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Während meiner viel zu kurzen Zeit in Neapel, habe ich auch hier die ein oder andere denkwürdige Begegnung gemacht. Diese Beitragsreihe darf als gesammeltes Werk aller interessanten, absurden, schönen und fragwürdigen Begegnungen verstanden werden! 😉

Ich kam nachmittags in Neapel an, eigentlich wollte mich ein Freund vom Bahnhof abholen und zu meiner Unterkunft bringen, aber leider stand dem meine Verpeiltheit im Weg. Statt 16.10 Uhr als Ankunftszeit hatte ich ihm nämlich 17.10 Uhr durchgegeben, was mir tatsächlich erst vor Ort beim Blick auf die Uhr aufgefallen ist. Handys werden ja total überschätzt. Selbst, wenn einem die Uhrzeit gut leserlich in Ziffern vom Display aus entgegen blinkt.

Nun denn.

Umgucken, orientieren, ab zur U-Bahn. Sind ja nur drei Haltestellen, wie mir mein AirBnB-Gastgeber mitgeteilt hatte. Ticket gekauft, Whatsapp an besagten Kumpel abgesetzt und ab unter die Erde. Schon das war eine Begegnung der besonderen Art.

Nicht, weil ich noch nie in einem U-Bahnhof gewesen wäre, aber es ging gestandene vier Stockwerke tief – auf Rolltreppen (Gott sei Dank). Der Schacht nach unten ist verspiegelt und so kam einem das ganze Konstrukt aus Metall, Stahl und Spiegelfläche schon sehr futuristisch vor. Außerdem begünstigte die Aufmachung mein Problem mit Höhen auf unangenehme Art und Weise. Ehrlich gesagt, war ich heilfroh als ich endlich am U-Bahnsteig war.

Aber es ist natürlich nicht bei der Begegnung mit der längsten (und ich wage zu behaupten auch steilsten) Rolltreppe, die ich bis dato gesehen habe, geblieben. Nein, es kam auch zu Kontakt mit Einheimischen! Also … abgesehen von dem mit meinem Kumpel und mit meinem Gastgeber.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Begegnung mit dem Nachbarn meines Gastgebers.

Woran mein neapolitanischer Freund nicht ganz unschuldig war. War es immerhin seine Idee mitten in der Woche bis in die Puppen durch Neapels 1-Euro-Bier-Bars zu tingeln. 😉

Jedenfalls setzte er mich nach unserem – für italienische Verhältnisse – Gelage vor der Haustür ab. Bis dahin kein Problem. Das ergab sich erst als ich allein im Treppenhaus war. 5 Stockwerke ohne Aufzug mit Treppenstufen von 20 Zentimetern Höhe, die zwischen engen Wänden entlang in die höheren Lagen des Wohnhauses führten. Zwischen dem dritten und dem vierten Stock war – fragt mich nicht wieso – eine Gittertür aus Eisen eingesetzt. Soweit war noch alles gut. (Bis auf den Schmerz in den Beinen.) Ich schloss auf und lief weiter. Steckte den Schlüssel ins Schloss und es tat sich … nichts.

Ok, ich erinnerte mich, dass mein Mitbewohner auf Zeit mir sagte, der ginge ein bisschen schwer, also probierte ich weiter. Nahm den Schlüssel aus dem Schloss, drehte ihn um, versuchte es erneut. Nichts. Ich rüttelte und klapperte am Schloss und an der Tür herum und nach ein paar Minuten war ich kurz vor dem Aufgeben und wollte schon meinem Gastgeber einen Hilferuf zukommen lassen, da hörte ich Schritte hinter der Tür.

Erleichtertes Aufatmen meinerseits. Ich setzte schon an, um halblaut zu rufen, dass ich nicht reinkäme, da bellte es mich von drinnen an: “Was zur Hölle machst Du da?”

Ok! Das … war nicht die Stimme meines Gastgebers! Eindeutig: Nicht!

Im nächsten Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Ich hatte mich im Stockwerk vertan! Ich hatte um 2 Uhr nachts geschlagene 5 Minuten vor der Tür des Nachbarn gestanden und verzweifelt versucht sie mit dem – logischerweise – falschen Schlüssel zu öffnen.

Ich rief durch die immer noch geschlossene Tür, dass es mir leid täte und ich mich im Stockwerk geirrt hatte und bekam ein bellendes “Du musst einen Stock weiter” zurück. Ok, ich kann ihm die Laune nicht verübeln. Würde man mich um die Zeit unter der Woche so wecken, würde ich denjenigen wahrscheinlich auch nicht frisch wie Pfirsich und mit strahlender Laune begrüßen.

Die Nachricht an meinen Gastgeber hab ich dann doch noch geschickt. Was weiß ich, wie der Nachbar so drauf ist und ich wollt ja keinen Streit vom Zaun brechen. Bis heute weiß ich nicht, wie oder ob die ganze Sache zwischen den beiden weitergegangen ist. Aber in meiner AirBnB-Bewertung schrieb mein Gastgeber, ich hätte die Regeln des Hauses respektiert und eingehalten … 😀 Ironie?

