Category

Auswanderung

Category

Hinweis:  Dieser Artikel enthält einen Werbelink. Inhalt des Beitrages und Linkplatzierung sind aber aus eigener Überzeugung und absoluter Authentizität heraus entstanden. Der im Artikel geschilderte Inhalt basiert, wie alle Beiträge auf Italien und ich, zu 100% auf persönlicher Erfahrung und eignen Erlebnissen. Status Quo Vadis – die Stolperstein-Edition Irgendwie hab ich mir das ja alles ganz anders vorgestellt. Nachdem ich nun nach Gesprächen mit Steuerberatern beider Ländern herausgefunden habe, dass es für mein Vorhaben wirtschaftlich sinnvoller ist, Wohnsitz und Job auch offiziell nach Italien zu verlegen, kam mir in diesem von mir so wunderbar tranquilla ausgemalten Szenario der verdammte August dazwischen. Dazu müsst ihr wissen: Im August steht Italien still. Nicht einmal bei Gericht wird im August gearbeitet. Von Behörden und Ämtern ganz zu schweigen. Ich glaube, die einzige, öffentliche Einrichtung die nicht von dieser über ein Notstromaggregat am Laufen gehaltenen Besetzung betroffen ist, ist das Krankenhaus. Und auch da…

2.000 € für einen Umzug nach Ligurien Dass italienische Dörfer mit überdurchschnittlicher Abwanderung der jungen Generation zu kämpfen haben, ist hinlänglich bekannt. Auch bei uns. Legambiente, eine italienische Naturschutzorganisation, schätzt, dass dieses Phänomen an die 2.500 italienische Gemeinden betrifft. Um dem entgegenzuwirken beweisen einige Bürgermeister großen Einfallsreichtum. Während einer mit ankommenden Flüchtenden seiner vom Überaltern und Aussterben bedrohten Stadt neues Leben einhaucht, versucht ein anderer es mit dem ältesten Argument der Welt: Geld. 2.000 € Begrüßungsgeld in Bormida ab 2018 Bürgermeister Daniele Galliano wirbt auf seinem Facebookprofil damit, dass er jedem, der seinen Wohnsitz nach Bormida verlegt, ein Begrüßungsgeld von 2.000 € erhalten wird – und das bei Mieten zwischen 50 und maximal 120 € pro Monat. Aktuell ist man in der Gemeinde anscheinend dabei, die Möglichkeiten und Details eines solchen Begrüßungsgeldes auszuhandelnd und rechtlich sauber in trockene Tücher zu wickeln. Ab 2018 soll es losgehen: Für jeden Miet- oder…

Die Mär vom perfekten Deutschland Immer wieder stoße ich in persönlichen Gesprächen oder in den Kommentarspalten von Auswanderergruppen bei Facebook auf die Idee von einem wirtschaftlich ach-so blühenden Deutschland. Da, wo jeder einen Job hat oder findet. Wo die Löhne gerecht sind. Verträge unbefristet. Wo man um 17.00 Uhr Zuhause ist und pünktlich Feierabend hat. Während die einen in Nostalgie schwelgen und sich ein Deutschland schön reden, in dem sie seit 20 Jahren oder mehr nicht mehr leben, sich nicht mit dem Arbeitsmarkt konfrontiert sehen, die Realität verklären und jedes Gegenargument abwinken, weil sie es ja besser wissen. Träumen die andern den Traum ihrer zurückgekehrten Großeltern, die mit ihrer Hände Arbeit einst erheblich zu unserem Wirtschaftswunder beigetragen haben und malen ein wunderschönes Bild von Deutschland als Wunderland, wo alles korrekt zugeht, keine Korruption herrscht, keine Jugendarbeitslosigkeit. Eine Klarstellung über Deutschland 2017 Ich mein das sicher nicht bös und ich will…

Ich steh ja auf persönliche Geschichten und Erfahrungsberichte. Deshalb freue ich mich über alle, die sich geduldig meinem Fragenbombardement zu ihrer Auswandererstory stellen. Die sich die Zeit nehmen, mir zu antworten. Die ihre Erlebnisse mit mir – und nicht zuletzt auch mit  euch – teilen. Darum ist es mir ein Fest, hier eine weitere Auswanderin vorstellen zu können, die mich, uns, euch für einen Augenblick an ihrem Leben teilhaben lassen: Auswanderer-Interview mit Susanne Susanne hat es Anfang der 2000er Jahre gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer freiberuflichen Arbeit als Drehbuchautorin (toller Beruf!) in die Nähe von Rom verschlagen. Ursprünglich kommt sie aus der Stadt, die scherzhaft als die nördlichste Stadt Italiens bezeichnet wird: Minga. Oder für alle Leser von nördlich des Weißwurstäquators: München. Wollen wir doch mal sehen, ob Susanne diesen Schritt ins Eqizentrum des italienischen Stiefels bereut oder ob sie glücklich ist mit ihrer Entscheidung. Was war der Stein des Anstoßes nach Italien…

