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O‘ vascio

 

Ich kenne sie schon aus Termoli, hab sie in Bari und in Polignano gesehen. Aber bis ich nach Neapel kam, hatten sie keinen Namen. 

Es waren einfach ebenerdige Wohnungen. Die Haustüren (oft Doppeltüren aus Glas) führen gemeinhin direkt in die Küche / Wohnzimmer. Die Decken sind niedrig, die – in der Regel auf zwei beschränkten – Räume klein. Ich fand sie schon toll, als ich sie in Termolis Altstadt das erste Mal gesehen hab. Würd‘ ich sofort einziehen. 

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In Neapels Quartieri Spagnoli, wo ich ja nächtigte, gibt es sie in den engen Gassen zuhauf. Und nun weiß ich auch, wie sie heißen: ‘Vascio’. Ausgesprochen: ‘Vasc’. 

Naja, zumindest in Neapel heißen sie so. Also, auf neapolitanisch. Denn vasc ist Dialekt für vascio. Und ‘vascio’ wiederum neapolitanischer Dialekt für ‘basso’, also tief bzw. klein bzw. unten bzw. niedrig. 

Wie aus dem b ein v geworden ist, konnte ich in meinen Recherchen zu den Vasc nicht genau rekonstruieren. Ich schätze, hierfür müsste ich eine eher linguistische Herangehensweise wählen. Wie allerdings das doppelte s aus basso zu einem scio werden konnte, kann man sich ableiten, wenn man zugrunde legt, dass das i ohnehin so gut wie verschluckt wird und im Neapolitanischen ein s wie ein latentes sch ausgesprochen wird.

[Außer es folgt ein t auf das s. Sprich: Stanza (Zimmer), wird st ausgesprochen, aber  aus wird ein leichtes scì, also eher wie die Skier im Deutschen, aber mit kurzem i-Laut, der schon fast wieder ein e ist, [ʃɪ]. (Witziger Weise werde ich von einem Freund aus Rom immer veräppelt, wenn ich so ausspreche. In Neapel ist der sch-Laut dagegen ziemlich verbreitet.)]

Überhaupt ist Neapel gleichermaßen Herausforderung wie Paradies für Linguisten: Giornata [/ʤor’nata/] wird mit j + u und hinten unbetont bis verschlucktem e ausgesprochen, also eher [ˈjɛur’natə], und Napoli ist Napule (selber e-Laut). 

Dann wieder dürfte das ohnehin auf so ziemlich jede italienische Region zutreffen. In Rom wird zum Beispiel aus der Buchstabenfolge lgi, wie in meglio, besser, ein j, also ein mejo. In Trieste spricht man sì wie sè aus. Und das ist erst der Anfang!

Aber zurück zu den Vasc. Ihr Name rührt nicht nur von der Konstruktion der Wohnungen her, sondern auch von der Bevölkerungsschicht, die darin wohnte. Die Unterschicht nämlich, italienisch: basso ceto. Laut Wikipedia lebten in Neapel 1881 105.157 Neapolitaner in 22.785 solcher Vasc. Das sind vier- bis fünfköpfige Haushalte. In zwei Zimmern wohlgemerkt. 

Mittlerweile gibt es allein in Neapel ungefähr 40.000 dieser niedrigen, ebenerdigen Wohnungen, durch deren Fenster man den Bewohnern getrost in den Teller spucken könnte, wenn man es denn wollte.

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Wenn sie nicht gerade zu Garagen oder kleinen Ladengeschäften umgebaut worden sind, hüten so manche der oft modernisierten Vasc in Neapels Altstadt auch so manchen kulturellen Schatz. 

Denn einige verfügen über ein Untergeschoss (praktisch als Keller / Vorratsraum oder um sich in Kriegszeiten darin zu verstecken), worin (oder worunter) schon so manche griechisch-römische Hinterlassenschaft entdeckt wurde. 

In Termoli hab ich solche Bassi zur Vermietung gesehen gehabt. Hätten es die Umstände nicht anders mit mir gemeint, hätte ich mir glatt eine solche Wohnung gemietet. Wer weiß … Vielleicht komm ich ja irgendwann irgendwo anders noch in den Genuss. Ich jedenfalls würde keine Sekunde zögern, wenn mir so ein Vasc angeboten würde. 

Und Ihr? Könntet Ihr Euch vorstellen, in solch einem Basso oder Vasc zu leben?