Und dann war da noch mein persönliches Highlight: Die Begegnung mit den Tattoo-Opas.

Wer jetzt glaubt, ich hätte tätowierte Opas getroffen … Leider nein. Außer sie wären nicht sichtbar tätowiert gewesen. Aber das glaube ich angesichts der Umstände und ihrer Ansichten, die sie ungefragt mit mir teilten, nicht.

Es ist für mich längst nichts ungewöhnliches mehr, beguckt zu werden, wie ein – höhö – bunter Hund. Das ist auch mittlerweile ok geworden und ich kann das zumindest meistens ausblenden. Auch wenn’s mich immer noch ärgert. Besonders in einer Stadt wie Neapel. Einer Großstadt, einer Metropole! In der Tattoos längst keinen Seltenheitswert mehr haben. Aber die ewig Unverbesserlichen gibt’s halt überall.

Jedenfalls tingel ich also am Tag, nachdem ich den Nachbarn nächtlicherzeits über meine Anwesenheit in Kenntnis gesetzt hatte, als brave, als Nicht-Touristin-getarnte Touristin durch die Seitenstraßen und Viertel und die Via Toledo entlang. Ich wollte ans Meer.

Ich könnte jetzt sagen, ich hätte ich hätte mich zeitweise kurz ein bisschen verlaufen, aber eigentlich ist das ja Teil meiner Tarnung und Strategie. (Mein Mitbewohner enttarnte mich übrigens recht schnell und sagte: “Du machst nicht gerne auf Touristin, stimmt’s?!”) Entweder funktioniert also meine Tarnung nicht besonders gut oder es gilt: Takes one to know one. Im Zweifel immer letzteres.

Viel zu unausgeruht aber voller Entdeckerdrang marschierte ich also eine der Seitenstraßen den Berg hinauf. (Eine Unausweichlichkeit in Neapels Altstadt, ähnlich wie in Trieste.) Irgendwann lief ich an zwei älteren Herrschaften vorbei, die sich unterhielten.

Zu behaupten, ich würde neapolitanischen Dialekt verstehen, wäre vielleicht nicht gelogen, aber zumindest stark übertrieben. Wenn ich allerdings an zwei Menschen vorbeilaufe und exakt in dem Moment die Wörter “Tätowierungen” und “ungebildet” fallen, dann versteh ich das!

Ich war ganz kurz versucht, was dazu zu sagen, zog es aber vor, mir meinen Teil zu denken. (Hallo, ich mein … Neapel! Wer sich hier mit den Falschen anlegt und so … 😉 ) Ein bisschen ärgere ich mich über mich selbst, dass ich nichts gesagt hab. Mindestens das Überraschungsmoment hätte ich auf meiner Seite gehabt, wäre ich den beiden Greisen über den Mund gefahren.
wp-1465744149936 Begegnungen der neapolitanischen Art, Teil 1/4
Allerdings waren die beiden – glaube ich – nicht die einzigen, die auf meine Tattoos negativ reagiert haben – dazu aber im 2. Teil mehr – und unbedingt kundtun mussten, dass sie sie für ein Zeichen der Ungebildetheit halten. Ungefragt, wohlgemerkt.

 


 

Incontri alla napoletana, puntata 1/4

Mentre i miei pochi giorni a Napoli ho fatto alcuni incontri memorabili. Questa seria contributiva deve essere considerata l’opera omnia di tutti gli incontri interessanti, assurdi, belli e dubbiosi! 😉

Arrivai a Napoli il pomeriggio ed originariamente un mio amico mi volle portare dalla stazione per accompagnarmi al alloggio. Purtroppo il mio confusionismo ci ostacolò. Invece di 16.10 gli ebbi detto che arrivassi alle 17.10. Che avessi sbagliato lo notai soltanto quando fui ormai arrivata.  I cell vengono comunque sopravvalutati, no?! Anche se l’orologio è presente in modo ben leggibile sul display.

Vabbe.

Occhiata in giro, orientamento, via alla metropolitana. Comunque sono solo tre fermate secondo il mio ospite AirBnB. Comprato biglietto, whatsappato il mio detto amico e giù si va. Già questo fu un incontro straordinario.

Non perché non avessi mai preso la sotterranea ma andò giù quattro piani – sulla scala mobile (per fortuna). Il pozzo è coperto in specchi e dunque la montatura fatta da metallo, acciaio e superficie a specchio ha un aspetto un bel po‘ futuristico. In più, quel condizionamento bruttamente avvantaggiò il mio problema con le alture. A dire il vero, fui troppa contenta quando arrivai al binario.

Ma ovviamente i miei incontri non si fermarono alla scala mobile più lunga (ed oso pure dire più ripida) che abbia mai visto finora. Si figuri che ho pure fatto contatto con i locali! E a parte del mio amico e dell’ospite.

