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Mein Exfreund nannte es auch “Kellnerfrühstück”. Und ja, es geht um was zu essen. Ich dachte mir, zwischen all dem virtuellen Sightseeing in der römischen Abteilung meines Blogs kann man eine kleine kulinarische Stärkung brauchen. 😉

Wobei … ein kleiner Unterschied zwischen dem nächtlichen Snack und dem Kellnerfrühstück besteht schon. Ersteres ist die letzte Nahrungsaufnahme nach dem Feiern. Letzteres die letzte Nahrungsaufnahme nach dem Arbeiten. Aber darin, dass sie beide vor dem Zubettgehen geschehen vereinigen sie sich dann doch wieder. 

In Rom ist der Klassiker unter den nächtlichen Imbiss…en(?) das Maritozzo. Ein antikes Süßstück, das in leicht abgewandelter Form auch schon den Römern (also denen aus dem gleichnamigen Reich) bekannt gewesen sein soll.

Ursprünglich war es wohl als ein Valentinsgeschenk des Mannes an die Ehegattin in spe.

Das Maritozzo ist ein süßes Gebäck in Brötchenform, das mit geschlagener Sahne gefüllt wird. Also süßer Sahne, nicht der italienischen Sahne. Eine Kalorienbombe deluxe in jedem Fall. 

Wir kamen auf dem Heimweg zufällig an der wohl ältesten Maritozzo-Bar Roms vorbei, dem Maritozzaro. Der Laden war selbst zu nächtlicher Stunde noch proppenvoll, was zum einen für die Beliebtheit und Qualität der Maritozzi, andererseits aber auch für die Tradition der Bar und vor allem für die Normalität des nächtlichen süßen Imbiss spricht. 

Und was soll ich sagen? Ich hatte jedenfalls keinen Kater am nächsten Tag. (Den hab ich üblicherweise aber nach zwei Bier eigentlich auch sowieso nicht.) 

Geschmacklich ist das Maritozzo vor allem eins: Süüüüß! Und ansonsten wohl vor allem Kalorien-, also Energielieferant. Das mag auch die ursprüngliche Idee dahinter gewesen sein, denn noch bevor das Maritozzo das essbare Hochzeitsversprechen war, so sagt die Legende, war es ein energiereiches Nahrungsmittel, das die Frauen ihren Männern zubereitet und mitgegeben haben, die als Tagelöhner oft den ganzen Tag unterwegs waren.

Im Mittelalter dann war das Maritozzo in leicht abgewandelter Form (Rosinen, kandierte Früchte und Pinienkerne im Teig*) eine Möglichkeit, das Fasten zu brechen ohne das Fasten zu brechen. So in etwa, wie bei uns das Bier. (Neben seiner Funktion als Wasserersatz und Arme-Leute-Essen, aber darum soll’s an der Stelle nicht gehen.)

Mein Fazit? 

Was das Maritozzo spektakulär macht, ist eher die Geschichte dahinter, als sein Geschmack. Ist eben ein süßes Brötchen mit noch süßerer Sahnefüllung. Zum mal-probiert-haben sicher eine Geschmackserfahrung. Aber im Vergleich zu anderen italienischen Süßigkeiten eher so Mittelmaß auf der Spektakularitätsskala.

Solltet Ihr aber mal in Rom sein, probiert’s ruhig mal. Oder wenn Ihr’s schon probiert habt, sagt mir gern, was Ihr davon haltet. Vielleicht täusch ich mich auch. Wobei … Geschmäcker und so. 🙂

 

20160729_233703 Rom 6. Der nächtliche Imbiss*Kurioserweise wirft mir mein Wörterbuch für “Maritozzo” tatsächlich auch “süßes Rosinenbrot” bzw. “süßes Hefegebäck mit Rosinen und Pinienkernen” aus – wäre mal interessant zu wissen, woher die ihre Infos beziehen. Zeitreisen? Wörterbücher aus dem Mittelalter? Hm …


Lo spuntino notturno

Il mio ex lo chiamava anche “colazione dei camerieri”. E sì, si tratta di qualcosa da mangiare. Pensavo che immerso nel giro turistico virtuale al settore romano del mio blog, un invigorimento culinario servisse. 😉

Anche se una piccola differenza c’è tra lo spuntino notturno e la colazione dei camerieri. Il primo è l’ultimo alimento dopo la festa. Invece il secondo è l’ultimo alimento dopo lavoro. Ma il fatto che tutt’e due vengono mangiati prima di andare a letto gli unisce.