O‘ vascio

Le conoscevo ormai, sia da Termoli che da Bari e anche a Polignano li ho visti. Ma prima di andare a Napoli per me non avevano un nome.

Per me erano semplicemente case terrene. Solitamente, l’ingressi (spesso doppie porte di vetro) arrivano direttamente nella cucina / nel salone. I soffitti sono bassi, le camere – di cui di solito ne sono due – sono piccole. A me sono sempre piaciute queste case da quando le vedevo la prima volta nel centro storico di Termoli. Ci andrei ad abitare subito.  

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Nei Quartieri Spagnoli a Napoli, dove comunque dormivo, si trovano assai negli stretti vicoli. E mo‘ so pure come si chiamano: ‘Vascio’. Pronunciato: ‘Vasc’. 

Perlomeno a Napoli si chiamano così. Cioè in napoletano. Perché vasc è dialetto per vascio. E ‘vascio’ invece in dialetto napoletano significa ‘basso’. 

Come il b sia diventato un v, non sono riuscita a ricostruire durante le mie ricerche sui vasc. Perciò dovrei probabilmente scegliere un approccio linguistico. Come, invece, il doppio-s di basso poteva diventare un scio viene chiaro appena si tiene presente il fatto che la i comunque viene quasi deglutita e che a Napoli lo s è pronunciato un po‘ come un latente sc.

[Tranne se ci viene un t dopo lo s. Per esempio: Stanza viene pronunciata st, ma diventa un leggero scì ɪ] o a volte anche quasi uno scè [ʃə]. (La parte buffa è che un mio amico romano mi prende sempre in giro perché spesso pronuncio in questa maniera. A Napoli invece lo sc-suono è molto presente.)]

Tanto Napoli è una sfida ed un paradiso per i linguisti: Giornata [/ʤor’nata/] è pronunciata con j + u ed un e atono a deglutito allo fine. Quindi più [ˈjɛur’natə] e Napoli è Napule (collo stesso suono dell’e).

Poi però questo vale per quasi ogni regione italiana. A Roma per esempio la sequenza delle lettere gli come in meglio è una j, quindi mejo. A Trieste, sì è pronunciato come sè. E questo è solo l’inizio!

Ritorniamo ai vasc. Il loro nome non deriva soltanto dalla costruzione delle case ma anche dal ceto, cioè dal basso ceto che ci viveva. Secondo Wikipedi a Napoli in 1881 105.157 napoletani vivevano a 22.785 vasc. Parliamo di case a quattro / cinque persone in un bilocale. 

Adesso ci sono circa 40.000 di queste basse case terrene a Napoli. Volendo, ci si poteva sputare sulla finestra nel piatto degli abitanti.

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Se non sono venute ristrutturate e servono come garage o botteghe, alcuni degli spesso modernizzati vasc al centro storico di Napoli ritengono alcuni tesori culturali.

Perché alcuni dispongono un sottosuolo (molto utile come cantina o per nascondersi ci dentro durante la guerra) in cui (o sotto cui) viene già scoperto qualche corredo greco-romano. 

A Termoli vidi qualche basso del genere da affittare. Se le circostanze non avessero avuto altre idee con me, me ne avrei affittato uno di sicuro. Chissà … Forse un giorno ne fruirò. Non esiterei neanche un secondo se a me qualcuno offrisse uno di questi vasc. 

Che ne dite voi? Possiate immaginare vivere in un basso o vasc? 

 

 

Begegnungen der neapolitanischen Art, Teil 3/4

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In Teil 3 meiner Begegnungen der neapolitanischen Art geht es heute um Verwechslung. (Juhu, sie is‘ mit dem Tattooding durch! 😉 )

Folgendes Szenario: Man sitzt entspannt im Lokal, genießt Sonne und Drink und entdeckt umherschweifenden Blickes auf der andern Straßenseite plötzlich einen Bekannten oder eine alte Freundin, die man seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gesehen hat. Man lächelt in die entsprechende Richtung, in der Hoffnung, er oder sie würde einen ebenfalls entdecken. Leider kommt weder ein Blick noch ein Lächeln zurück. Man entschließt sich zu größerer Geste (große Geste, große Wirkung, so die Idee) und winkt – eventuell pfeift man auch. Arm in die Höhe, also, und wie wild drauf los geschwenkt. Aber? Nichts. Wenn er oder sie aber jetzt nicht gleich was merkt, ist man schon wieder aus dem potenziellen Blickfeld verschwunden! Leichte Panik! Dann ist diese oder dieser unglaublich tolle Bekannte, mit dem man seit der Grundschule nicht mal mehr bei Facebook geschrieben (geaddet schon) hat, schon wieder für weitere Jahrzehnte aus dem eigenen Leben getreten!

