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1. Bloggertreffen von Travel365 in Igea Marina [2/3]

(Mein) 1. Bloggertreffen von Travel365 in Igea Marina [2/3] – SEO und Süßes

Der zweite Tag beim Bloggertreffen in Igea Marina war zweigeteilt. Morgens ging es mehr oder weniger sachlich zu. Marketing und SEO stand auf dem Plan.

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Dafür haben wir uns im Eingangsbereich des Hotel San Salvador getroffen, wo die kleine Lounge mit wenigen Handgriffen in einen Vortragssaal verwandelt wurde. Für mich war dieser Teil des Events mit der spannendste, denn mein Italienischverständnis wurde nun mal so richtig auf die Probe gestellt.

Blogmonetarisierung und Suchmaschinenoptimierung auf italienisch

Nachdem wir am Vorabend noch um Pünktlichkeit gebeten wurden …

Ich: Deutsche Pünktlichkeit oder italienische?
Vito: Schweizerische!

… ging es dann mit dem italienischen Verständnis von 9.00 Uhr morgens, also etwa gegen halb zehn, los.

Zunächst hat uns eine der erfolgreichsten Reisebloggerinnen aus Italien hilfreiche Tipps vermittelt, wie man sich das Reisen sponsorn lassen kann, wie man an Kooperationen und Affiliates kommt und aus dem Nähkästchen ihrer Bloggerkarriere geplaudert.

Silvia von Trippando reist immer und ausschließlich mit den zwei Söhnen und Ehemann und hat es längst geschafft, davon ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Mir fehlt da irgendwie noch die Chuzpe zu, das zu riskieren. Und wenn es nach Silvia geht auch die Zugriffszahlen. Also lest mal schön weiter hier, damit sich das mal ändert. 😉 😀

Beim Thema SEO war ich hingegen Feuer und Flamme. Dass ich hierüber schon ganz gut Bescheid weiß, hat es mir sicher einfacher gemacht, zu verstehen, was Vito und Enzo von eMade uns darüber erzählt haben.

Glücklicherweise wurde es dank Beispielen wie „10 Wege, wie man es schafft, auch betrunken ein Mädchen zu küssen, ohne ihr in den Ausschnitt zu fallen“ auch für mich nicht langweilig. Und tatsächlich habe ich noch den ein oder anderen SEO-Trick mitgenommen.

So war auch der „trockene“ Teil des Bloggermeetings am Ende nicht nur lustig, sondern lehrreich und hat mir das ein oder andere Neue vermittelt und viel bestehendes Wissen bestätigt.

… und ein Teilnahmezertifikat gab’s auch noch!

Tatsächlich hat es mich ein bisschen überrascht, dass ich doch so viel davon verstanden hab. Auch, wenn sich mir nicht ganz erschlossen hat, was eine CTR oder CRT ist. Aber immerhin weiß ich jetzt, dass ich SEO-technisch up to date bin und zumindest mein passiver Italienischwortschatz größer ist, als ich dachte.

Die Cooking Challenge oder: wie man sein Gewicht an nur einem Tag verdoppelt … mindestens

Für den zweiten Teil des zweiten Tages des Travel365-Bloggerevents war zur Cooking Challenge geladen. Wobei es eigentlich eher in eine Baking Orgy ausgeartet ist. Weil ich die Italiener mit meinen herausragenden Süßspeisenzubereitungsskills natürlich nicht alt aussehen lassen wollte, habe ich gnädiger Weise von einer Teilnahme daran abgesehen. 😉
Scherz beiseite, ich bin aber eher so der Typ, der fürs Essen, nicht aber fürs Essen zubereiten zuständig ist.

Aber die 13 Kuchen und Kekse, die die Mädels am Samstag Abend serviert haben, waren selbst mir zu viel. Vor allem, weil wir das Essen auf nach dem Abendessen verschieben mussten.

Also ging’s nach einem ebenso großartigen Abendbüffet wie schon am Vortag auf die Terrasse des Hotel San Salvador. Dort durfte dann eine fünfköpfige Jury die Gewinnerinnen von drei Ryanair-Gutscheinen auswählen.

(v.l.n.r.) Giorgia & Giulia von LaDoppiaG, 3. Platz; Rosalie von La valigia di Cassandra, 1. Platz; Lucia von LadiesAreBaking, 2. Platz

Ich hab irgendwann einfach aufgegeben, als nach der Jury auch die andern das jeweilige Gebäck probieren durften. Eigentlich wollte ich am nächsten Morgen die versuchen, die ich abends nicht mehr geschafft hatte. Aber ich glaub, auch das hab ich nicht hingekriegt. Überblick verloren. Hosenbund geplatzt. Ich weiß es nicht.

Der Abend klang also bei Torten, Keksen und Gebäck, Gewinnüberreichungen und Zertifikatsvergabe und später noch Mailänder Craft Beer gemütlich – und vollgefressen – aus.

Im dritten Teil meiner Artikelreihe zum 1. Bloggermeeting von Travel365 nehm ich euch dann mit in ein Borgo außerhalb von Rimini, das wir vor der – nicht minder … interessanten … – Rückfahrt besucht haben. Stay tuned! 🙂

1. Bloggertreffen von Travel365 in Igea Marina [1/3]

(Mein) 1. Bloggertreffen von Travel365 in Igea Marina [1/3] – ne echt scharfe Sache

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Wenn man sich für die Teilnahme an einem Bloggermeeting entscheidet, stellt man sich unweigerlich zunächst eine Frage: Definiere ich mich überhaupt als Blogger?

Ich nicht. Ich bin Redakteurin, ich bin Texterin, wenn man es so sagen mag bin ich auch Content-Managerin und irgendwie auch Übersetzerin.