Particolarmente l’incontro con il vicino del mio ospite mi è rimasto nei ricordi.

Un fatto che in parte fa anche colpa del mio amico visto che fu lui quello che mi ha fatto andare in giro sui bar che vendono la birra per un euro fino alle ore piccole. 😉

Dopo la nostra bisboccia mi accompagnò a casa. Finora nessun problema. Poi però entrai il vano scala. 5 piani senza ascensore e con scalini alto 20 centimetri che costeggiarono tra stretti muri finché ci si arrivò agli ultimi piani. Tra il quarto ed il quinto piano ci fu un cancello di ferro. Finora sempre tutto bene. (A parte del dolore muscolare nelle gambe.) Misi la chiave ma non successe niente.

All’improvviso mi ricordai che il mio coinquilino temporale mi ebbe detto che ogni tanto la chiave si bloccasse un pochino. Allora provai di più. Misi fuori la chiave e la girai. Provai di nuovo. Ma … niente. Sballottai e sbattei la chiave nella toppa e quasi quasi volli molare e mandare una whatsapp al mio ospite che mi aiutasse, quando d’un colpo sentii passi di dentro.

Io – sollevatissima. Stetti per gridare a sottovoce che non riuscissi ad aprire la porta  quando da dentro qualcuno mi abbaiò: “Ch cazze staje facenn?”

Ok! Questanon fu la voce del mio ospite! Sicuramente: No!

Da un secondo all’altro mi cadde come benda dagli occhi: Ebbi sbagliato piano! Alle 2 la mattina stetti in fronte della porta del vicino e cercai di aprirla per ben 5 minuti con la chiave sbagliata.

Chiamai verso la porta chiusa che mi dispiacesse moltissimo e che avessi sbagliato piano e ricevei un abbaiante “Aia‘ i‘ nu‘ pianò in sù”. Beh, che dire, mica potei prendermela. Anzi, fu colpa mia il suo brutto umore. Se qualcuno mi svegliasse in questa maniera a quest’ora mentre la settimana neanche lo saluterei fresca come una rosa e di umore splendente.

Il whatsapp all’ospite lo mandai lo stesso poi, chissà come è fatto quel vicino e mica volli provocare una lite. Fino ad oggi non so com’è finita questa cosa tra di loro. Ma nella mia valutazione su AirBnB l’ospite scrisse che avessi rispettato le regole della casa … 😀 Ironia?

E poi ci fu ancora il mio momento culminante preferito: L’incontro con i tatuaggi-nonni.

Magari avessi incontrato dei nonni tatuati … Invece no. Solo se avessero tenuto coperti i loro tatuaggi. Ma alla luce delle circostanze e della loro opinione che condivisero con me senza che gliel’avessi chiesto, non ci credo.

Per me, ormai è diventato normale che la gente mi guarda. Attiro attenzione e basta. E‘ così e me ne sono ormai abituata. Non me ne frega più. Perlomeno di solito che riesco ad ignorarlo. Anche se ogni tanto mi arrabbia ancora. Soprattutto in una città come Napoli. Una grande città, anzi, una metropoli! Dove i tatuaggi ormai non sono più rari. Ma questi irriducibili si trovano ovunque.

Il giorno dopo aver informato il vicino della mia presenza in mezzo alla notte, girellai le strade laterali ed i quartieri intorno alla Via Toledo come la brava turista ben camuffata di non essere turista. Volli andare al mare.

Potrei dire, che di tanto in tanto mi fossi persa un pochino, ma in realtà fa parte del mio camuffamento e della mia strategia. (Il mio ospite mi smascherò in un instante e mi chiese: “Non ti piace molto fare la turista, vero?!”) Allora, o il mio camuffamento fa veramente schifo o … Da che pulpito viene la predica! In caso di dubbio sempre l’ultimo.

Mal riposata ma piena di voglia di scoprire salii uno dei rialti che si raggiungono via le strade laterali. (Simile a Trieste, anche a Napoli salire non si può evitare.) Ad un certo punto passai due signori anziani che stettero parlando.

Dire che capissi il dialetto napoletano sarebbe perlomeno esagerato. Però se passo due persone e in esattamente quel attimo sento le parole “tatuaggi” ed “ineducato”, giuro che le capisco!

Un attimo fui tentata di argomentare, ma preferii frenarmi. (Stiamo sempre parlando di Napoli, no?! Lì meglio che uno sta attento con chi se la prende, dai … 😉 ) Un pochino mi arrabbio de me stessa però che non gli ho detto niente. Al massimo il fattore sorpresa l’avrei avuto dalla mia parte se avessi dato sulla voce a quelli anziani là.
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Però non credo che quei due furono gli unici da reagire in modo negativo ai miei tatuaggi – ce ne racconto di più nella prossima puntata – e doverono per forza esprimere che li tengono un segno di educazione mancante. Beninteso, senza essere stati interpellati.

Comments

  1. Hahaha! Da stimmt doch der Spruch „Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen“! 🙂

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