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Wenn ich so mein Facebook beobachte, was mir da so an Infos zugespült wird, da wird mir teilweise echt anders. Wer meinen “Fundstück des Monats”-Post vom Juni gelesen und gesehen hat, weiß, dass die Unterschiede zwischen Nord- und Süditalien teilweise sehr ernst genommen werden. 

Im Zusammenhang mit dem Zugunglück in der Nähe von Bari spitzt sich das Ganze aber momentan zu. Ein junger Mann aus Padua bekam nach seinen Posts auf Facebook sogar Besuch von der Polizei. Menschenverachtend und beleidigend sind die Aussagen, die er da zum Teil gepostet hat. Das reicht vom “Echt, in Apulien haben die Züge” bis hin zu “sind zwar nur 20 Terroni gestorben, aber es ist immerhin ein guter Anfang”. 

Ich bin zugegebenermaßen ein bisschen schockiert, dass man sich überhaupt über so ein Unglück lustig machen kann – auch wenn mir klar ist, dass das kein italienisches Phänomen ist.

Aber statt solchen Menschen ein Forum zu bieten (darum kümmern sich die Zeitungen und Webseiten schon zur Genüge), möchte ich viel lieber positiven Menschen und Beiträgen eine Plattform bieten. Aus diesem Grund, hier der Post von Enrico Galiano aus Friaul-Julisch Venetien, der einmal darauf hinweist, wie die ach-so ignoranten Apulier eigentlich so drauf sind. Auch wenn er Lino Banfi und Checco Zalone vergessen hat. 😉

In diesem Sinne: No hate, just love. 

Ich habe allen Personen (und ich tu mir schon schwer damit, sie überhaupt Personen zu nennen), die in diesen Stunden die Apulier beleidigen mit Dingen wie “Ach, auch dort gibt’s Züge?” oder “Das geschieht Euch recht!”, und allen, die Apulien als unzivilisiertes Gebiet betrachten, ein paar Dinge zu sagen.

Aus Apulien stammt eines der wenigen Völker, die in der Lage waren, sich den Römern entgegenzustellen: die Samniten.

Unter all den vielen Regionen des Kaiserreiches, war Apulien die Lieblingsregion Kaiser Friedrichs II., der dort Schlösser, Kirchen und Straßen errichten ließ.

Apulier waren auch Nicola Zingarelli (ja, der mit dem Wörterbuch, auch wenn die wenigsten solcher Personen überhaupt wissen werden, wovon ich da rede), Aldo Moro, Domenico Modugno, Walter Chiari, Rodolfo Valentino, Caparezza und Raf (wobei die beiden letzteren noch immer Apulier sind, sie leben ja noch).

In Apulien gab es die erste Technische Hochschule Italiens.

In Sachen öffentlicher Auftragsvergabe zum Umweltschutz und gegen Lichtverschmutzung sind sie auf Platz 1 in Italien und auf den vorderen Rängen bei der Verwendung erneuerbarer Energien.

Von allen Regionen im Süden verzeichnet Apulien den größten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes.

Und es ist auch kein Zufall, dass in diesen Stunden die Blutspendeeinrichtungen überquellen vor Personen, die Blut spenden wollen: Als in Aquila 2009 das Erdbeben war, kamen aus Apulien die ersten Soforthilfen und es waren die Apulier, die bis zuletzt vor Ort geblieben sind.

Die Region Apulien wurde mit der Verdienstmedallie für ihren Umgang mit den Migrantenströmen vom Balkan: “Mit ihrem freimütigen Einsatz, um den Schwächsten eiligst Hilfe zu leisten, ist die Gemeinde in ihrer sozialen Solidarität und ihrem ehrenwerten Aufopferungswillen leuchtendes Vorbild für die ganze Nation.”

Und das ist, was Zivilisation und Anstand ausmacht. Nicht, das was ihr tut.



Sulla tragedia ferroviaria

Guardando il mio profilo Facebook e le informazioni che mi arrivano considerando lo scontro dei due treni in Puglia, mi viene la nausea a dire il vero. Chi ha letto la mia “scoperta del mese” di giugno, sa quanto alcune genti prendono serie le differenze tra il nord ed il sud.

Ma in riguardo dell’incidente vicino a Bari la cosa si sta accumulando. I sui post su Facebook hanno anche cacciato in un guaio con la polizia un ragazzo padovano. Ha condiviso dei post sprezzanti e offensivi, da “E’ vero, hanno i treni anche là” a “Sono morti solo 20 terroni ma è un inizio”.

Ammetto che sono un po’ scioccata che ci si possa comunque ridere di una tragedia del genere – anche se so bene che non è un fenomeno italiano.

Invece però di dare un palco ad ignoranti del genere (che ormai fanno assai i giornali e pagine web), preferisco io di essere una piattaforma per gente e post positivi. Ecco perché vi ho linkato il post di Enrico Galiano da Friuli-Venezia Giulia che gli fa tutti presente il carattere pugliese. Anche se ha dimenticato Lino Banfi e Checco Zalone. 😉  

In tal senso: No hate, just love. 

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