Warum also habe ich mich für die Teilnahme an einem Bloggerevent entschieden? Mal abgesehen davon, dass meine Logik nicht unbedingt schlüssig und in sich kongruent ist, waren für mich mehrere Faktoren dafür ausschlaggebend, mich ausgerecht für dieses Bloggermeeting zu entscheiden:

  1. Es war das 1. Bloggertreffen, das Travel365 organisiert hat. Und es war auch mein 1. Bloggertreffen. Das vermittelte mir ein gewisses Gefühl von Sicherheit. Frei nach dem Motto: „Ich weiß vielleicht nicht, was ich da tu, aber die auch nicht.“ 😉
  2. Es war ein Bloggertreffen für Reise- und Foodblogger und ein Teil der Veranstaltung war dem Monetarisieren von Reiseblogs und dem Marketing gewidmet. Neuer Input kann nie schaden.
  3. Es war eine verlockende Idee, mich mal mit Menschen zu umgeben, für die Dinge, mit denen ich mich beruflich und privat beschäftigte, keine böhmischen Dörfer sind. Die mich nicht irritiert anschauen, wenn ich erkläre, womit ich mein Geld verdiene.

Die Anreise

Zugegeben, der Umstand, dass es sich um ein italienisches Treffen handelte, verursachte einige Bedenken meinerseits:

  • Würde ich die Leute verstehen?
  • Würde ich die Inhalte der Vorträge verstehen?
  • Würden sie mich verstehen?

Und noch als ich am Freitag am Bahnhof von Bari stand, waren die Zweifel so groß, dass ich kurz davor war, doch einen Rückzieher zu machen. Aber … was hatte ich schon zu verlieren? Abbrechen und zurückfahren hätt ich jederzeit können.

Also mit dem Intercity von Bari nach Rimini, von dort mit dem Regionalzug nach Igea Marina. Eine sechs-, siebenstündige Zugfahrt entlang der Adriaküste. Und wenn ich sage entlang der Küste, dann meine ich, beim Blick aus dem Fenster hat man die ganze Zeit über das Meer im Blick.

Also gings los: vom Land des Caffè Normale ins Land des Espressos, vom Cornetto zum Brioche, von den Orecchiette zu den Tortellini, vom Panzerotto zur Piadina in 6 Stunden.

Der 1. Tag des Travel365-Bloggertreffens

Über den Nachmittag verteilt trudelten peu à peu alle Teilnehmer*innen im Hotel San Salvador ein. Langsam wuchs die Gruppe auf die angemeldeten 20/25 Leute an. Was mich überraschte und auch zuerst etwas verunsicherte war, dass sich viele der Blogger zumindest virtuell bereits kannten. Nach dem ersten Beschnuppern wich die Unsicherheit dann doch der Neugierde und der Vorfreude auf das erste für den Abend geplante Event.

Peperoni-Tasting

… und das mir!! 🙁 Wo ich doch so eine Mimose bin, wenn es um scharfes Essen geht!! 🙁

Schon bei den Scoville-Zahlen, die bei einigen Sorten dabei standen und kursierten, trieben mir kalten Schweiß auf die Stirn. Entsprechend habe ich auf die ultra-scharfen Varianten dankend verzichtet. Das schärfste, an das ich mich herangewagt hab, war der Moruga. Verarbeitet als Kompott mit Orange.

Moruga-Peperoni

Moruga kommt aus Trinidad Tobago und heißt mit ganzem Namen Trinidad Moruga Scorpion. Eine Peperonisorte, die außer scharf auch fruchtig süß ist und bis 2013 den zweifelhaften Titel der schärfsten Chili der Welt trug: 2 Millionen von aktuell maximal 16 Millionen Scoville.

FEUERLÖSCHEEEERRR!!!

Probiert habe ich den Kompott vor allem wegen der Orange. Ich mag Orange. Nach Erdbeeren, Wassermelone und Feigen kommt sie locker unter meine Früchte-Top-5. Also nahm ich all meinen Mut zusammen und hab ein minibisschen probiert.

Das Ende vom Lied war, dass meine Lippen und Zunge wie Feuer brannten, ich begann zu schwitzen und versuchte, den Brand mit Sekt und weißem Käse zu löschen. Im Mund war die Maßnahme erfolgreich. Um die Lippen herum brannte es leider nach. Lange.
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#ItalienischeLieblingsprodukte No. 3

Chin’otto

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Eine Orangenlimo, die aussieht wie Cola?

Eine Orangenlimo, die aussieht wie Cola!

Genau genommen handelt es sich um eine Bitterorangensorte, deren Saft Basis für das gleichnamige Getränk ist: Chinotto.

Ich selbst habe Chin’otto das erste Mal in Rom getrunken und war zugegeben überrascht. Ich war zwar vorgewarnt, hab mich aber dennoch von der Farbe täuschen lassen und etwas klebrig Süßes erwartet.

Von der Frucht hatte ich bis dato noch nie gehört. Von der Limonade gleich gar nicht.

Das höchste der Gefühle, das für mich vorher als mehr oder minder bittere Limo durchging, war die italienische Fanta. Die ist hier tatsächlich herber als bei uns. Aber ganz Coca-Cola eben immer noch sehr süß. Anders Chin’otto.

Wie schmeckt Chin’otto?!

Chin’otto ist auf jeden Fall herb. Nicht zu vergleichen mit Orangensaft oder Fanta und ähnlicher Limonade.

Es schmeckt ganz latent wie Campari – soweit ich mich erinnere. Ich trinke eher Aperol. Campari ist mir zu bitter. Ein fruchtig herber Geschmack, der sich vor allem an den beiden Seiten der Zunge und ganz leicht am hinteren Ende und im Hals wahrnehmen lässt.

Ähnlich wie beim Schlehen essen werden die eben genannten Stellen im Mundraum so ein klitzekleines bisschen pelzig und trocken. Aber nie zu sehr. Denn da kommen die Kohlensäure und der Zucker ins Spiel.

