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leggere in italiano »Italy Terra Madre in Alberobello

Das Terra Madre in Alberobello

Apulien-Nachtrag: Ein Restauranttipp pünktlich zur Urlaubssaison! Für Freunde lokaler, leichter Bio-Küche! Ich bin absoluter Fan! ♥

terra_madre_alberobello_1 Terra Madre in AlberobelloAber … Lest selbst:

Wenn man immer nur für ein paar Tage irgendwo in Italien unterwegs ist, lohnt es sich oft nicht, einzukaufen und selbst zu kochen. Deshalb ernähre ich mich weitestgehend unterwegs. Sprich, in Restaurants oder Bistros. Dass ich mich dabei auch ganz vorzüglich zum Affen machen kann, habe ich nach meiner Rückkehr aus Ravenna ja bereits geschildert.

Dass ich aber auch ganz brav sein kann und am Ende nicht wieder peinlich berührt das Lokal verlassen muss, habe ich – glaube ich – bei meinem Besuch im Terra Madre in Alberobello bewiesen. Ob’s an mir oder der apulischen Sonne, an Alberobello oder am Terra Madre und seinem extrem lockeren und zuvorkommenden Personal lag, weiß ich nicht.

Eins ist aber sicher. Wenn nicht wegen der Trulli, wegen dem Terra Madre, würd ich glatt noch 10 Mal wieder nach Alberobello fahren.

Die original apulische Küche ist eine eher spartanische, ärmliche Küche. Dass man aber auch aus wenigen Mitteln Großartiges zaubern kann und dass Apulien sich längst nicht mehr für seine Küche schämen muss, hat die Trattoria Terra Madre in Alberobello für mich mehr als bewiesen!

Das Terra Madre liegt direkt neben dem Trullo Sovrano und bietet lokale, regionale Produkte, aus denen vorrangig vegetarische, aber sehr phantasievolle und vor allem unglaublich leckere Speisen zubereitetet werden.

Für 20 Euro habe ich dort soviel zu essen bekommen, dass ich nach der Hälfte eine kleine Zigaretten-Verdauungspause machen musste und ich hab’s trotzdem nicht geschafft, alles aufzuessen! 😀 Ich war gegen 13/14 Uhr dort und war bis abends satt!

terra_madre_alberobello_4 Terra Madre in Alberobello

terra_madre_alberobello_2 Terra Madre in Alberobello

terra_madre_alberobello_3 Terra Madre in Alberobello

Eigentlich wollte ich ein Artischockengericht bestellen, aber ließ mich dann dazu überreden, mir etwas Individuelles zusammenstellen zu lassen, wodurch ich die Möglichkeit hatte, alles mal zu probieren. Die gedünsteten Kichererbsen bei der Vorspeise haben’s mir übrigens sehr angetan! Die Lampascioni nicht allzu sehr, aber das ist einfach mein persönlicher Geschmack und hat weder dem “Erlebnis Terra Madre” noch dem Gesamteindruck von Essen, Herzlichkeit und Qualität der Produkte einen Abbruch getan. Mir sind die Dinger einfach zu erdig-bitter. 😀 Dafür kann aber weder die Wildzwiebel was, noch das Terra Madre. Im Gegenteil!

Das Team vom Terra Madre baut das meiste Gemüse im Garten hinter dem Restaurant bzw. auf den familieneigenen 30 (wenn ich mich richtig erinnere) Hektar Land an. Alles, was sie nicht selbst anbauen oder zubereiten können, liefern lokale und regionale Bauern, Bäcker und Winzer.

Das Personal ist gut gelaunt, lacht viel und erklärt alles rund um die Gerichte, Gänge, die Philosophie, die hinter dem Terra Madre steht, und die Produkte. Wer kein Italienisch kann oder nicht alles versteht, kriegt das ganze Programm auch auf Englisch!

Ich kann Euch einen Besuch im Terra Madre wirklich nur ans Herz legen. Hier stimmt einfach alles.

P.S. Oh Gott, war das Brot so gut! 😀

P.P.S. Unvergleichliches Preis-Leistungs-Verhältnis!

P.P.P.S. Absolute Wohlfühlatmosphäre!

 

Comments

  1. Oh, was für ein toller Tipp! Vielen Dank 🙂 Den merk ich mir für den Fall, dass ich mal in die Gegend komme!

    Liebe Grüße
    Barbara

  2. Das sieht ja auch sowas von lecker und gemütlich aus. Wirklich gutes Brot ist auch für mich ein Genuss.

  3. Das klingt ja mal wieder nach einem sehr gelungenem Essen – die Bilder sprechen für sich. Dass das Gemüse im eigenen Garten bzw. auf dem Land angebaut wird, ist wirklich genial! =)

    • Ja, find ich allerdings auch. Zu wissen, wo das Essen herkommt und wie es angebaut wird, ist nicht nur dem Geschmack des Essens sondern auch dem eigenen Genuss sehr zuträglich 🙂

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