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Nach dem Frusttag in Castellana, habe ich mir für den Tag danach Molfetta als Ausflugsziel auserkoren.

Viele sagten mir, dass Molfetta ach-so unspektakulär sei und ich lieber was anderes unternehmen solle, aber ehrlich? Ich fand erstens praktisch, dass es so nah war, zweitens am Meer und drittens saß mir der Frust vom Vortag noch zu sehr in den Knochen, als dass ich mich auf ein weiteres Abenteuer hätte einlassen wollen.

Da schien mir das angeblich so langweilige Molfetta gerade richtig.

Mit der Bahn sind es von Bari aus gerade einmal 30 Minuten in das kleine Städtchen und so gönnte ich mir nach einem langen Vormittag im Bett zur Mittagszeit hin das Ticket und fuhr drauf los.

Langeweile oder Spektakularität sind ja auch immer Wahrnehmungssache. Mir jedenfalls wird beim Entdecken neuer Flecken Erde nie wirklich langweilig. Auch wenn ich zu einer Tageszeit in Molfetta ankam, zu der der Ort tatsächlich ein bisschen ausgestorben wirkte.

Vom Bahnhof raus lief ich also einfach mal drauf los und wurde direkt von ihm hier begrüßt:

Molfetta_1
Um wen es sich dabei handelt, kann ich nicht sagen, denn das Schild vor der Statue war bis zur Unkenntlichkeit verrostet. Ich vermute stark, dass es sich um den Schutzpatron Molfettas, Corrado di Baviera (Konrad von Bayern) handelt. (Wie so oft eben in Italien.) Diesen hatte es nach 1150 nach Apulien verschlagen, wo er im Kloster Modugno nahe Molfetta seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod 1154 verbrachte.

Warum ein Schutzheiliger allerdings ein Schwert in der Hand hält? Gute Frage. Aber es handelt sich wie gesagt auch nur um eine Vermutung meinerseits. Wer mich aufklären kann, immer gerne kommentieren. 🙂 (Es könnte natürlich auch wieder Vittorio Emanuele II., der alte Haudegen sein. Aber ohne Pferd? Hm…)

Eine Kirche zumindest ist ihm in Molfetta gewidmet. Wobei Kirche dezent untertrieben wäre: Der örtliche Dom ist dem heiligen Konrad gewidmet und er steht hinter dem Borgo Antico (das ich mir übrigens nicht angeguckt hab, was ich mir zwar einerseits selbst übel nehm, andererseits hab ich so einen Grund, nochmal wieder zu kommen) direkt am Meer.

Kirchen gibt es in Molfetta allerdings einige zu bestaunen. Gemessen an der Einwohnerzahl von nicht einmal ganz 60.000 sind das meiner Meinung nach auch ganz schön viele. Wer sie irgendwann mal abklappern mag:

  • Cattedrale di Santa Maria Assunta
  • Basilica della Madonna dei Martiri
  • Chiesa del Purgatorio
  • Chiesa della Santissima Trinità
  • Chiesa del Sacro Cuore di Gesù
  • Chiesa di San Domenico
  • Chiesa dell’Immacolata
  • Chiesa di San Gennaro
  • Chiesa di Santo Stefano
  • Chiesa di San Bernardino da Siena
  • Chiesa di Sant’Andrea Apostolo
  • Chiesa di San Pietro
  • Chiesa del SS. Crocifisso o dei Padri Cappuccini

Im Fall würde ich mir die Santa Maria Assunta nächstes Mal noch ansehen. Einfach nur oder vor allem deshalb, weil die Schwester meiner Uroma Assunta hieß und meine Tante diesen Namen heute als zweiten Vornamen trägt. <3

Während ich den Dom von allen Seiten und aus allen Winkeln versuchte in den Fokus meiner Kamera zu rücken, trat aus einer Haustüre gerade ein alter Mann samt Sohn heraus, der mich erst ein wenig beguckte und fotografieren ließ, um mir kurz darauf die Hand zu geben, sich nach meinem Befinden, meinen Tattoos und meiner Herkunft zu erkundigen.

Bevor die beiden ihrer Wege gingen fragte er noch, wie ich den Dom fände. Ich war ja nicht drin (als ob ich noch nen Grund bräuchte, nochmal wieder zu kommen) aber von außen fand ich ihn echt schön und das sagte ich ihm auch. Er hat sich darüber gefreut und war mit meiner Beurteilung absolut einverstanden.

Und tatsächlich: Die Fassade des Doms ist zwar schlicht, aber durch den hellen, fast weißen Stein ist er besonders im Sommer ein wundervoller Kontrast zum tiefen Blau des Meeres, das sich hinter ihm erstreckt.