Wenngleich Chin’otto gerade so viel gesüßt ist, dass der Bitteranteil nicht zu aufdringlich ist. Allerdings kommt das auch ein bisschen auf den Hersteller an. Das Chin’otto von San Pellegrino, das ich hier in Bari gekauft habe, ist deutlich süßer, als das andere, das ich in Rom probieren konnte. (Leider hab ich dieses Chin’otto hier noch nicht gefunden, aber vielleicht treib ichs ja noch auf. Hab ja noch Zeit. 😉 )

Laut Wikipedia ist zwar San Pellegrino der “Erfinder”, aber das tut der Sache ja keinen Abbruch. Man kann ein Getränk auch besser machen, als das Original. Außerdem sind Geschmäcker ja verschieden. Und auch wenn die colafarbene Limo laut eben jenem Webportal von San Pellegrino / Nestlé weltweit vertrieben wird, wäre es mir in Deutschland noch nirgendwo aufgefallen.
In der Schweiz scheint es sie zu geben. Von Migros. Das sind die, die auch einen super leckeren Eistee aus schweizer Kräutertee verkaufen. Davon leg ich mir bei jedem Besuch in der Schweiz ein ganzes Lager an – aber das ist wieder ein andres Thema. 😀

Wie aus Chinotto Chin’otto wurde

Die Italiener trinken grundsätzlich eher wenig Softdrinks. Wasser, Kaffee und Wein sind Grundnahrungsmittel. Brausen und Limos liegen weit abgeschlagen dahinter. Aber Chin’otto ist so eine Art Kulturgut, von Italienern für Italiener sozusagen. Wer braucht schon Coca-Cola? 😉

… dachte sich wohl auch der Duce, der seinerzeit ein systemkonformes Erfrischungsgetränk in Auftrag gab. Von Italienern für Italiener eben. Auf dass die Amerikaner mit ihrem Gebräu nicht den strammen Nationalstolz verwässern mögen!

Nach dem Krieg konnte Chin’otto sich vor allem deshalb durchsetzen, weil es kein importiertes Luxusgut war wie die Limonaden der Coca-Cola-Company.

Aber schon vor der Einführung von Chin’otto kannten die Italiener Chinotto.

Und zwar als kandiertes Obst, das samt Schale in Kirschlikör eingelegt zum Aperitif gereicht wurde – so wie heute Oliven, Nüsse, Chips und / oder lokale Knabbereien, wie etwa in Apulien Taralli.

“Früher stand in den meisten Bars der Riviera ein großer Porzellankrug mit Chinottos, die man zum Aperitif oder Digestif bestellte.”

Zitat: Gian Pietro Pamparino, Quelle: Welt am Sonntag

Chinotto, die Frucht

Die Frucht Chinotto ist eine kleine Bitterorangensorte, die in unseren Gefilden vor allem in Südeuropa wächst.

Anscheinend wurde die Zitrusfrucht aus China mitgebracht und fühlte sich in Gegenden wie Sizilien recht wohl. Sie wird zwar auch in den Weinbergen Liguriens angebaut, das Klima im Süden gefällt ihr aber deutlich besser, wie sich auch am Ertrag und der Verbreitung zeigt.

Die kleinen, trockenen Bitterorangen mit der dicken Schale wachsen an etwa ein Meter hohen Bäumchen. Ernten kann man sie das erste Mal nach sechs Jahren. Dafür dann aber auch bis zu drei Mal pro Jahr.

Chinotto, der Name

Der Name Chin’otto bezieht sich – offensichtlich – auf den Namen der Frucht Chinotto.  Dieser wiederum leitet sich vom französischen “chinois”, also “Chinese / chinesisch“ und damit vom Herkunftsland der Orangenvariante, China, ab.

Cibò Bari

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Das Cibò in Bari

Es ist ein kleines Phänomen. Wenn ich einem Italiener erzähle, dass ich nach Italien fliege, lautet die erste Frage standardmäßig:  „Wohin?“
Wahrheitsgetreu antworte ich dann entsprechend. Als ich nach Triest flog, Triest. Als ich nach Neapel flog, Neapel. Als ich nach Ravenna ging, Ravenna. Und wenn ich nach Bari fliege, eben Bari.

Der nächste Satz ist immer der gleiche: „Oh, wenn Du in … bist, musst Du unbedingt … essen!“

Italien und Essen sind untrennbar miteinander verknüpft. Mein Exfreund sagte einmal: „Wenn wir Italiener nicht gerade essen oder kochen, dann reden wir vom Essen.“ Und meiner Erfahrung nach ist da sehr viel Wahres dran.

Jede Region in Italien hat ihre eigene, traditionelle Spezialität, ein typisches Gericht oder zumindest eine lokale Art und Weise, ein Gericht zuzubereiten. Die Pizza ist dafür ein gutes Beispiel. In Rom ist der Pizzaboden sehr dünn und knusprig (mag ich!), in Bologna ist er fluffig und dick, erinnert ein bisschen an eine Focaccia, in Neapel ist er zwar dünn, aber nicht kross gebacken, wie in Rom. Die Pizza ist ein Nationalgericht mit tausend Gesichtern. 😀

So kam es, wie es kommen musste und man riet mir: „Wenn Du nach Bari gehst, musst Du Panzerotti essen.“

Bei meinem ersten Besuch war das nur so halb geglückt. Denn ich habe zwar ein Panzerotto gegessen, aber eines aus dem Ofen. Mit Käse überbacken. Wenngleich es lecker war, waren meine baresischen Bekannten unzufrieden mit meiner Wahl.

Warum?

Weil ein „echtes“ Panzerotto frittiert wird.

Die Jagd nach dem echten Panzerotto

Die Teigtasche wird mit unterschiedlichen Leckereien und Zutaten gefüllt und dann ins siedende Öl gegeben, bis sie ihre goldgelbe Farbe bekommt und dann mit der Hand gegessen (Achtung, Verbrennungsgefahr!).

Bei meinem zweiten Besuch in Bari war es also meine Pflicht, ein solches „echtes“ Panzerotto aufzutreiben und zu verspeisen. Die Mission stellte sich als gar nicht so leicht umsetzbar heraus. Denn so sehr ich auch die Augen offen hielt, ich fand beim Spazierengehen kein Lokal, in dem ich frittierte Panzerotti hätte essen können. Ich musste also ein bisschen schummeln und Google zu Hilfe nehmen.

Zwei, drei Suchergebnisse später fand ich dann eine TripAdvisor-Empfehlung: Das Cibò. Mitten im historischen Bari Vecchia gelegen soll das Cibò die Topadresse für dieses klassische, baresische Streetfood sein. Da es langsam eh Zeit wurde, dass ich etwas in den Magen bekam, machte ich mich also auf in die Innenstadt, um den Imbiss zu suchen.