Was tun? Aufspringen und den Namen über die vierspurige Straße, die zusätzlich noch von einer Straßenbahntrasse geteilt wird, brüllen natürlich!

Dabei mit dem Knie am Bistrotisch hängen bleiben und Tisch samt Drink auf den Boden zu werfen. (Scherben bringen Glück.) Während man sich nun mit einer Hand das schmerzende Knie hält, winkt man mit dem andern Arm wie wahnsinnig weiter und ruft – weil sie gerade vorbeifährt – durch die Straßenbahn hindurch nun noch lauter den Namen der betreffenden Person.

Weil die einen aber scheinbar aber immer noch ignoriert (dabei hat man ihm oder ihr ja gar nichts getan … zumindest nicht, dass man wüsste), hilft jetzt alles nichts mehr und man stürzt sich, das kaputte Knie ebenso wie den Feierabendverkehr ignorierend, in bester Harakirimanier, die selbst japanische Piloten aus dem zweiten Weltkrieg vor Neid erblassen lassen würde, auf und über die Straße.

Gott sei Dank wurde man nur von 5 Autos touchiert und nur ein Straßenbahnfahrer musste ein Trauma erleiden, weil man so haarscharf, dass der Arme niemals hätte rechtzeitig in die quietschenden Bremsen steigen können, um die Elektroschlange zum Stehen zu bringen, vor der Bahn über die Gleise gehetzt ist.

Drüben angekommen – immer noch winkend und mittlerweile mehr keuchend als rufend – kriegt man diesen ehemals so guten Bekannten endlich zu fassen. Der dreht sich um und sagt: Kenn ich Dich?

Ups, verwechselt.

Kennt man, oder? Also … so oder so ähnlich.

Nun, meiner allgemeinen Verpeiltheit ist es geschuldet, dass ich derlei Szenarien eigentlich immer eher in der Geber-Position bin. Vulgo: Ich bin die, die peinlich berührt ist, weil sie wen anders für jemand anderen gehalten hat und laut hechelnd hinter “wen anders” hergerannt ist, während sie japsend seinen Namen so etwas ähnliches wie gerufen hat und wenn sie ihn dann mit letzter Kraft erreicht und sich – dem Zusammenbruch nahe – mit dem kleinen Finger an dessen Ärmel festkrallt, um ihn zu stoppen, erst bemerkt, dass sie sich vertan hat. Und ja, der Satz ist absichtlich so lang!

Kein Wunder hat der sich nicht umgedreht! Meh.

Bei meiner nächsten Begegnung in Neapel war ich zur Abwechslung mal die, die verwechselt wurde!

Juhu! Endlich hab auch ich ein Allerweltsgesicht, das nicht weiter auffällt. (Oder mein Double sieht einfach nur so ähnlich blendend aus, wie ich. Wahrscheinlich wird’s eher das sein! Glückliches Mädchen! 😛 )

Also:

Ich hatte meinen 1-Euro-Bier-Kater, der mir am Vorabend zugelaufen war, einigermaßen weggeschlafen und war bereit, mich auf die Suche nach Essbarem zu begeben, (für mich, nicht für den Kater – oder zumindest nur mittelbar) bevor ich mich mit meinem Kumpel Giando, der eigentlich Giandomenico heißt, aber, weil die Süditaliener es nicht so mit langen Namen haben (Giulia ist ab Rom südwärts gerne auch Giù), von allen nur Giando genannt wird, zur nächsten Lokalrunde (Lokal ist hier im Plural zu verstehen) zu treffen.

Kaum aus dem Haus – dazu muss man wissen, dass die Straße, die zu meiner vorübergehenden Wohnung führte linksseitig gesäumt war von kleinen Läden -, grüßte mich nach ein paar Metern ein junger Mann. Mit dem Besen fegte er den Dreck vor dem Kebabladen weg – oder tat zumindest so, dem Handy in seiner Hand nach zu urteilen.

