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Die Cagliaritani und ich, Teil 3

Willkommen zurück bei meinen Beschreibungen vom mehr oder minder (un-) freiwilligen Kontakt mit den Einheimischen in Cagliari.

Lest hier Die Cagliaritani und ich, Teil 1
Lest hier Die Cagliaritani und ich, Teil 2

Das Witzige an dieser dritten Begegnung war, mehr als die Begegnung selbst, dass sie perfekt getimed nach einer einstündigen Einführung meines Bekannten dort darüber passierte, wie schwer es wäre, das Eis mit den Cagliaritani zu brechen.

Mal wieder die Tattoos

In Neapel haben sie schon für Kopfschütteln gesorgt, in Bari wurde ich darauf angesprochen und in Alberobello hatte ich auch das  zweifelhafte Vergnügen, ihretwegen in ein Gespräch verwickelt zu werden.

  • Ja, ich hab ein paar mehr Tattoos, als eure Kollegin mit dem Schmetterling auf dem Schulterblatt.
  • Nein, ich kann sie teilweise schon längst nicht mehr verstecken. Je nach Jahreszeit was mehr, was weniger.

Mein Bekannter begleitete mich in den Supermarkt, wo ich mich für die Abende in der Küchenverbotszone (alias meine AirBnB-Unterkunft) mit Salat und Co. eindecken wollte.

Nach dem Bezahlen entdeckte ich beim Rausgehen eine an den Supermarkt angeschlossene Bar. Ich bot meinem Begleiter für seine Hilfe und Hilfsbereitschaft einen Kaffee an und er willigte ein. Also schleppten wir die Tüten zur Bar und ich konnte nicht umhin, auf den tätowierten Arm des Baristas zu schielen.

Als er zu uns kam, um uns nach unserer Bestellung zu fragen, entdeckte er natürlich auch meine Tattoos und wir sagten gleichzeitig: „Schöne Tattoos.“ Gefolgt von Lachen ob der ungeplanten Simultanität.

So viel zum Thema, das Eis zu brechen dauert lang.

Der obligatorische Teil

Obligatorischer Weise folgte die Frage, ob mein Begleiter mein Partner wäre.

Als ich das verneinte, folgte die ebenfalls obligatorische Fachsimpelei unter Tätowierten bis hin zur Empfehlung der Tattoo-Convention in Cagliari. Mal sehen, vielleicht schaff ich’s, die mitzunehmen.

Wiedersehen macht Freude

Weil mein Bekannter über die Feiertage nach Hause fuhr, betrachtete ich die Bar im Supermarkt als neue Anlaufstelle und besuchte den Barista noch ein weiteres Mal im Laufe der Woche.

Nachdem er mir dann schon zum zweiten Mal den Kaffee ausgegeben hat, versprach ich ihm, an meinem letzten Tag nochmal zum Verabschieden vorbeizukommen. Ich fragte ihn nach seiner Schicht und wollte zwei Tage später vor 15 Uhr nochmal wiederkommen, um Tschüss zu sagen.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Leider muss ich zu meiner Beschämung gestehen, dass ich es nicht rechtzeitig geschafft hab. Ich war an dem besagten Tag mit meinem mittlerweile nach Cagliari zurückgekehrten Bekannten unterwegs, Mittagessen.

Bis wir fertig waren, war die Schicht des Baristas längst zu Ende.

Seither plagt mich ein latent schlechtes Gewissen.

Aber vielleicht krieg ich ja bei der Tattoo-Convention in Cagliari die Gelegenheit, mich für mein sang- und klangloses Verschwinden zu entschuldigen …

2 Comments

  1. Liebe Julia,

    das ist ein cooler Beitrag, der toll in meinen RoundUp Post zum Thema “Auf Reisen Leute kennenlernen” passen würde… Magst du da spontan noch teilnehmen?

    Liebe Grüße,
    Barbara

    • Scusa il ritardo … Danke für die liebe Anfrage. Klar, bin ich gerne noch dabei, ich schaus mir gleich mal an! 🙂 LG Julia

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