Überraschenderweise war das Lokal nicht so voll, wie ich vermutet hatte – angesichts der Bilder auf Google und der Tatsache, dass es Samstag Abend war. Ich konnte also in Ruhe die Karte über dem Tresen studieren, eine ziemlich lange Liste unterschiedlicher Panzerotti, und dann eine der vielen, vegetarischen Varianten auswählen.

Das Cibò war also zwar nicht meine persönliche Entdeckung, aber ich kann mich in diesem Fall den TripAdvisor-Rezensenten nur anschließen: Ein Gang ins Cibò lohnt sich! Und ein Panzerotto macht auch erstmal gut satt. Und die Herzkranzgefäße fett. 😀 Aber das ist es wert! 😀

Und ich konnte meinen Freunden und Bekannten endlich stolz berichten, dass ich ein „echtes“ Panzerotto gegessen habe! 😉 Mjamm.

Panzerotto

Rom 10. Abschiedsessen

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Ach, was für eine Zeit im Moment … zwischen Vollzeitjob (noch bis 31.08.) und freien Aufträgen, dem Aufbau meiner Homepage und dem Abbau meines bisherigen Lebens, komm‘ ich aktuell kaum noch zum schreiben.

Dieser Artikel hätte eigentlich schon gestern Mittag durch eure Feeds und Timelines sausen sollen, aber ich hab’s einfach nicht geschafft. Und dann kam da noch dieser Wochenendausflug an die Ostsee mit Freunden dazwischen … Je nun, besser ich hau‘ mal in die Tasten, ne?! 🙂

Mit diesem Beitrag läute ich nun also offiziell das Ende meiner Rom-Reihe ein. Hier nochmal alle Beiträge zum Nachlesen:

  1. Che sfiga
  2. Dan Brown, Asterix und ich
  3. Die Arme der Kirche
  4. Das Meer
  5. Palazzaccio
  6. Der nächtliche Imbiss
  7. Die Klassiker
  8. Ein Tag im Vatikan
  9. Der / die / das Gianicolo

Und heute kommen wir also zum 10. und letzten Beitrag aus der italienischen Metropole.

Vorerst … Denn bestimmt fällt mir noch was ein, was ich zwar noch erzählen wollte, aber im Eifer des aktuellen Gefechts vergessen hab.

An meinem letzten Tag in Rom wurde ich ein bisschen emotional. Nach einem weiteren Ausflug ans und ins Meer, sind wir abends noch in einem nahegelegenen Restaurant essen gegangen.

Zwischen Supplì, Pizza und Wein musste ich dann auch die ein oder andere Träne verdrücken. Aber … Weinen kommt ja von Wein, oder?! Von daher passte das alles. Dabei war es gar nicht unbedingt Rom, das mich zu Tränen gerührt hat, es war vor allem der Umstand, dass ich wusste, wenn ich nun zurück nach Deutschland gehe, stehe ich vor einem Riesenberg organisatorischem Kram. Es war, weil ich wusste, dass ich ein paar Monate bestimmt nicht nach Italien zurück kann. Es war, weil ich Abschiede hasse. Es war, weil ich mich dort einfach irgendwie losgelöst und ich selbst fühle. 

Inmitten all diesem Geheule kam dann aber unser Essen. Wir teilten uns einen Antipastiteller und verdrückten danach jeder eine Pizza, wie ich im Leben noch keine größere gesehen hab. 

Aber der Reihe nach: 

Die Antipasti

Auf dem Antipastiteller fanden sich frittierte Zucchiniblüten (fettig, aber seeehr lecker) und Supplì. Die wollte mein Gastgeber unbedingt, dass ich sie probiere. Andernfalls hätten wir rein mengentechnisch gut und gern auf die Antipasti verzichten können.

Supplì – das sind runde bzw. ovale Reisbällchen mit Tomatensoße und einem Kern aus Mozzarella, die frittiert werden. Weniger fettig als die Zucchiniblüten, aber mindestens so lecker. Supplì gibt es unter anderen Namen und mit abwandelten Rezepten auch in anderen Regionen Italiens. In Sizilien heißen sie Arancini, werden aber zum Beispiel ohne den Tomatensoßenanteil gemacht. Dafür mit Hackfleisch. Was ich ja nicht esse. Von daher bevorzuge ich ungesehen die römische Variante dieser frittierten Reisbällchen.

Die Römer stehen ohnehin voll auf frittierten Kram, vorzugsweise bei der Vorspeise. Laut meinem Begleiter etwas typisch Römisches. Andernorts ist man frittierte Speisen eher als Imbiss oder im Hauptgang. Nicht aber als Vorspeise.

Ich muss sagen, dass mir das recht smart erscheint, denn all das Fett und Frittierte sättigt per se ja schon ordentlich. Gut, dass wir uns nur einen Teller mit Antipasti geteilt hatten, andernfalls, hätte ich mir die Pizza einpacken lassen müssen, glaub ich.

Die Pizza

Die römische Pizza hat einen sehr dünnen, krossen, knusprigen Boden. Italiener aus anderen Regionen nehmen die Römer da gern mal auf die Schippe deswegen, ich muss sagen, ich mag das so ganz gern. Allerdings war ich ja auch von der neapolitanischen Pizza (ebenfalls dünner Boden aber weniger kross gebacken) ein bisschen enttäuscht, ich Verräterin. 😀 Im Norden dagegen isst man die Pizza mit einem eher soften, dickeren Hefeteig, der schon ein bisschen an Focaccia erinnert.

Aber das eigentlich herausragende (und zwar wörtlich) an dieser Pizza war nicht ihr Boden, sondern ihre schiere Größe! Sie ragte nämlich tatsächlich circa 10 Zentimeter über den Tellerrand heraus!

Gar nicht so schlecht, dass da der Boden so dünn ist. Eine Pizza aus Bologna hätte ich von der Größe sicher alleine nicht geschafft. Und auch bei dieser Pizza hatte ich schon zu kämpfen. Zigarettenpause inbegriffen.