Il classico spuntino notturno romano è il maritozzo. Un dolce antico che conobbero già i Romani (quelli del Impero) in un modo simile.

All’epoca apparentemente fu un presente di San Valentino dal marito alla permessa sposa.

Il maritozzo è un dolce pasticcino a forma di un panino riempito di panna montata. Cioè panna dolce non panna panna. Una bomba assai in ogni caso.

Nel rincasare comunque passavamo il bar più vecchia dei maritozzi a Roma, Il Maritozzaro. Il posto stesso era pienissimo anche ad un’ora notturna. Questo parla dalla popolarità e dalla qualità dei maritozzi ma anche dalla tradizione del bar e soprattutto da quanto è normale lo spuntino notturno.

E che dire? Io comunque non sentivo nessun postumo di una sbornia. (Poi però solitamente non ce l’ho dopo due birre.)

Il sapore del maritozzo e soprattutto dolce. Inoltre è una fonte d’energia e delle calorie. E ha anche senso considerando l’idea originale. Perché prima che fu un permesso matrimoniale, il maritozzo fu stato un alimento ricco d’energia che, secondo la leggenda, le donne prepararono e mandarono agli uomini che lavorando come braccianti stettero in viaggio tutta la giornata.

Nel medioevo poi a forma leggermente diversa (cioè impastato con uvetta, pinoli e canditi*) fu un modo per rompere il digiuno senza romere il digiuno. Tipo così come hanno fatto i tedeschi con la birra. (Che a parte questo sostituì l’acqua e servì come alimento dei poveri, però quest’è un altro discorso.)

La mia conclusione?

Ciò che rende spettacolare il maritozzo è più la sua storia che il suo sapore. Tanto è un panino dolce riempito di panna. E‘ buono averlo assaggiato una volta ma in paragone ad altri dolci italiani arriva più alla media della scala di spettacolarità.

Ma semmai faceste un giro a roma assaggiatelo pure. O se l’avete ormai assaggiato magari mi dite che ne pensate. Forse mi sbaglio. Però … i gusti ecc. 🙂

 

20160729_233703 Rom 6. Der nächtliche Imbiss*Stranamente il mio dizionario mi manda davvero anche “pane dolce all’uvetta” o “dolce pasticcino lievitato con uvetta e pinoli” quando cerco “maritozzo” – sarebbe interessante sapere di dove hanno le loro informazioni. Viaggi nel tempo? Dizionari dal medioevo? Mah …

Comments

  1. Ich bin ja nicht so der Süßkram-Fan (ich weiß: Was mache ich dann überhaupt in Sizilien???). Sollte ich aber in Rom sein, werde ich das bestimmt probieren. Sieht immer noch besser aus als Cannoli 😛

    Liebe Grüße
    Barbara

  2. Ein süßes Brötchen mit Sahne gefüllt und fertig! Kann mir vorstellen, dass diese Süßigkeit schon uralt ist. Normal esse ich so Süßes nicht so gerne, aber nach einer Partynacht … würd‘ ich wahrscheinlich auch dort in der Schlange stehen.

    • ich bin eigentlich schon sehr ne Süße, aber ausgerechnet nach Partynacht und Alkohol brauch ich eigentlich eher Salziges. War sehr ungewohnt für mich 😀

  3. Oh la la.
    Super lecker hört es sich an und sieht es aus … aber ja, die Bombe hoch 10, oder? 🙂
    Liebe Grüße, Katrin

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