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Fundstück des Monats Dezember

Auf ein frohes Neues mit viel Tanz und Lust am Leben

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Mein Fundstück im Dezember … kurz und knackig. Ich wünsche euch allen ein schönes, erfolgreiches und glückliches, neues Jahr – auf dass ihr alle mehr Zeit zum Tanzen finden mögt, wie er hier:

Gianluca Vacchi aus Sizilien, der es im Sommer geschafft hat, mit seinen Tanzvideos ein kleines, italienisches Internetphänomen zu werden.
Klar, er kann es sich leisten, nachdem er als Erbe eines Millionenunternehmens die Geschäftsleitung an seinen Cousin abgegeben hat und so den ganzen Tag Zeit hat, Tanzchoreos einzuüben.

Was sonst noch so war:

Zum Abschluss des Jahres, verlinke ich hier nochmal den beliebtesten Artikel des Jahres 2016.

Am besten haben euch meine Geschichten aus Neapel gefallen, vor allem die über die vierte und vorerst letzte Begegnung der neapolitanischen Art. Viel Spaß beim nochmal Reinlesen!

Und nun: Einen guten Rutsch euch allen und danke, dass ihr mir 2016 die Treue gehalten habt. ♥

Ich geb mir Mühe, euch auch 2017 weiterhin mit witzigen, lustigen und spannenden Beiträgen und Geschichten zu versorgen!

Fundstück des Monats: Juli

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Eigentlich sind es sogar zwei Fundstücke dieses Mal. Beide habe ich zufällig diesen Monat nach meiner Rückkehr aus Italien entdeckt.

In all das organisatorische Hin und Her, den Stress, die Zweifel und Ängste, die mit der Auswanderung einhergehen – die zudem auch nicht mehr so weit weg ist -, platzen diese beiden Dokus.

Beide auf ihre Art erinnern mich daran, was es ist, das mich zu diesem Abenteuer antreibt. Außerdem beleuchten beide perfekt die zwei Gesichter Italiens. Beide greifen einen Aspekt italienischer Realität auf ohne etwas zu verkünsteln oder zu beschönigen.

Die 3-Sat-Dokumentation dreht sich um die toskanische Küche. Und ich hab, seit ich sie gesehen hab, sowas von Lust, irgendwann mal den florentinischen Markt zu durchstreifen! Kommt jemand mit? 😀

Ganz im Sinne des porträtierten Gianmarco: “Essen ist Entspannung.”

Die zweite Doku beschreibt eine Situation im Süden des Landes, die für viele kleine Städte und Regionen trauriger Alltag ist. Auch auf dem Festland. Aber ich mag den Kampfgeist von Giuseppe. Denn auch das ist Teil der italienischen Persönlichkeit.

Und wie einige im Film leider auch feststellen mussten: Auch im Norden ist nicht alles Gold was glänzt.


Scoperta del mese: Luglio

Purtroppo le mie scoperte del mese sono disponibili solo in tedesco, però per chi vuole imparare un po‘ il tedesco, servono. Ho deciso di presentarvele lo stesso perché ho scoperto questi video poco dopo il mio ritorno dall’Italia.

E li ho scoperti giusto in tempo. In questo periodo di stress con tutto ciò che c’è da organizzare e pensare per il trasloco che comunque non è più lontano. In questo periodo di dubbi e ansie questi documentari mi sembrano il segnale di cui avevo bisogno. Così mi ricordo del mio motivo perché sto affrontando questa avventura.

Ognuno dei video descrive un’altra parte dell’Italia. Mostra un lato diverso. Ritrae un altro pezzo della realtà italiana senza costruire o abbellire qualcosa.

Il primo documentario si svolge sulla cucina toscana e da quando l’ho guardata mi viene la voglia di andare a questo mercato a Firenze un giorno! Chi mi accompagna? 😀

Per dirla con il ritratto Gianmarco: “Il cibo è relax.”

Il secondo video ritrae una situazione che al sud è triste quotidianità. Anche sulla terra ferma. Ma mi piace lo spirito cambattivo di Giuseppe. Perché anche questo fa parte della personalità italiana.

E sfortunatamente alcuni nello video dovevano scoprire da soli che pure al nord non è tutto oro quel che luce.

Limoncello selber machen

Als mein Freund zuletzt einmal länger hier war, haben wir spontan beschlossen, als Geburtstagsgeschenke für meine Schwester und den Freund meiner Mutter, hausgemachten Limoncello herzustellen. In Italien lässt sich der dazu benötigte hochprozentige Alkohol ganz einfach im Laden kaufen. Bei uns gestaltet sich die Sache etwas komplizierter:

Apotheke: Geht, darf dort aber nur in geringen Mengen abgegeben werden und kostet daran gemessen schlichtweg unverschämt viel.

Import: Wäre möglich gewesen, aber das geht wiederum nicht, wenn man nur mit Handgepäck reist und hätte geplant sein müssen. So spontan war damit also auch nichts.

Was bleibt?

Internet! Ich habe also eine Flasche (1 Liter) reinen Alkohols – also, 100%-igen gibt es ja nun nicht, aber den reinsten, den man eben so kriegen kann – im Netz bestellt. Innerhalb weniger Tage war der 96%-ige Weingeist dann da und wir konnten uns ans Werk machen.

Da von dieser Aktion im April noch etwa 300 ml Alkohol übrig waren, nachdem einschließlich uns alle beschenkten Familienmitglieder ausreichend versorgt waren, habe ich letzte Woche spontan beschlossen, mein erlerntes Schnaps-selbst-machen-Wissen mit Euch zu teilen.