Laut meinem Begleiter isst man in diesem Restaurant die größte Pizza Roms. Mit hat die Zeit nicht gereicht, das am lebenden Objekt herauszufinden, aber wer sich diese spektakuläre Riesenpizza, die übrigens echt lecker war, mal gönnen möchte, sollte im Traditionsrestaurant La Cantinaccia* vorbei schauen. Es gibt außer Pizza natürlich noch anderes Leckeres. Aber für ihre Riesenpizza sind sie hier seit Jahrzehnten berühmt.

 

* … da ist sie wieder, die abwertende Endsilbe, die ich im Beitrag zum Palazzaccio schon beschrieben habe. 😉 Aber in diesem Fall täuscht der Name definitiv und sollte wohl eher darauf abzielen, dass man hier bodenständiges Essen und keine abgehobene Haute Cuisine serviert bekommt.

Ach, übrigens! Sollte dieser Blog irgendwann demnächst vorübergehend ein paar Tage nicht erreichbar sein, dann liegt das daran, weil ich ihn auf einen selbstgehosteten Server umziehe. Das werde ich aber nochmal konkret ankündigen. 🙂



Rom 10. La cena d’addio

Mah, che periodo è … tra il lavoro fisso (fino al 31/08/), commesse autonome, la sistemazione della mia pagina web e lo smontaggio della mia vecchia vita mica trovo il giusto tempo per scrivere qui. 

Originariamente volevo ormai pubblicare quest’articolo ma non ci sono riuscita. E poi c’era anche questo viaggio di fine settimana al mare baltico con gli amici … Comunque, mi sbrigo?! 🙂 

Quest’articolo finisce ufficialmente la serie di Roma. Qui trovate tutte le puntate da rileggere:

  1. Che sfiga
  2. Dan Brown, Asterix ed io
  3. I bracci della Chiesa
  4. Il Mare
  5. Palazzaccio
  6. Lo spuntino notturno
  7. I classici
  8. Una giornata al Vaticano
  9. Il Gianicolo

Allora oggi vi presento il decimo e ultimo contributo dalla metropoli italiana.

Per ora … perché sicuramente mi viene ancora qualcosa in testa che volevo raccontare ma che nella foga del momento ho dimenticato.

E‘ stato il mio ultimo giorno a Roma e sono stata un bel po‘ emotiva. Dopo un’altra giornata al mare siamo andati ad un ristorante vicino per fare cena.

Tra supplì, pizza e vino non resistevo le lacrime. Non era particolarmente Roma che mi ha fatto scogliere in lacrime. Soprattutto era il fatto che sapevo che appena atterrassi in Germania avrei d’affrontare un sacco di roba organizzativa. Era perché sapevo che per qualche mese non riuscissi di tornare in Italia. Era perché odio l’addio. Era perché potevo staccare là e perché mi sentivo molto più me stessa. 

Immerso nella mia lagna ci è arrivato il cibo. Abbiamo condiviso gli antipasti e poi mangiavamo entrambi la pizza più grande che abbia mai visto.

Cominciamo da capo:

Gli antipasti

Sul piatto c’erano i fiori di zucca frittati (grassi ma buonissimi) ed i supplì. Secondo il mio ospite li dovevo assaggiare per forza. Altrimenti gli antipasti non sarebbero stati necessari.

I supplì sono delle fritte rotonde o ovali polpette di riso con salsa di pomodori riempiti di Mozzarella. Meno grasse che i fiori di zucca ma altrettanto buone. I supplì sono conosciute anche in altre parti dell’Italia ma fatte un po‘ diversamente e sotto un altro nome. In Sicilia per esempio vengono chiamate Arancini e sono fatte senza la salsa ma con carne macinata. Da vegetariana non potrei mangiarle così e quindi preferisco la versione romana. 

I romani comunque amano la roba fritta, particolarmente come antipasti. Secondo il mio compagno è una cosa tipica romana. Dalle altre parti il cibo fritto viene mangiato per un spuntino o piatto principale ma non come antipasto.

Devo dire che mi sembra giusto così. Tutto il grasso e fritto comunque già sazia. Menomale che abbiamo condiviso un piatto di antipasti, altrimenti la pizza l’avrei dovuto prendere d’asportare.  

La pizza

La pizza romana è fatta con un impasto molto sottile e croccante. Italiani da altre regioni amano di prendere in giro i romani per la loro pizza, invece io devo dire che a me piacciono le pizze così. Poi però non ero un grande fan della pizza napoletana (anche con un impasto sottile ma meno croccante). Che traditrice che sono. 😀 Al nord invece la pizza si mangia ad un impasto mollo e alto che mi ricorda un po‘ della focaccia. 

Ma la cosa eminente (anche letteralmente) mica era l’impasto ma la grandezza della pizza che emergeva 10 centimetri dal piatto!

Mica è male che l’impasto è così sottile poi. Una pizza bolognese di questa misura sicuramente non sarei riuscita a mangiare da sola. Già questa romana mi creava dei problemi. Nonostante una pausa sigaretta.

Secondo il mio compagno in questo ristorante ci si mangia la pizza più grande di Roma. Ovviamente non avevo il tempo per convalidare quest’affermazione. Ma chiunque voglia assaggiare questa pizza gigante, sia consigliato il ristorante tradizionale La Cantinaccia*. Offrono tanti altri piatti ma per la loro pizza gigante sono famosi da una vita.

 

* …ecco la sillaba spregiativa di nuovo della quale ho parlato nell’articolo sul palazzaccio l’altra volta. Anche se in tal caso penso che sia riferito alla cucina terra terra che fanno qui, più che alla qualità.

E per non dimenticare avvisarvi: Può darsi che fra un po‘ questa pagina non è raggiungibile per qualche giorno perché lo trasferisco ad un altro server. Ma vi faccio sapere di nuovo appena so meglio quando.