Eins kann ich vorab schon mal sagen: Nachdem Angelika im Interview eher meine Zweifel bedient hat, liegt bei Catherine der Fokus sehr viel mehr auf den positiven Aspekten, die das Abenteuer Auswanderung so mit sich bringt. Und das wiederum schafft bei mir auf der Gefühlsebene eine gute Balance. Schon krass, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. 🙂 Aber lest (und urteilt) selbst: Auswanderer-Interview mit Catherine Catherine kommt witziger Weise gar nicht von so weit weg von mir, aus Wiesbaden. 2013 hat sie den endgültigen Schritt nach Italien unternommen, ist zuerst nach Massa (Toskana), dann weiter nach Genua (Ligurien) gezogen. Auch in unserer Berufswahl (oder in meinem Fall wohl eher noch Vorstellung) sind wir uns ähnlich: Sie war Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch (meine Studienfächer in der Linguistik) und arbeitet heute als Sprachentrainerin (was ich mir als zweites Standbein auch überlege), Übersetzerin (yup, ich auch), Texterin (ebenfalls) und Coach (ma‘ gucken,…

Da für mich selbst ja bald der Schritt ansteht, dachte ich, es kann ja nicht schaden, sich vor dem Auswandern noch ein paar Tipps einzuholen. Und weil ich als Redakteurin naturgemäß mit einer (un-) gesunden Portion Neugier gesegnet bin, habe ich zu diesem Zweck einfach mal ein, zwei „Exildeutsche“ befragt. Hier also mein Auswanderer-Interview mit Angelika aus Borkum. Angelika ist 1994 mit 26 Jahren in die Toskana (Pescia) ausgewandert. Ich wollte von ihr wissen, wie es dazu kam, was sie dort hält und wo sie den Unterschied der Kulturen am deutlichsten spürt. Das sind ihre Antworten: Warum bist Du damals nach Italien gezogen?  Wegen meinem Ex-Mann. Der Klassiker,  die Liebe. Wie lange hast Du gebraucht, um Dich einzuleben? Etwa ein Jahr. Was war die größte Hürde, die es bei der Auswanderung zu überwinden galt? Eigentlich keine . Mit welchen Erwartungen bist Du nach Italien? Welche davon wurden enttäuscht, welche erfüllt?…

Auch wenn sich meine Beweggründe vielen – vor allem Italienern – nicht erschließen, habe ich ja bereits während meiner Beziehung den Entschluss gefasst, Deutschland (vorerst) den Rücken zu kehren (warum ich mich gerade mit einem Handfeger in der Hand vor meinem inneren Auge sehe, sei dahingestellt) und ans Meer zu ziehen.

Ja, ja. Immer diese Neujahrsvorsätze… Keine Sorge, ich werde sicher nicht daher kommen und Euch nun erzählen, dass ich ab 01.01. auf Diät sein werde und das Rauchen wieder lassen will (was ich übrigens tatsächlich will, aber das steht auf einem anderen Blatt).  Ich denke, da sich das Jahr 2015 nun dem Ende neigt und es für mich persönlich ein sehr bewegendes war – Achterbahn mit Dreifachlooping und Wasserfahrten…MINDESTENS! -, habe ich mich dennoch entschlossen, ein paar Neujahrsvorsätze aufzuschreiben und Euch somit gleich noch einen guten Rutsch ins Neue Jahr zu wünschen. Allerdings beschränke ich mich an dieser Stelle auf Vorsätze bezüglich meines Blogs, denn ich habe mir da ein bisschen was überlegt… Wie aufmerksame Follower ja mitbekommen haben dürften, bin ich seit einigen Wochen wieder allein. Meiner Liebe zu Italien, die ja dank eigener Wurzeln im Alto Adige schon immer da war, im letzten Jahr aber durch viele Besuche…

Ich hab ja bisher noch nie bei einer Blogparade mitgemacht, aber das Thema hat mich so kurz nach der Trennung doch sehr angesprochen… In meiner gegenwärtigen Verfassung sei mir dabei bitte auch verziehen, dass es nicht ganz ohne Pathos vonstattengeht. Warum? Weil es um Heimat geht. Im Englischen sagt man Home Is Where The Heart Is. Mein Herz war ganz lange bei meinem Jetzt-Ex-Freund. Und ist es noch. Und tatsächlich erinnere ich mich, dass ich einmal zu ihm gesagt habe: Bei Dir fühl ich mich daheim. Leider wurde ich dessen ja nun mit der Trennung beraubt und die ersten Wochen hat sich alles in mir sehr leer angefühlt. Irgendwie eben heimatlos. Wie ein Schiff ohne Kompass und ohne Heimathafen, gesteuert von einem halbblinden Fährmann. Mittlerweile hab ich mich wieder ein bisschen gefangen – heul mich nicht mehr in den Schlaf oder brech auf Arbeit zusammen. Trotzdem übermannt mich an manchen…