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Molise

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Es war mehr oder weniger Zufall, dass ich ein paar Tage vor dem 12. August auf die kleinen Plakate aufmerksam wurde, die überall in Termoli verteilt waren: Weinprobe im Kastell! Unter dem Motto “Castello DiVino”. (Ich bin ja großer Fan von Wortspielen, wahrscheinlich stach mir das Plakat auch deshalb ins Auge… 🙂 ) An vier Stationen gab es verschiedene Weine zu probieren. Die weißen am Anfang, dann gings weiter zum Rosé, dann gab’s zwei Tische an denen Rotweine serviert wurden – angefangen mit den leichten, fruchtigen bis zu den schweren. Pro Person kostete der Spaß gerade mal 7 Euro für die man das Glas geschenkt bekam und 7 Weine probieren durfte. Nach jedem probierten Wein wurde auf einem kleinen Kärtchen ein Kreuzchen gemacht. Wenn die 7 voll waren war man es entweder selbst auch oder man musste sich eben nochmal eine Karte kaufen. 😀 Wir haben’s bei einer Runde belassen.…

Vorab ein paar Zeilen zum “Projekt Nichtrauchen”. Es sind erste Fortschritte erkennbar. Glaube ich. 😀 Nachdem ich am Freitag erst einmal die E-Zigarette auf Arbeit vergessen hatte und so nervös wurde bei der Vorstellung eines “rauch”freien Wochenendes, dass ich abends zurück gefahren bin, um sie noch zu holen. Bin ich nun immerhin soweit, dass ich zwar immer noch hibbelig werde, wenn ich sie, wie gestern, wieder auf Arbeit vergesse. Aber ich hab’s immerhin ausgehalten bis heute Morgen zu warten – das sind 15,5 Stunden ohne Zigarette (also: ohne Möglichkeit zu rauchen) und 17 Stunden ohne Nikotin. Ich habe zwar mit dem Gedanken gespielt, zur Tankstelle ums Eck zu laufen und ersatzweise Tabakwaren zu kaufen. Nachdem ich allerdings letzte Woche das erste Mal an dem Punkt war, dass ich kalten Zigarettenrauch gar nicht so gern riechen mag und mir das endgültige Ziel, mit dem Rauchen aufzuhören, vor Augen hielt, habe ich…

So, meine Lieben. In 24 Stunden sitze dann auch schon “wieder” am Flughafen (bzw. bin auf dem Weg dahin) und reise der Sonne entgegen. Bei dieser Sommertristesse, die hier in den letzten Tagen herrscht, scheint mir das auch ausnehmend gut getimed. 😉 Mich erwarten 2 Wochen sole, mare und amore! (Sowie die beste Küche der Welt, juhu!) Und ich kann’s kaum erwarten, wenngleich ich noch nicht sicher bin, dass es nicht doch noch in eine Odyssee ausarten wird, denn dieses Mal lande ich so spät, dass nur noch zwei Züge weiterfahren am Abend. Ich werde also um (planmäßig) 20 Uhr landen. Dann weiß ich (a) noch nicht, ob die Ticketverkaufsstelle für den Shuttle noch offen hat und muss, wenn nicht, erst einmal herausfinden, von welcher der beiden Haltestellen das nächste fährt. Dann (b) muss ich rechtzeitig am Bahnhof ankommen – die Freccia Rossa werde ich wahrscheinlich verpassen, den Regionalzug könnte…

In Bezug auf meinen letzten Post zu der lebendigen Fischerei in Termoli, bzw. zu der verspeisten Frittura, ist mir noch ein kleiner Schwank eingefallen, den es zu erzählen lohnt. Bei meinem mittlerweile vorletzten Besuch in Süditalien, aßen wir das erste Mal die Frittura aus dem gleichen kleinen Laden, den wir auch letztes Mal frequentiert haben. Damals kam es zu einem kleinen Missverständnis. Der Laden ist nicht besonders groß, es stehen sechs oder acht kleine Tische darin, am Ende des Raumes die Ladentheke, in der die Fischgerichte ausgelegt sind. Zumindest die, die man kalt essen kann. Die Frittura wird dahinter in der Küche natürlich frisch zubereitet. In der Theke liegen Polposalat, marinierte Sardellen, gefüllte Tintenfische und Fischpolpette aus. Jedenfalls war der Laden sonntags abends gut gefüllt, circa eine halbe Stunde vor Ladenschluss. Es war die erste Zeit in Richtung Sommer, warm und die Leute sind viel und lange auf der Straße…

Ich bin ja nun schon wieder einige Tage am Countdown zählen, bis ich endlich das nächste Mal in den Flieger steigen werde, um meinen Lieblingsmenschen in meiner aktuellen Lieblingsstadt besuchen zu können. Mein nächster Besuch wird auch auf San Basso fallen, ein Fest zu Ehren des Schutzpatrons von Termoli. Darüber freue ich mich schon, schreiben zu können…. 😉 Da wird ein Feuerwerk am Hafen geben, die Nacht wird bei Lagerfeuer und Vino am Strand verbracht. An besagtem Hafen waren wir bei meinem letzten Besuch in Termoli auch unterwegs. Nachts. Und sind mehr oder minder zufällig genau dann am Fischereihafen vorbei gekommen, als einige Fischer gerade zurückkamen, um ihren Fang direkt vom Boot in die Lastwägen und Transporter der Kunden zu laden, die den frischen Fisch am nächsten Tag in ihren Osterias, Trattorias und Restaurants anbieten würden. Manche Fischer haben auch ihre eigenen Lokale, wie die Familie, bei denen wir schon…

Das blöde an Fernbeziehungen – zumal an einer, die über die Landesgrenzen hinaus geht – ist, dass man sich irgendwann in der eigenen Wohnung nicht mehr so richtig zu Hause fühlt. Irgendetwas fehlt einfach. Irgendwer fehlt einfach. Irgendwie treibt einen der Gedanke nach dem Wiedersehen ständig um: Wann? (Nie schnell genug.) Wie lange? (Immer zu kurz.) Wieso? (Ist ist die gemeinsame Zeit immer so schnell vorbei…) Das Leben zu Hause gerät ein wenig in den Hintergrund, weil selbst die gemütlichste, eigenhändig eingerichtete Wohnung leblos erscheint, wenn man ständig von sehnsüchtigen Gedanken und Wünschen umgeben ist. Natürlich hält man sein Leben aufrecht: Arbeiten, Freunde, Einkaufen. Das alles findet natürlich weiterhin statt, aber am Ende des Tages kommt alles auf diesen einen zentralen Punkt zurück: Wie lange soll oder kann das noch so weitergehen? Ich stelle mir diese Frage in letzter Zeit häufiger. Nach einem Jahr. Ein weiteres haben wir uns gegeben,…