Rom 6. Der nächtliche Imbiss

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Mein Exfreund nannte es auch “Kellnerfrühstück”. Und ja, es geht um was zu essen. Ich dachte mir, zwischen all dem virtuellen Sightseeing in der römischen Abteilung meines Blogs kann man eine kleine kulinarische Stärkung brauchen. 😉

Wobei … ein kleiner Unterschied zwischen dem nächtlichen Snack und dem Kellnerfrühstück besteht schon. Ersteres ist die letzte Nahrungsaufnahme nach dem Feiern. Letzteres die letzte Nahrungsaufnahme nach dem Arbeiten. Aber darin, dass sie beide vor dem Zubettgehen geschehen vereinigen sie sich dann doch wieder. 

In Rom ist der Klassiker unter den nächtlichen Imbiss…en(?) das Maritozzo. Ein antikes Süßstück, das in leicht abgewandelter Form auch schon den Römern (also denen aus dem gleichnamigen Reich) bekannt gewesen sein soll.

Ursprünglich war es wohl als ein Valentinsgeschenk des Mannes an die Ehegattin in spe.

Das Maritozzo ist ein süßes Gebäck in Brötchenform, das mit geschlagener Sahne gefüllt wird. Also süßer Sahne, nicht der italienischen Sahne. Eine Kalorienbombe deluxe in jedem Fall. 

Wir kamen auf dem Heimweg zufällig an der wohl ältesten Maritozzo-Bar Roms vorbei, dem Maritozzaro. Der Laden war selbst zu nächtlicher Stunde noch proppenvoll, was zum einen für die Beliebtheit und Qualität der Maritozzi, andererseits aber auch für die Tradition der Bar und vor allem für die Normalität des nächtlichen süßen Imbiss spricht. 

Und was soll ich sagen? Ich hatte jedenfalls keinen Kater am nächsten Tag. (Den hab ich üblicherweise aber nach zwei Bier eigentlich auch sowieso nicht.) 

Geschmacklich ist das Maritozzo vor allem eins: Süüüüß! Und ansonsten wohl vor allem Kalorien-, also Energielieferant. Das mag auch die ursprüngliche Idee dahinter gewesen sein, denn noch bevor das Maritozzo das essbare Hochzeitsversprechen war, so sagt die Legende, war es ein energiereiches Nahrungsmittel, das die Frauen ihren Männern zubereitet und mitgegeben haben, die als Tagelöhner oft den ganzen Tag unterwegs waren.

Im Mittelalter dann war das Maritozzo in leicht abgewandelter Form (Rosinen, kandierte Früchte und Pinienkerne im Teig*) eine Möglichkeit, das Fasten zu brechen ohne das Fasten zu brechen. So in etwa, wie bei uns das Bier. (Neben seiner Funktion als Wasserersatz und Arme-Leute-Essen, aber darum soll’s an der Stelle nicht gehen.)

Mein Fazit? 

Was das Maritozzo spektakulär macht, ist eher die Geschichte dahinter, als sein Geschmack. Ist eben ein süßes Brötchen mit noch süßerer Sahnefüllung. Zum mal-probiert-haben sicher eine Geschmackserfahrung. Aber im Vergleich zu anderen italienischen Süßigkeiten eher so Mittelmaß auf der Spektakularitätsskala.

Solltet Ihr aber mal in Rom sein, probiert’s ruhig mal. Oder wenn Ihr’s schon probiert habt, sagt mir gern, was Ihr davon haltet. Vielleicht täusch ich mich auch. Wobei … Geschmäcker und so. 🙂

 

20160729_233703.jpg*Kurioserweise wirft mir mein Wörterbuch für “Maritozzo” tatsächlich auch “süßes Rosinenbrot” bzw. “süßes Hefegebäck mit Rosinen und Pinienkernen” aus – wäre mal interessant zu wissen, woher die ihre Infos beziehen. Zeitreisen? Wörterbücher aus dem Mittelalter? Hm …


Lo spuntino notturno

Il mio ex lo chiamava anche “colazione dei camerieri”. E sì, si tratta di qualcosa da mangiare. Pensavo che immerso nel giro turistico virtuale al settore romano del mio blog, un invigorimento culinario servisse. 😉

Anche se una piccola differenza c’è tra lo spuntino notturno e la colazione dei camerieri. Il primo è l’ultimo alimento dopo la festa. Invece il secondo è l’ultimo alimento dopo lavoro. Ma il fatto che tutt’e due vengono mangiati prima di andare a letto gli unisce.

Il classico spuntino notturno romano è il maritozzo. Un dolce antico che conobbero già i Romani (quelli del Impero) in un modo simile.

All’epoca apparentemente fu un presente di San Valentino dal marito alla permessa sposa.

Il maritozzo è un dolce pasticcino a forma di un panino riempito di panna montata. Cioè panna dolce non panna panna. Una bomba assai in ogni caso.

Nel rincasare comunque passavamo il bar più vecchia dei maritozzi a Roma, Il Maritozzaro. Il posto stesso era pienissimo anche ad un’ora notturna. Questo parla dalla popolarità e dalla qualità dei maritozzi ma anche dalla tradizione del bar e soprattutto da quanto è normale lo spuntino notturno.

E che dire? Io comunque non sentivo nessun postumo di una sbornia. (Poi però solitamente non ce l’ho dopo due birre.)

Il sapore del maritozzo e soprattutto dolce. Inoltre è una fonte d’energia e delle calorie. E ha anche senso considerando l’idea originale. Perché prima che fu un permesso matrimoniale, il maritozzo fu stato un alimento ricco d’energia che, secondo la leggenda, le donne prepararono e mandarono agli uomini che lavorando come braccianti stettero in viaggio tutta la giornata.

Nel medioevo poi a forma leggermente diversa (cioè impastato con uvetta, pinoli e canditi*) fu un modo per rompere il digiuno senza romere il digiuno. Tipo così come hanno fatto i tedeschi con la birra. (Che a parte questo sostituì l’acqua e servì come alimento dei poveri, però quest’è un altro discorso.)

La mia conclusione?

Ciò che rende spettacolare il maritozzo è più la sua storia che il suo sapore. Tanto è un panino dolce riempito di panna. E‘ buono averlo assaggiato una volta ma in paragone ad altri dolci italiani arriva più alla media della scala di spettacolarità.