Ich grüßte zurück und er setzte gerade dazu an, mich zu fragen, wie es mir ginge, während ich in meinem Kopf dachte, och nee, nicht auf so ne billige Tour, bitte, als er sich entschuldigte und sagte, er hätte mich verwechselt!  Ok, kann immer noch Masche gewesen sein, aber da er nach ein paar Sätzen (woher kommst Du; Du siehst einer Freundin von mir ähnlich; etc.) sofort wieder in den Laden verschwand ohne jedwede Art von Annäherungs- oder Kennenlernversuch unternommen zu haben, gehe ich einfach mal davon aus, dass es sich tatsächlich um eine Verwechslung gehandelt haben muss.

Beseelt ging ich meiner Wege, um irgendwo in den Weiten der neapolitanischen Altstadt etwas zu essen aufzutun.

[An dieser Stelle bitte eine eloquente, aber weniger ausführliche, als es die Einleitung war, Überleitung zur nächsten denkwürdigen Begegnung einfügen.]

An der zweiten Begegnung dieses Tages ist, wie schon aus Teil 1 bekannt, mein neapolitanischer Freund Giando schuld*. *wer auch sonst?

Spritz_contro_crisiEr und ich zogen an diesem Abend, wie schon am Abend zuvor, also einmal quer durch die Altstadt auf der Suche nach günstiger 1-Euro-Flüssignahrung. Nach einigen Zwischenstopps kamen wir an das kleine Lokal, von dem ich bereits im ersten Neapelbeitrag gesprochen hatte. Dort, wo es den Anti-Krisen-Spritz gab.

Davor auf einer Bank saßen Studenten mit Gitarre und spielten und sangen. Da wir beide rauchen, nahmen wir alsbald unser Getränk und gesellten uns zu ihnen. Es dauerte nicht lange, bis wir Gesellschaft in Form eines mittelalten Herrn bekamen, der definitiv schon ein oder zwei Becherchen zu viel Anti-Krisen-Sprit (ohne z) getankt hatte. (Der Wirt weigerte sich später auch, ihm noch mehr zu geben, was für ihn Anlass zu einer Litanei aus Beschwerden war.)

Besagter, dezent überalkoholisierte Mann unterhielt sich also mit uns. Was genau er so erzählte erinnere ich nicht mehr so gut. Das ist zu Teilen auch dem Umstand geschuldet, dass er vom Italienischen immer wieder ins Neapolitanische zurückfiel. Gepaart mit einer lallenden Aussprache dank alkoholschwerer Zunge war das meiste seines Kauderwelschs für mich so gut wie unverständlich.

Giando und ich warfen uns von Zeit zu Zeit vielsagende Blicke zu, während die antifaschistischen Lieder der Studenten den Backgroundsoundtrack lieferten, in den unser neuer Bekannter hin und wieder mit einstimmte.

Irgendwann unterbrach er mich und Freund Giando in einem Gespräch und fragte: “Ma quanto parli male?” Was so viel heißt, wie: Mein Gott, ist dein Italienisch schlecht.

. . .

Kurze Schockstarre, dann versuchte ich es als das Gewäsch eines Besoffenen abzutun. Das wollte mir aber erst dann richtig gelingen (hier, hallo, Ego und Perfektionismus und so…), als Giando mich aufklärte: Diese Redewendung wird benutzt, wenn jemand nicht mit dem örtlichen Akzent oder im lokalen Dialekt spricht, bzw. der italienische Zuhörer nicht anhand der Aussprache oder der Kadenz zuordnen kann, von wo aus Italien sein Gesprächspartner kommt.

Glück gehabt! 😉

Und da ich ja schon von Nord bis Süd überallhin eingeordnet wurde, konnt‘ ich den Spruch dann auch als Kompliment verbuchen. So für mich.

Und immerhin hat sich der Gute so einen Platz in meinen Erinnerungen gesichert. Ehre, wem Ehre gebührt und so.


