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Begegnungen mit Neapolitanern sind ein bisschen speziell. Nicht nur, weil man sie aufgrund ihres Dialektes nicht immer versteht. Auch weil man, das was sie nicht sagen nicht unbedingt verstehen kann. Ich hatte in Teil 1 ja bereits angedeutet, dass meine Tätowierungen nicht nur die beiden älteren Herrschaften beschäftigt haben.

Kommen wir deshalb also heute zu einer weiteren Episode in Sachen bunte Haut und Neapolitaner.

Es war, wenn mich nicht alles täuscht, sogar der gleiche Tag. Ich lief aus der Stadt raus in Richtung Lungomare – ein Anblick, den man sich einfach auf keinen Fall entgehen lassen kann, wenn man in Neapel zu Besuch ist!

Ich schlenderte, das Palazzo Reale, der zur Zeit gerade restauriert wird und deshalb nicht besucht werden kann, zu meiner linken links liegen lassend also in Richtung Meer. Ein paar zehn oder hundert Meter weiter, saß eine alte Frau auf den Stufen vor einer Haustür.

Als ich gerade auf ihrer Höhe war, bekreuzigte sie sich plötzlich!

Ich bin mir nicht sicher, ob sie mich vorher wahrgenommen hatte, angesehen hat sie mich in jedem Fall, oder ob sie sich bekreuzigt hat, weil im gleichen Moment die Kirchenglocken 12 Uhr schlugen.

Eine Antwort auf meine Frage, ob sie sich nun meinetwegen bekreuzigt hat oder wegen der Kirchenglocken, wird wohl auf ewig unbeantwortet bleiben.

Denkbar ist beides. Oder hätte sie sich eher an die Brust fassen müssen, wenn sie mich gemeint hätte?

Nach meiner Stippvisite am Lungomare auf dem Weg zurück in die Stadt folgte auch schon die nächste Begegnung.

Wieder ein älterer Herr. Diesmal aber vorurteilsfreier und äußerst mitteilungsfreudig. 

Ich machte gerade ein Foto – ich fand die Dachterrasse, die von Oleanderbäumchen gesäumt war einfach schön -, da sprach mich ein älterer Herr auf der Parkbank keinen Meter entfernt von mir an.

Er sprach übers Wetter und über Napule, wollte wissen, ob mir Neapel gefiele und wo ich denn her sei. Während wir so small-talkten, gesellte sich ein Afrikaner zu uns, der ich-weiß-nicht-was verkaufte und als ich in ebenso hartnäckig, wie er mich zum Kauf zu überreden versuchte, abwies, drückte er mir einen kleinen Marienkäfer aus Holz in die Hand. Ein Glücksbringer. Aber natürlich bringt der nur Glück, wenn ich ihn mit einem Euro bezahle. Ich lehnte ab. Er zog weiter. 

Der ältere Herr sagte mir dann, ich solle am besten nie etwas annehmen, weil sie dann immer versuchen würden, mindestens einen Euro für einen Kaffee rauszuschlagen. 

Ich persönlich geh aus solchen Situationen ja immer mit einem einigermaßen schlechten Gewissen raus, aber gut. 

Jedenfalls erzählte mir der alte Mann noch ein bisschen von Neapel und was ich unbedingt alles genau sehen müsste, wo ich schonmal da bin. Er bedauerte für mich, dass der Palazzo Reale gerade nicht zu besichtigen sei, denn der wäre es in jedem Fall wert, gesehen zu werden. Und dann solle ich mir unbedingt das Kloster Santa Chiara ansehen, das auf dem Berg thronend die Altstadt überragt. 

napoli_7 Begegnungen der neapolitanischen Art, Teil 2/4

Hätt‘ ich mal mehr Zeit gehabt…! 

Aber immerhin hab ich so einen Grund, nochmal wiederzukommen. Denn Neapel hat noch gefühlt 1.000 Facetten, die ich nicht erkundet hab. 

Und ich hatte mal eine etwas freundlichere Begegnung! 😉 Davon gab’s dann auch noch ein paar weitere, von denen ich in den nächsten Teilen erzählen werde. 


 

Incontri alla napoletana, puntata 2/4

Incontri con i napoletani sono un po‘ particolari. Non solo perché sono difficile da capire grazie al loro dialetto. Ma anche perché ciò che non dicono non è sempre molto chiaro. Ho già accennato in puntata 1 che i miei tatuaggi importavano non solo ai due vecchi signori.