Ma semmai faceste un giro a roma assaggiatelo pure. O se l’avete ormai assaggiato magari mi dite che ne pensate. Forse mi sbaglio. Però … i gusti ecc. 🙂

 

20160729_233703.jpg*Stranamente il mio dizionario mi manda davvero anche “pane dolce all’uvetta” o “dolce pasticcino lievitato con uvetta e pinoli” quando cerco “maritozzo” – sarebbe interessante sapere di dove hanno le loro informazioni. Viaggi nel tempo? Dizionari dal medioevo? Mah …

Fundstück des Monats: Juli

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Eigentlich sind es sogar zwei Fundstücke dieses Mal. Beide habe ich zufällig diesen Monat nach meiner Rückkehr aus Italien entdeckt.

In all das organisatorische Hin und Her, den Stress, die Zweifel und Ängste, die mit der Auswanderung einhergehen – die zudem auch nicht mehr so weit weg ist -, platzen diese beiden Dokus.

Beide auf ihre Art erinnern mich daran, was es ist, das mich zu diesem Abenteuer antreibt. Außerdem beleuchten beide perfekt die zwei Gesichter Italiens. Beide greifen einen Aspekt italienischer Realität auf ohne etwas zu verkünsteln oder zu beschönigen.

Die 3-Sat-Dokumentation dreht sich um die toskanische Küche. Und ich hab, seit ich sie gesehen hab, sowas von Lust, irgendwann mal den florentinischen Markt zu durchstreifen! Kommt jemand mit? 😀

Ganz im Sinne des porträtierten Gianmarco: “Essen ist Entspannung.”

Die zweite Doku beschreibt eine Situation im Süden des Landes, die für viele kleine Städte und Regionen trauriger Alltag ist. Auch auf dem Festland. Aber ich mag den Kampfgeist von Giuseppe. Denn auch das ist Teil der italienischen Persönlichkeit.

Und wie einige im Film leider auch feststellen mussten: Auch im Norden ist nicht alles Gold was glänzt.


Scoperta del mese: Luglio

Purtroppo le mie scoperte del mese sono disponibili solo in tedesco, però per chi vuole imparare un po‘ il tedesco, servono. Ho deciso di presentarvele lo stesso perché ho scoperto questi video poco dopo il mio ritorno dall’Italia.

E li ho scoperti giusto in tempo. In questo periodo di stress con tutto ciò che c’è da organizzare e pensare per il trasloco che comunque non è più lontano. In questo periodo di dubbi e ansie questi documentari mi sembrano il segnale di cui avevo bisogno. Così mi ricordo del mio motivo perché sto affrontando questa avventura.

Ognuno dei video descrive un’altra parte dell’Italia. Mostra un lato diverso. Ritrae un altro pezzo della realtà italiana senza costruire o abbellire qualcosa.

Il primo documentario si svolge sulla cucina toscana e da quando l’ho guardata mi viene la voglia di andare a questo mercato a Firenze un giorno! Chi mi accompagna? 😀

Per dirla con il ritratto Gianmarco: “Il cibo è relax.”

Il secondo video ritrae una situazione che al sud è triste quotidianità. Anche sulla terra ferma. Ma mi piace lo spirito cambattivo di Giuseppe. Perché anche questo fa parte della personalità italiana.

E sfortunatamente alcuni nello video dovevano scoprire da soli che pure al nord non è tutto oro quel che luce.

Terra Madre in Alberobello

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Das Terra Madre in Alberobello

Apulien-Nachtrag: Ein Restauranttipp pünktlich zur Urlaubssaison! Für Freunde lokaler, leichter Bio-Küche! Ich bin absoluter Fan! ♥

Terra_Madre_Alberobello_1Aber … Lest selbst:

Wenn man immer nur für ein paar Tage irgendwo in Italien unterwegs ist, lohnt es sich oft nicht, einzukaufen und selbst zu kochen. Deshalb ernähre ich mich weitestgehend unterwegs. Sprich, in Restaurants oder Bistros. Dass ich mich dabei auch ganz vorzüglich zum Affen machen kann, habe ich nach meiner Rückkehr aus Ravenna ja bereits geschildert.

Dass ich aber auch ganz brav sein kann und am Ende nicht wieder peinlich berührt das Lokal verlassen muss, habe ich – glaube ich – bei meinem Besuch im Terra Madre in Alberobello bewiesen. Ob’s an mir oder der apulischen Sonne, an Alberobello oder am Terra Madre und seinem extrem lockeren und zuvorkommenden Personal lag, weiß ich nicht.

Eins ist aber sicher. Wenn nicht wegen der Trulli, wegen dem Terra Madre, würd ich glatt noch 10 Mal wieder nach Alberobello fahren.

Die original apulische Küche ist eine eher spartanische, ärmliche Küche. Dass man aber auch aus wenigen Mitteln Großartiges zaubern kann und dass Apulien sich längst nicht mehr für seine Küche schämen muss, hat die Trattoria Terra Madre in Alberobello für mich mehr als bewiesen!

Das Terra Madre liegt direkt neben dem Trullo Sovrano und bietet lokale, regionale Produkte, aus denen vorrangig vegetarische, aber sehr phantasievolle und vor allem unglaublich leckere Speisen zubereitetet werden.

Für 20 Euro habe ich dort soviel zu essen bekommen, dass ich nach der Hälfte eine kleine Zigaretten-Verdauungspause machen musste und ich hab’s trotzdem nicht geschafft, alles aufzuessen! 😀 Ich war gegen 13/14 Uhr dort und war bis abends satt!

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Eigentlich wollte ich ein Artischockengericht bestellen, aber ließ mich dann dazu überreden, mir etwas Individuelles zusammenstellen zu lassen, wodurch ich die Möglichkeit hatte, alles mal zu probieren. Die gedünsteten Kichererbsen bei der Vorspeise haben’s mir übrigens sehr angetan! Die Lampascioni nicht allzu sehr, aber das ist einfach mein persönlicher Geschmack und hat weder dem “Erlebnis Terra Madre” noch dem Gesamteindruck von Essen, Herzlichkeit und Qualität der Produkte einen Abbruch getan. Mir sind die Dinger einfach zu erdig-bitter. 😀 Dafür kann aber weder die Wildzwiebel was, noch das Terra Madre. Im Gegenteil!