 

Incontri alla napoletana, puntata 3/4

La terza puntata dei miei incontri alla napoletana parla della confusione di persone. (Bella, ha finalmente finito con i tatuaggi! 😉 )

Immaginate vi questo scenario: Siete in un locale e vi godete il sole ed un bel drink. All’improvviso vedete un conoscente o una vecchia amica che non avete visto da una vita sull’altro lato della strada. Gli date un sorriso nella rispettiva direzione sperando che anche lui o lei vi veda. Putroppo non vi da né uno sguardo né un sorriso. Vi decidete a fare un gesto più appariscente (gesto sporgente, effetto grande; è questa l’idea). Allora accenate – forse fate pure un fischio. Cioè braccia su e si lo sciaborda da matto. Ma? Niente. Se lui o lei non vi riconosce fra un po‘, siete ancora fuori vista! Cresce un po‘ di panico! Sennò, quest’incredibilmente meraviglioso amico con cui non avete neanche più messaggiato su Facebook (aggiunto sì però) e con cui non avete mai avuto niente a che fare dai tempi scolastici sparisce dalla vostra vita per un’altra decina d’anni!

Che fare? Balzare dalla sedia, ovviamente e gridare il suo nome attraverso la strada a quadrupla corsia che inoltre viene divisa da un tracciato tranviario!

E mentre balzate, buttate giù il tavolino con il drink. (I frantumi portano fortuna, si dice da noi.) Tenendo il ginocchio debole con una mano continuate ad accenare da pazzi coll’altra e chiamate ancora più alto il nome della rispettiva persona attraverso il tram che sta appena passando.

Visto, però, che loro sempre sembrano di ignorarvi (anche se non gli avete fatto niente di male … almeno non per quanto ne sapreste), non serve più altro che buttarvi nel traffico ed attraverso la strada in una bella maniera Harakiri che farebbe invidia pure i piloti giapponesi della Seconda Guerra Mondiale.

Menomale che siete stati urtati da solo 5 auto e soltano un tranviere ha riportato un trauma perché anche volendo non fosse mai riuscito a fermare il tram in tempo per non urtarvi mentre siete stati attraversando i binari sfiorando un incidente.

Arrivati dall’altro lato della strada – sempre accenando e nel frattempo più ansimando che chiamando – finalmente riuscite a giungere questa conoscenza di una volta. Si gira e vi dice: Ma tu chi sei?

Ops, confuso.

Suona familiare, no? Sia così che in un modo simile.

Grazie alla mia generale confusione sono più o meno sempre io quella che fa questa figuraccia. Cioè: Sono io quella che fa l’impressione penosa perché ha confusa una persona per un’altra ed è ansimante corsa dietro “una persona” mentre ansantemente sfiata il suo nome e la giunge a gran pena cercando di fermarla aggrappando la sua manica col mignolo e solo poi nota che si è sbagliata. E sì, la frase e così lunga apposta!

Mica meraviglia che non si girava! Meh.

Al mio prossimo incontro a Napoli tanto per cambiare fui io quella chi fu presa per un’altra persona!

Uei! Finalmente ho anche io una faccia comune che non fa spicco. (Oppure la mia contrafigura ha un splendido aspetto simile al mio. Probabilmente sia questo il caso! Beata lei!)

Allora:

Ebbi dormito via la mia spranghetta che presi la serata scorsa e fui pronta per andare alla ricerca di qualcosa edule, prima che incontrai di nuovo il mio amico Giando – che in realtà si chiama Giandomenico ma visto che al Sud non gli piacciono i lunghi nomi (Giulia viene pure Giù da Roma in giù) tutti lo chiamano solo Giando – per andare ad un altro giro da bere (o meglio giri in plurale visto che abbiamo passato più che un locale).

Appena uscita della casa che si trovò in una stradina laterale dove sulla sinistra ci furono tanti piccoli negozi, mi salutò un giovane ragazzo. Una scopa in mano spazzò la strada in fronte della kebabberia – o perlomeno fece finta di spazzare, giudicando dal cel nella sua mano.

Gli salutai pure io (tanto sono gentile eh) e lui stette per chiedermi come stessi quando all’improvviso si scusò e mi disse che mi avesse confusa con un’altra ragazza! Certo, può sempre essere stato il suo trucco, ma visto che dopo qualche parola (di dove sei; assomiglia una mia amica; ecc.) tornò subito dentro senza nessun approccio o conato di conoscenza, suppongo proprio che si dovette trattare di una confusione.

Ispirata dall’incontro tirai diritta per scoprire una qualcosina da mangiare nella distesa del centro storico di Napoli.

[Inserire passaggio eloquente ma meno elaborato che l’introduzione allo prossimo memorabile incontro, per favore.]

Il secondo incontro del giorno fu colpa del mio amico napoletano Giando come fu la sua colpa già nella prima puntata*. *chi altro?

