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Tagesausflugstipp Bergamo

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Als ich im Oktober von Cagliari zurück nach Deutschland geflogen bin, habe ich einen Zwischenstop in Mailand eingelegt. Na gut. Eigentlich am Flughafen Mailand-Bergamo. Warum der so heißt, statt einfach Bergamo? Man weiß es nicht. Vermutlich, weil Mailand bekannter und ein größerer Anhaltspunkt für Touristen und Reisende ist, als Bergamo.

Mit einem Flughafen für eine kleine Stadt in den Bergen im Umland von Mailand gewinnt man ja nun auch nicht wirklich einen Blumentopf. Da klingt Mailand gleich viel internationaler. Wenngleich es dort auch noch mindestens zwei andre gibt. Und na ja, ok. Eine dreiviertel Stunde bis Stunde Anreise mit Auto oder Bus legitimieren den Namen dann ja doch irgendwie.

Nach Bergamo sind’s nur etwa 20 Minuten mit dem Bus.

Für die Zeit, die ich also am Flughafen noch zu überbrücken hatte, empfand ich es als geringeres Risiko den Flug zu verpassen, wenn ich einen Abstecher nach Bergamo mache, eher als nach Mailand zu fahren.

Bergamos Alt- bzw. Oberstadt* – der Aufstieg

Der Bus vom Flughafen brachte mich bis an den (Bus-) Bahnhof von Bergamo. Von dort aus fahren weitere Busse hoch in die Altstadt, die auf dem Berg über der Stadt thront. Alternativ kann man auch mit der historischen Bergbahn hochfahren, die von drei unterschiedlichen Haltestellen aus fährt und euch in wenigen Minuten auf den Berg hochbringt.

Beides hat seinen Reiz. Vom Bus aus (das weiß ich, weil ich damit zurück nach unten gefahren bin) kann man ein tolles Panorama genießen. Von der Bergbahn aus sieht man vor allem viel Grün und historisches Gemäuer. Man könnte sagen, mit dem Bus fährt man um die Stadt herum. Mit der Bergbahn fährt man durch die Stadt hindurch. Irgendwie. Macht das Sinn? 😉

Und wer gut zu Fuß ist, mehr Zeit hat, als ich oder für wen das das Normalste der Welt ist, kann sogar den Berg hinauf wandern.

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*ital. Città Alta – so nennen die Bewohner das historische Stadtzentrum.

Urlaub in Bergamo?

Meinem Eindruck nach, ist Bergamo ein Örtchen für einen Kurzurlaub, eher, als für ein Ziel über mehrere Wochen. Vielleicht für ein verlängertes Wochenende oder einen Tagesausflug, wenn man in der Nähe ist. (Von Mailand aus dauert eine Zugfahrt bis Bergamo unter einer Stunde.)

Besonders im Frühjahr, wenn Kirschen und überhaupt alle Bäume und Büsche blühen, bekommt die Altstadt eine tolle Atmosphäre, wie sie so wunderbar eingenistet in den Bergen und Hängen daliegt, die sie umgeben.

Touristische Highlights in der Stadt? Kirchen. In allen Größen, Formen und Varianten. Meine Zeit (und Akku von der Kamera) reichten nur für den Besuch des Domes. Ein von Fresken, Deckenbildern und sonstigen Verzierungen (und Gold) nur so strotzendes Gotteshaus. Interessant und bestaunenswert allemal. Trotzdem tun sich bei mir in Anbetracht solchen Prunks immer irgendwie der katholischen Kirche wahrscheinlich nicht allzu schmeichelnde Fragen auf. Aber gut.

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Ich hab insgesamt sicher schon wesentlich hässlichere Städte und Ortschaften gesehen, als Bergamo. Ob ich mich aber nicht nach 3 Tagen dort anfangen würde zu langweilen, bezweifle ich. Von daher war es für mich perfekt, dort einfach ein paar Stunden die Wartezeit auf den Weiterflug zu überbrücken.

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Die Gegend um Bergamo ist das Wochenenddomizil vieler Deutscher und Schweizer. Wer sich also im Urlaub besonders heimisch fühlen will und lieber Berge (weil es davon in Süddeutschland und der Schweiz bekanntlich so wenige gibt) statt Meer will, der sollte Bergamo mal in Betracht ziehen.