Das Team vom Terra Madre baut das meiste Gemüse im Garten hinter dem Restaurant bzw. auf den familieneigenen 30 (wenn ich mich richtig erinnere) Hektar Land an. Alles, was sie nicht selbst anbauen oder zubereiten können, liefern lokale und regionale Bauern, Bäcker und Winzer.

Das Personal ist gut gelaunt, lacht viel und erklärt alles rund um die Gerichte, Gänge, die Philosophie, die hinter dem Terra Madre steht, und die Produkte. Wer kein Italienisch kann oder nicht alles versteht, kriegt das ganze Programm auch auf Englisch!

Ich kann Euch einen Besuch im Terra Madre wirklich nur ans Herz legen. Hier stimmt einfach alles.

P.S. Oh Gott, war das Brot so gut! 😀

P.P.S. Unvergleichliches Preis-Leistungs-Verhältnis!

P.P.P.S. Absolute Wohlfühlatmosphäre!

 

Kulturfestival Italia 2016 Heidelberg

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Kulturfestival Italia 2016 in Heidelberg

Am 02. Juni, am Tag der Republik in Italien, wurde in Heidelberg das Kulturfestival Italia 2016 eröffnet. Ich gestehe, dass ich davon eher zufällig erfahren habe, als ich am Bahnhof auf ein entsprechendes Plakat aufmerksam geworden bin. (Die „italienischen Wochen“, die der Volare e.V. in den vergangenen 5 Jahren in Heidelberg veranstaltet hat, sind bisher an mir vorbeigegangen. Asche auf mein Haupt.)

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Eröffnet wurde die diesjährige Festivalwoche von einer Lesung. Außerdem gab und gibt es noch bis Dienstag, den 07. Juni Konzerte, Ausstellungen und Seminare – alles auf italienisch versteht sich.

Seit Freitag gibt es bis einschließlich Montag außerdem einen kleinen Markt, auf dem man typisch italienische Produkte kaufen kann, an die man sonst nicht mal so eben dran kommt – zumindest kenne ich hier bisher noch keinen Supermarkt, in dem ich Caciocavallo kaufen kann …

Also hab ich meine Chance und die Regenpause genutzt und bin Freitag nachmittag dort vorbeigegangen. Man konnte sich einmal quer durch Italien shoppen, sozusagen. Toskanisches Brot und Wein, apulische Antipasti und Spezialitäten aus Sardinien und der Emilia-Romagna.

Klein, aber fein ist das Märktchen. Und wahnsinnig lecker, die Produkte. Ich als Vegetarierin hab mich zwar auf die Käseangebote beschränkt, weil Salami und Schinken auf meinem Speiseplan aus gegebenen Gründen eher weniger auftauchen, aber dafür hab ich eine superleckere Büffelkäseentdeckung gemacht. Leider habe ich den Namen des Käses schon wieder vergessen. Aber falls es morgen nicht regnet, werd ich dort nochmal vorbei gehen und nachfragen. Denn die Gelegenheit kann ich nicht ungenutzt verstreichen lassen. Wer weiß wann ich den nochmal wieder finde. (Erst recht, wenn ich nicht weiß, wie er heißt.)

Auch wenn das Wetter wirklich mal ein bisschen besser hätte mitspielen können, ist das Kulturfestiv…ällchen jedenfalls eine tolle Überbrückung, wo ich ja noch bis Ende des Monats warten muss, bis ich wieder italienischen Boden betreten kann. 😉

 

Mastro Ciccio und die Panzerotti

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Mastro Ciccio und die Panzerotti

Weil man sich von Aperitif und Co. allein nicht ernähren kann (zumindest nicht lange), muss auch ich früher oder später für Essbares sorgen. Und weil Apulien, wie eben jede Region in Italien, ganz eigene kulinarische Spezialitäten zu bieten hat, ist das typische Gericht schon nahezu obligatorischer Weise zu konsumieren.

Die Apulier haben sich lange für ihre ärmliche Küche geschämt, hat mir die Museumsinhaberin im Trullo Sovrano verraten. Konnte ich weder bei meiner Einkehr im Terra Madre dort in Alberobello noch bei meinem Besuch im Mastro Ciccio in Baris Corso Vittorio Emanuele II so bestätigen. Eher scheinen mir die Apulier zu verstehen, wie man mit wenigen Mitteln Großartiges zaubern kann.

Und weil mir von mehreren Seiten die Panzerotti als typisch baresische Spezialität ans Herz gelegt wurden, habe ich es mir nicht nehmen lassen, sie zu probieren. Dass ich dafür ausgerechnet bei “Chef Ciccio” gelandet bin, war eine Art glücklicher Zufall.

Hier ist der Name Programm: Nicht nur die Auswahl an Pizzen, Salaten und Panini ist überaus üppig, auch der Inhaber und Koch, nachdem das Lokal benannt ist, macht dem Namen alle Ehre… 😀

Ich war an meinem letzten Tag, Sonntag, dort – der Laden platzte fast aus allen Nähten. Der Vorteil: Ich konnte in Ruhe auswählen und man kann hier, sollte man keinen Platz mehr finden, sein Essen auch zum Mitnehmen bekommen.

DSC_0097DSC_0096Also entschied ich mich für ein Panzerotto al forno – die Calzone ähnliche Teigtasche, die traditionell mit Tomaten und Mozzarella gefüllt ist, kann man entweder kalt essen oder sich im Ofen überbacken lassen – und hausgemachte (!) Pommes.

Fazit: Lecker, satt und super Personal. Man merkt, dass im Mastro Ciccio auf die Zutaten geachtet wird. Wen es also mal nach Bari verschlägt, der soll bitte, bitte, bitte auch hier vorbei gehen!

Ich werd’s in jedem Fall bei meinem nächsten Besuch gerne wieder tun!

P.S. Mastro Ciccio hat in Bari drei Filialen – da ich aber eh meine auserkorene Lieblingsbar angesteuert hatte, war es am naheliegendsten, das Restaurant im Corso Vittorio Emanuele II, 15 zu  besuchen.