Links des Domes von Molfetta liegt das Hafenbecken samt Leuchtturm …

… hinter dem Dom ist ein flaches Wasserbecken, in dem die Einheimischen sich an den heißen Sommertagen abkühlen. Ich hätte mich gern dazugesellt, aber hatte dann irgendwie doch Scheu (ich weiß auch nicht wieso, vielleicht wollte ich nicht allzu sehr auffallen) und beschränkte mich darauf, die beruhigende Wirkung des Meeres auf mein Gemüt wirken zu lassen, zu atmen und zu träumen, dass ich all den Vorbereitungsstress für den Umzug schon hinter mir hätte.

Was mir an Molfetta besonders gut gefallen hat? 

Es ist eine so herrlich unaufgeregte Stadt.

Mag sein, das lag auch an der Uhrzeit, zu der ich dort war, denn wahrscheinlich waren die meisten Einheimischen gerade in der Mittagspause. Möglich, dass die Straßen erst gegen Abend wieder bevölkert wurden und geschäftiges Treiben die verschlafene Idylle vertreibt. Ich werd’s herausfinden, wenn ich mal wieder dort bin. 😉 (Muss ich eh, denn ich habe nahe des Bahnhofs ein Klamottenoutlet gesehen, in dem ich gern den ein oder andern Euro gelassen hätte, aber eben gerade dann ankam, als sie grade zur Siesta schlossen. Ich hoffe, der Laden ist nächstes Mal noch da.)

Einen Vorteil hatte es allerdings, dass es im Stadtzentrum so menschenleer und ruhig war. Ich konnte ganz entspannt Fotos knipsen, ohne dass mir großartig wer durchs Bild lief oder ich mich verrenken hätte müssen, um Straßenschilder und Hinterköpfe auf meinen Aufnahmen zu vermeiden.

Besonders schön fand ich die Straße, die ans Meer geführt hat: Cafés, Bars und kleinere Läden und Restaurants säumen die verkehrsberuhigte Straße. Eine Allee aus Oleanderbäumen (ich liebe Oleander) weißt den Weg und in der Mitte der Straße befinden sich in regelmäßigen Abständen großzügige Sitzmöglichkeiten.

Ich finde die Straße sehr einladend gestaltet und hätte gut und gerne Lust, einmal einen Abend in Molfetta auszugehen für einen Aperitiv oder auch einen Digestiv oder zwei mehr. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man sich hier einen schönen Abend verdingen kann. Und hey! Oleander! 😉 Er sieht einfach schön aus! 😀

Ich fand Molfetta toll: Unaufgeregt, hell und freundlich. Als Ausflugsziel für einen Tag auf jeden Fall zu empfehlen. Und wenn ich irgendwann dort nen Drink zu mir genommen hab, kann ich auch mehr zum Vergnügungsfaktor in Molfetta erzählen! 😀 Wer kommt mit? 🙂


Molfetta

Dopo la giornata frustrante a Castellana ho scelto Molfetto per un giro il giorno dopo.

Molti mi dicevano che Molfetta fosse poco spettacolare e mi consigliavano di andare da un’altra parte. Ma sinceramente mi sono fatta due conti: Innanzitutto è vicino a Bari, poi è al mare e terzo la frustrazione del giorno primo mi allontanava dalla voglia di una nuova avventura.

Ecco perché il presumibilmente annoioso Molfetta mi sembrava giusto.
Da Bari ci vogliono solo 30 minuti sul treno e allora dopo una lunga mattinata al letto mi godevo il biglietto e intorno a mezzogiorno sono partita.

Noia e spettacolarità sono anche una questiona di percezione e io non mi annoio mai scoprendo nuovi luoghi. Anche se sono arrivata a Molfetta ad un’ora che il posto sembrava davvero un po‘ morto.

Dalla stazione sono partita lancia in resta al centro ed ero salutato da lui:

Molfetta_1

Non so bene chi è perché il segno in fronte della statua era irriconoscibilmente arrugginito. Presumo che (come spesso in Italia) sia il patrono di Molfetta, Corrado di Baviera. Quello comunque arrivai in Puglia dopo le 1150 e visse vicino a Molfetta nel monastero di Modugno fino alla sua morte in 1154.

