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Nord-Süd-Gefälle

Nachdem ich mittlerweile recht häufig in Italien war, vor allem in Süditalien, sind meine Sprache und mein Wortschatz merklich von süditalienischen Begriffen und oft auch von der entsprechenden Aussprache geprägt. (Den Akzent mal außen vor.)

Für ’nen Kaffee reicht’s immer

Es gibt mehrere Gründe, warum ich die italienische Kaffeekultur liebe: Man kann viel Kaffee trinken, ohne zu viel Kaffee zu trinken: Da der normale Kaffee dort in kleinen Schlückchen (deutsch: Espresso) serviert wird, wird mein Kaffeebedürfnis (und das ist ziemlich ausgeprägt) erfüllt, ohne, dass ich das Gebräu literweise in mich hinein schütte. Wenn ich daran denke, wie viel Kaffee ich bisweilen im Alltag vernichtet habe und wie stark ich diesen Kaffeekonsum mittlerweile herunter gefahren habe, ist es schon ein merklicher Unterschied. Das fing schon morgens auf der Arbeit mit mindestens zwei, eher drei „Humpen“ (also großen Kaffeetassen mit einer Füllmenge von 250 ml) vor 12 Uhr an und nachmittags auch nochmal mindestens eine Tasse gleicher Größe – eventuell sogar zwei. Summa summarum kam ich also mit dem „Mindestkonsum“ schon auf einen dreiviertel Liter – oft eher sogar einen Liter. Die italienische Kaffeekultur kommt mir dahingehend entgegen, dass ich meinen Kaffeekonsum bei…

Die Kaffeefalle

Eine der Dinge, die ich als bekennende Kaffeeliebhaberin an Italien besonders zu schätzen weiß, ist die Kaffeekultur. Kaffee trinkt man dort zu nahezu jeder Uhrzeit. Auch schon mal abends um 23.oo Uhr, wenn man spät gegessen hat. Der Unterschied zu uns liegt wohl hauptsächlich in der Tassengröße. Und das ist auch schon der „Kasus Knacktus“. Wer sich in einer der unzähligen Cafebars in Italien einen normalen Kaffee bestellt, bekommt das serviert, was bei uns unter dem Namen Espresso bekannt ist. Wer also eher Schonkaffeetrinker ist, Koffein ohnehin nur in schwachen Dosen verträgt oder wer schon braun gefärbtes, heißes Wasser als Kaffee bezeichnet, sollte aufpassen, was er bestellt. Ein Caffè ist ein Espresso. Immer. Ausnahmslos. Zwar kann man problemlos auch einen Espresso bestellen, die Baristas wissen schon, was man meint, aber man enttarnt sich natürlich auch sofort als Tourist. (Oder Neu-Italiener.) Das was wir in unseren „Humpen“ zu schlürfen gewohnt sind,…