🙂
      Ja, ich fürchte, solche Exemplare gibt es überall noch zu finden. :/ Manchmal hab ich das Gefühl für Männer gibt’s nur ganz oder gar nicht – entweder man ist eine dominante Emanze und der absolute Männerschreck oder man ist das unterwürfige Weibchen, das ihn für alles anhimmelt und als „Dank“ dann seine Liebe bekommt. Allerdings gibt es eben auch immer weniger Frauen, die so sein wollen.
      Du könntest sicher recht haben, dass das mitreinspielt in die hohe Anzahl von Singles… Traurig genug!
      LG 🙂

  2. *hihihi* Ich finde besonders den Punkt witzig, wo Du erklärst, dass es normal ist, dass deutsche Frauen ihren Freund nicht (sofort) „mein Schöner“ nennen. Ich habe an mir auch bemerkt, dass ich mit Komplimenten sparsam umgehe. Aber wenn, dann sind sie immer so gemeint und nicht nur Floskel. … und ich habe mit Sicherheit noch nie zu Luigi „mein Schöner“ gesagt. *lol*

    • hehehe 😀 auf Deutsch würde das glaub ich auch niemand so wirklich benutzen, ich hab’s nur ganz sang- und klanglos übersetzt 😀
      Ja, vielleicht ist aber genau das der Casus Knaxus…dass wir zwar sparsamer mit Komplimenten sind, sie dann aber auch ehrlich gemeint und von Herzen kommen. Was ja nicht unbedingt was Schlechtes sein muss.

  3. Pingback: 10 Tipps: Wie flirte ich mit einem Amerikaner – "Far away" for 2, please!

  4. Wie witzig. Und du hast bei vielen Punkten genau meine Ansicht getroffen, besonders Punkt 2: Ich hasse Unpünktlichkeit 😉

    • Ich hasse es vor allem, zu warten. Wenn ich Bescheid krieg, is ja noch ok, aber warten ohne zu wissen, wie lang, ist der Horror! 😀
      Ich hab einen Freund, dessen Mutter ist Deutsche, sein Vater Italiener. Wenn wir uns verabreden und er sagt „In 30 Minuten bin ich da“, frag ich immer erstmal ob er deutsche oder italienische Minuten meint. Im letzteren Fall, kann ich mir getrost Zeit lassen…10 Minuten Verspätung sind Standard 😀

    • Danke, ja, ich hoffe, es finden sich noch Teilnehmer 🙂

      Ich glaube, das Warten wird auch für mich mit die größte Herausforderung in Italien ?

  5. Pingback: Eine Deutsche in Österreich - Kinderalltag.de

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  7. Klasse Beitrag, lässt sich als Mann echt gut lesen. Besonders gut hat mir Punkt 4, mit den Komplimenten, gefallen. Ich weiß jetzt nicht ob es nur bei den Deutschen Frauen so ist, doch was ich auch feststellen konnte ist, dass auch viele Frauen den Mann in seinem Selbstbewusstsein „testen“. Kleine „Test’s“ die anhand seiner Reaktion auf diesen „Test“ eben sofort mehr über ihn und seine Person aussagen, als, wie er sich vorher preisgegeben hat. Da kommt wieder der Satz „Taten sagen mehr als Worte“. Würde mich auf Meinung freuen.

    Lg
    Burak G.

    • ich glaube schon, dass besonders deutsche Frauen einfach von der Erziehung her nicht an Komplimente gewohnt sind. genauso sind aber auch deutsche Männer nicht gewohnt, sie zu machen 😀
      die Sache mit den Tests ist, glaube ich, weniger, um das Selbstbewusstsein des Mannes zu testen, sondern eher, um zu sehen, ob er ehrlich ist und sein Interesse echt. wobei ich ehrlich gesagt nicht einmal weiß, ob frauen diese Tests bewusst einsetzen oder ob es nicht eher eine unterbewusste Sache ist bzw. ob nicht vor allem Mädels, die selbst entweder schlechte Erfahrungen gemacht haben oder einfach unsicher sind, eher zu solchen Spielereien neigen…..

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