Limoncello

Das Rezept

Für knapp einen Liter Limoncello braucht ihr:

  • 500 ml Alkohol (reinen, farb- und geschmacklosen – wenn ihr einen Link braucht, wo ihr den recht günstig bestellen könnt, fragt in der Kommentarfunktion ruhig nach, ich stell Euch dann den Link zur Verfügung, wo ich meinen gekauft hab 🙂 )
  • 7 Zitronen (am besten Ungespritzte bzw. Unbehandelte)
  • ca. 350 gr. Zucker
  • 800 ml Wasser
Limoncello selbstgemacht Schritt 1
Limoncello selbstgemacht Schritt 1

Zunächst müsst Ihr die Zitronen waschen und schälen. Vorsicht. Die Schale sollte so dünn wie möglich sein, das Weiße unter der gelben Schicht ist bitter, deshalb davon so wenig wie möglich mit abschälen.

Limoncello selbstgemacht Schritt 2
Limoncello selbstgemacht Schritt 2

Die dünne Schale der 7 Zitronen packt ihr danach in ein luftdicht verschließbares Gefäß. Ich habe ein Einweckglas genommen, aber sicher geht das auch mit jedem anderen Gefäß, dass sich dicht verschließen lässt. Danach fügt den Alkohol dazu, schließt das Glas bzw. Gefäß und stellt es für eine Woche an einen Ort, möglichst ohne direktes Sonnenlicht. Ich stelle meines in einen Küchenschrank. Da geh ich auf Nummer sicher. 😀

Limoncello selbstgemacht Schritt 3
Limoncello selbstgemacht Schritt 3

Nach einer Woche hat das Gemisch eine schöne, giftgelbe Farbe angenommen:

Limoncello selbstgemacht Schritt 4
Limoncello selbstgemacht Schritt 4

Ja, ihr habt richtig gelesen. Ihr habt nach dem Schälen und Einlegen erst einmal eine Woche Pause. 🙂

Was ihr übrigens mit den Zitronen machen sollt, deren Fruchtfleisch ja nach wie vor verwertbar ist?! Nun, werdet kreativ 😉 Ich habe meine verbacken. Habe das Fruchtfleisch in kleinen Stücken herausgelöst, von der Haut befreit und in einen süßen Teig aus Wasser, (viel) Zucker (um die Säure zu kompensieren 😀 ), Ei und Mehl gemischt; in die Springform und ab in den Ofen. Genaue Mengen und Gradangaben kann ich Euch hierfür leider nicht geben, da ich selbst komplett improvisiert habe und die Konsistenz des …..“Kuchens“…… regelmäßig mit einem Holzstocher überprüft habe. Aber lecker war’s. 😀 Habe es über mehrere Tage mit Eiscreme als Dessert verspeist. 😀

So. Wenn die Woche also um ist, nehmt ihr euer Zitronen-Alkohol-Gemisch aus dem Schrank und gießt es über ein Sieb ab. Die Flüssigkeit auffangen natürlich, mit den Schalen könnt ihr höchstens noch dekorativ arbeiten. 😉 Diese also ab in die Abfalltonne, den extrem alkoholischen, extrem zitronigen Schnapsansatz erst einmal beiseite stellen. Dann gebt Wasser in einen Topf und lasst es aufkochen. Wenn sich erste Bläschen bilden, gebt den Zucker hinzu. (War etwas schwierig zu fotografieren, während dem Aufkochen und Reinschütten, deshalb fehlen ein, zwei Arbeitsschritte in Bildform. Ich hab eben doch auch nur zwei Hände und immerhin sprechen wir hier von kochend heißer Flüssigkeit. 😉 )

Limoncello selbstgemacht Schritt 5
Limoncello selbstgemacht Schritt 5

Sobald aller Zucker im kochenden Wasser ist, geht’s ans Rühren. So lange, bis der Zucker komplett aufgelöst ist. Dann lasst das Zuckerwasser auf mittlerer Flamme weiterköcheln. Hin und wieder schadet das Umrühren dazwischen auch nicht, immerhin soll das Zuckerwasser 10 Minuten lang weiterköcheln.

Nach den 10 Minuten nehmt das Wasser von der Flamme und lasst es komplett abkühlen.

Wenn es abgekühlt ist (und ja, auch hierzu fehlen Bilder – Flüssigkeiten, notorische Schusseligkeit und Mobiltelefone verstehen sich unter Umständen nicht so gut… 😀 ), gebt das Alkohol-Zitronen-Gemisch zum Zuckerwasser und rührt alles gut um, damit es sich gut vermscht. Danach das Ganze in Flaschen füllen, kühl lagern und dann genießen!

Limoncello selbstgemacht Schritt 6
Limoncello selbstgemacht Schritt 6

Meiner steht schon brav im Kühlschrank und später werd‘ ich mir sicher ein Schlückchen meines ersten (man stelle sich hier eine stolzgeschwellte Brust vor) selbstgemachten Limoncello genehmigen. In diesem Sinne also: Cin cin….! 🙂

P.S. Wer mit dem Gedanken spielt, den Zitronenschnaps zu verschenken – ich kann’s empfehlen, kam sehr gut an. Sollten wir uns demnächst an die sahnige Version heranwagen, lasse ich Euch auch gerne wissen, wie man den „braut“. 🙂 Da trau ich mich aber alleine (noch) nicht ‚ran. Ebenso wenig wie an den selbstgemachten Schokoladenlikör, den mein Freund ebenfalls schon (sowohl mit weißer, als auch mit dunkler Schokolade) gemacht hat. Aber wenn er das nächste Mal hier ist, wird er einfach als „Schnapsbrenner“ abgestellt und ich „nur“ als Dokumentatorin. Dann klappt’s auch mit den bebilderten Arbeitsschritten besser…. 😀 So. Nu‘ aber. Cin cin…! 🙂