Ecco perché oggi segue un altro episodio sulla pelle colorata e napoletani.

Se non mi sbaglio fu pure lo stesso giorno. Stetti uscendo la città vecchia verso il lungomare – un panorama da non perdere quando ci si visita Napoli!

Girai verso il mare passando l’enorme Palazzo Reale alla mia sinistra che in quel periodo venne restaurato e per questo motivo non potette essere visitato. Qualche dieci o cento metri in avanti (sono brutto con le misure) ci fu seduta una signora sulle scale in fronte della porta.

Appena la passai, fece il segno di croce!

Non sono sicura che mi abbia notato prima, ma mi guardò di sicuro. E non so neanche se fece il croce perché contemporaneamente suonarono le campane della chiesa.
Molto probabilmente non troverò mai una risposta alla domanda se fece il segno di croce per me o per le campane.

Ci si può immaginare entrambi. Oppure si avesse più toccare il seno destro se intendesse me?

Dopo la mia capatina al lungomare tornando in città feci già il prossimo incontro.

Ancora un vecchio signore. Questa volta però uno più spregiudicato e molto comunicativo.

Stetti facendo una foto – mi sono piaciuti tanto gli oleandri che scoprii sulla terrazza del tetto di una casa – quando mi parlò un vecchio uomo seduto su una banca neanche un metro lontano da me.

Parlò del tempo e della Napule, volle sapere se mi piacciasse Napoli e di dove fossi. Mentre stemmo chiacchierando così, arrivò un africano che vendé non so cosa. Insistette che comprai qualcosa mentre io insistetti di no. Poi mi mandò una coccinella di legno nel pugno. Un portafortuna. Un portafortuna che porta fortuna soltanto se lo acquisto per un euro ovviamente. Rifiutai. Se ne andò.

Il signore poi mi consigliò di non accettare mai niente perché cercassero di ricavare almeno un euro per un caffè.

Personalmente mi sento sempre colpevole dopo situazioni del genere, però vabbe.

Il vecchiotto continuò a raccontarmi di Napoli e delle cose da vedere per forza, vista che ci fui. Gli dispiacque per me che fosse chiuso il Palazzo Reale perché una visita ne fosse valsa la pena. E poi mi disse di assolutamente visitare il Monastero Santa Chiara che campeggiando in cima alla montagne sovrasta la città vecchia.

napoli_7 Begegnungen der neapolitanischen Art, Teil 2/4

Se solo avessi avuto più tempo…!

Però, perlomeno così ho un motivo per ritornare. Perché ci sono ancora 1.000 percepite faccette di Napoli che non ho ancora visto.

E mi approfittai di un incontro più gentile che gli altri! 😉 Ne avevo ancora altri di cui racconterò nelle puntate seguenti.

Comments

  1. Diese Verkäufer gibt es bei uns auch. Oftmals sind es aber Frauen aus dem – jetzt wollte ich hier Zigeunercamp schreiben… aber soll man ja nicht. Allerdings weiß ich nicht ob es Roma oder Sinti oder Beides oder andere in Zeltlagern lebende Personen sind, die sich ihren Lebensunterhalt mit dem Betteln, Stehlen oder eben dem Verkauf von Kinkerlitzchen oder dem Auskramen von Mülltonnen verdienen. Die Afrikaner verlaufen eher Gürtel, Schuhe, Taschen etc, die vermutlich nicht so markenecht sind, wie sie scheinen, aber mehr als einen Euro kosten. 😉

    • Ja, ich kenn die auch schon von mehreren Gegenden. Ich erinnere, dass mein Ex mal eine Sonnebrille bei einem gekauft hat, der hat uns dann diese „Glücksarmbänder“ umgebunden. Auch in Bari bin ich schon in die reingelaufen. Handysticks sind seit letztem Jahr scheinbar echt der Renner bei den Jungs. Also, so insgesamt! 😀 Frauen hab ich übrigens bisher noch keine getroffen. Weder in Bari, noch andernorts. (Die „Hexe“ am Bahnhof ausgenommen, aber die wollte mir nichts verkaufen.) Werd nächstes Mal, drauf achten! 🙂

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