Poi invece non saprei perché uno santo patrono dovrebbe tenere una spada in mano. Ma come dico è solo una presunzione da parte mia. Chi mi sa illuminare, magari lasci un commento. 🙂 (Potrebbe essere anche Vittorio Emanuele II. di nuovo. Ma senza cavallo? Mh…)

Una chiesa molfettesa perlomeno gli è dedicato. Anche se chiesa magari non è la giusta parola: E‘ infatti il locale Duomo che è dedicato allo santo Corrado e si trova indietro al borgo antico (che prendo a me stessa non averlo visitato ma poi è un buon motivo per ritornare un’altra volta) subito al mare.

Ci sono alcune chiese da vedere a Molfetta. Secondo me ci sono anche moltissime visto che Molfetta ha neanche 60.000 abitanti. Se le volete girare un giorno:

  • Cattedrale di Santa Maria Assunta
  • Basilica della Madonna dei Martiri
  • Chiesa del Purgatorio
  • Chiesa della Santissima Trinità
  • Chiesa del Sacro Cuore di Gesù
  • Chiesa di San Domenico
  • Chiesa dell’Immacolata
  • Chiesa di San Gennaro
  • Chiesa di Santo Stefano
  • Chiesa di San Bernardino da Siena
  • Chiesa di Sant’Andrea Apostolo
  • Chiesa di San Pietro
  • Chiesa del SS. Crocifisso o dei Padri Cappuccini

Eventualmente verrei a vedere la Santa Maria Assunta la prossima volta. Solo o soprattutto perché è il nome della sorella di mia bisnonna. E anche mia zia si chiama ancora Assunta con secondo nome. <3

Mentre stavo cercando di focalizzare il duomo con la mia camera da tutti i lati ed angoli, un vecchio signore con il figlio usciva la porta. Prima mi guardava un po‘ lasciandomi fotografare. Poi poco dopo mi dava la mano e mi chiedeva come stessi, su i miei tatuaggi e di dove fossi.

Prima che se ne sono entrambi andati mi chiedeva se mi piacesse il duomo. Non ero dentro (perché ci vuole sempre un altro motivo per venire di nuovo) quindi potevo solo dirgli che da fuori mi piacesse molto. Lui invece era contento della mia opinione e concordava felicemente.

E non gli ho mentito. Anzi, anche se la faccia del duomo è austera più che altro, l’argentino, quasi bianco pietro del quale la chiesa è fatta meravigliosamente contrasta il profondo azzurro del mare che giunge al dietro.

Sulla sinistra del duomo di Molfetta c’è il bacino del porto con il faro …  

… indietro al duomo ci si trova un basso bacino dove gli abitanti si danno una rinfrescata nelle calde giornate estive. Magari mi li avessi aggiunto ma per qualche motivo poi mi sono vergognata un po‘ (non so perché, forse non volevo fare molto spicco) e mi sono ridotta a lasciare il mare fare il suo effetto tranquillizzante sulla mia anima, a respirare e sognare che tutto il stress della preparazione del trasferimento fosse ormai passato.

Ciò che mi è piaciuto di più di Molfetta?

Il fatto che è una città mancato agitata.

Può darsi che fosse anche per il tempo del giorno al quale ci sono stata perché probabilmente la maggioranza degli abitanti furono in pausa pranzo. E‘ possibile che le strade si rivivono verso la sera e l’attivo caracollo mandi via l’idillio addormentato. Lo scoprirò semmai ci ritorno. 😉 (Ma comunque lo devo perché vicino alla stazione avevo visto uno outlet di vestiti dove avessi volentieri lasciato un po‘ di denaro ma stavano per chiudere per la siesta quando sono arrivata. Spero che il negozio ci sarà ancora quando torno la prossima volta.)

Il centro deserto e tranquillo invece portava anche un vantaggio. Potevo fotografare talmente con calma! Non c’era nessuno che mi passava l’immagine e non mi dovevo neanche contorcere per evitare dei segni e testi nelle foto

La strada che corre al mare mi è piaciuta davvero: Le caffetterie, i bar, piccoli negozi e ristoranti affiancano la via a traffico limitato. Un corso d’oleandro (amo l’oleandro) da la direzione e in mezza la strada ci sono messe delle ampie banche. 

Secondo me la strada è molto invitante e mi da una voglia di uscire a Molfetta una sera per un aperitivo oppure un digestivo o entrambi e due in più. Mi posso immaginare bene che sia una serata ben passata. E poi: Oleandro! 😉 E‘ tanto bello, dai! 😀

A me Molfetta è piaciuta: Tranquilla, luminosa e gentile. E da raccomandare come meta della gita. E semmai mi ci faccia un drink posso anche raccontarvi dall’aspetto di divertimento a Molfetta! 😀 Chi m’accompagna? 🙂

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