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Monopoli_13-225x300 MonopoliMonopoli – Die Stadt, nicht das Spiel

Wer in Apulien unterwegs und / oder zu Besuch ist, der kennt Monopoli. (Und wenn nicht, nehmt es zum Anlass, diese Wissenslücke zu schließen. )

Das bekannteste Motiv, sozusagen inoffiziell offizieller Repräsentant der kleinen Stadt in Süditalien dürfte wohl das hier sein:

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Der Porto Antico, der antike Hafen ist DAS Motiv, das wie kein zweites für Monopoli steht.

Ich hab die heißen Sommertage in Apulien für einen Tagesausflug nach Monopoli genutzt. Die kleine Stadt ist eines der Must-Sees in Süditalien und strahlt seine Besucher in der flirrenden Sommersonne geradezu an. Die hellen Häuserwände und  weißen Fassaden der Stadt bilden einen wunderschönen Kontrast zum dunklen Tiefblau des Meeres und dem schmeichelnden Hellblau des Himmels.

Das Stadtbild ist geprägt von hochmittelalterlichen Strukturen und Bauten. Das Leben dort seit jeher von Handel, Fischerei, Glauben und Landwirtschaft geprägt. Daran hat sich bis heute wenig geändert, wenngleich der Tourismus mittlerweile sicher eine weitere starke Einkommensbranche ausmacht. Am Porto Antico ist das Castello di Carlo V. zu finden, das einen der Zugänge zum Stadtkern markiert. Man kann es in der Regel auch besichtigen. Aber ich hatte mal wieder “Glück” und die Sehenswürdigkeit wurde gerade restauriert. Schade. Denn was man so an Bildern im Netz herumschwirren sieht, wäre es sicher interessant gewesen.

Ein Stück die Brandung entlang stehen noch Überreste von Verteidigungstürmen und riesengroßen Kanonen, bevor man sich dann durch die engen Altstadtgassen zu schlängeln beginnen kann, gibt’s also ein bisschen Geschichte gratis dazu. 🙂 Und einen wundertollen Ausblick auf die offene See. Die Nähe zu Albanien machte solch schwere Geschütze und dicke Verteidigungstürme wahrscheinlich herzlich sinnvoll … seinerzeit. Wie andere Küstenstädte in Italien war natürlich auch Monopoli ein attraktives Ziel für Mauren, Turkvölker usw.

Abseits des Hafens lockt das Stadtzentrum mit hellen, offenen Piazzas. So wird man auch kurz nach der Ankunft auf dem Weg vom Bahnhof ins Stadtzentrum bereits von Italien’s ewigem Helden Vittorio Emanuele II. auf der gleichnamigen Piazza empfangen. Diesmals nicht zu Pferd, dafür mit hoch erhobenem Schwert.

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An diesen Brunnen kam später ein alter Mann mit Fahrrad und 5 leeren Wasserkanistern, die er dort füllte. Der Brunnen am Platz ist also in seiner uralten Funktion noch immer aktiv.

Von dort aus geht es durch die für Italien typischen, engen Gassen durch die antiken Stadtviertel.

Monopoli mag klein scheinen, aber ich bin mir sicher, dass sich die Stadt sowohl für einen Tagesausflug, wie ich ihn unternommen hab, als auch für einen mehrtägigen Aufenthalt durchaus lohnt, wenn ihr Museen, Kirchen und die historischen Gutshöfe außerhalb des Stadtzentrums besichtigen wollt. Oder euch einfach nur von den klippenartigen Steinstränden in das erfrischende Blau der Adria stürzen wollt. 🙂

5 Comments

  1. Hi Julia,

    Monopoli kannte ich tatsächlich noch nicht 😀 Danke fürs Schließen der Wissenslücke! Ich freue mich immer sehr, wenn ich neue Ziele in meiner zweiten Heimat kennenlerne… Monopoli sieht echt hübsch aus und vor allem die Gassen sehen sehr einladend aus. Sowas liebe ich ja. Danke dafür und noch eine wunderschöne Woche 🙂

    Liebe Grüße
    Barbara

    • 🙂 Wir sollten eh mal zusammen auf Entdeckungstour gehen. 😀
      Irgendwo gibt’s bestimmt noch nen Flecken, an dem wir beide noch nicht waren. Für mich stehen auf jeden Fall noch Ragusa, Livorno, Elba und Matera auf dem Plan. Plus alles, was da noch so kommen mag – und gern auch nochmal ein paar Flecken, die ich schon kenn. 😉

  2. Das sieht ja sehr interessant aus! Ich mag Kleinstädte, und wenn sie so authentisch sind wie diese, dann reizen Sie mich umso mehr. Ich merke mir Deinen Reisetipps auf jeden Fall mal vor, sollten uns unsere Reisen mal nach Apulien führen.

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