Spritz_contro_crisiCome la serata scorsa ci incontrammo anche questa sera per andare alla ricerca dei liquidi a prezzo basso nella città vecchia. Dopo alcune soste finivammo a quel piccolo locale di cui parlai nel mio primo articolo su Napoli. Il bar dove venderono gli spritz contro crisi ad un euro.

In fronte al locale sederono degli studenti suonando la chitarra e cantarono. Visto che siamo entrambi fumatori prendemmo le nostre bevande e gli facemmo compagnia. Mancò poco che ci raggiunse un uomo che decisamente ebbe ormai bevuto uno o due troppi spritz contro crisi. (Dopo anche il titolare gli rifiutò altri che venne seguita da un sacco di lamentele.)

Detto, decentemente sopraalcolizzato uomo allora ci parlò per un bel po‘ però ciò che disse non ricordo bene. In parte è anche colpa del fatto che lui stette scambiando tra l’italiano ed il napult’an. Insieme alla sua voce avvinazzata per me fu l’arabo ciò che parlò.

Giando ed io invece scambiammo degli sguardi comprensivi ogni tanto mentre le canzoni antifascisti che cantarono gli studenti, di tempo in tempo raggiunti del nostro nuovo conoscente, suonarono nel sottofondo.

Ad un certo punto interruppe un altro discorso tra Giando e me e mi chiese: “Ma quanto parli male?”

. . .

Un attimo di shock poi cercai di prenderlo come lo sproloquio di un tossico. Considerando il mio perfezionismo ed il mio ego, ci riuscii comunque solo dopo che Giando mi spiegò cosa vuol dire: E‘ un modo di dire che si usa quando uno non parla il rispettivo accento o il dialetto locale oppure quando l’ascoltatore non sa dire di dove in Italia l’altro viene sentendolo parlare.

Menomale! 😉

E visto che fui ormai inquadrata ovunque dal nord al sud, potei anche prendere la battuta come un complimento. Solo per me.

E poi, perlomeno quel tizio si salvò un posto nei miei ricordi. Onore al merito, dai.

 

Bari auf deutsch

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Bari auf deutsch

Nachdem mein Touristguide mich gegen 13.30 verlassen hat, war ich allein in Baris Straßen unterwegs und entschloss mich ob des ausgefallenen Abendessen vom Vortag (bin spät gelandet und hatte vorher noch gearbeitet, bin also ziemlich kaputt gewesen, als ich ankam) und dem ebenfalls aus Zeitgründen nicht eingenommenen Frühstück (wurde um 10 Uhr (außergewöhnlich für Italiener echt pünktlich 😉 ) abgeholt), endlich mal was für meine – Achtung, Ironie – „bella figura“ zu tun (die mir am Abend ein aus dem Auto gelehnter Barese mit einem lauten „Wow“ quittierte) und was zu essen.

Schon vorher waren wir an einem Posten (mir fällt kein adäquates Wort für „posto“ ein (meine Italienisierung schreitet unaufhaltsam voran)) vorbeigekommen, bei dem mir die Worte „Altstadt“ und „Biergarten“ aufgefallen waren. Und weil Vertrautes allein in einer großen, unbekannten Stadt echt gut tut, bin ich dahin zurück gelaufen. Ich saß noch nicht richtig, kam schon eine Frau an meinen Tisch und drückte mir die Karte in die Hand. Als ich ein paar Minuten später bestellte, stellte sie mir die obligatorische Frage, woher ich denn käme.

Brav sagte ich mein Sprüchlein auf: Aus Deutschland, aus Heidelberg, ist eine kleine Stadt im…..da unterbricht sie mich und sagt auf Deutsch(!): Ich bin in Stuttgart geboren! Gleich ging es weiter, als sie meine Tattoos begutachtete und dann sagte: Ich hab auch welche, aber die sieht man nicht. Sie schiebt den Ärmel hoch und zum Vorschein kommen Tick, Trick und Track auf dem linken Arm. Und nach ein paar Fachsimpeleien über Tattoos, über meine Arbeit („Ich dachte mir schon, dass jemand der so aussieht, ein bisschen verrückt sein muss.“) bestellte ich eine Focaccia mit Tomaten, Mozzarella und Rucola, dazu ein Wasser.

Als ich gegessen hatte, bestellte ich mir den in Italien für mich ebenso wie der Aperitivo obligatorischen Caffè und als sie mir den brachte, setzte sich ein Pärchen an den Tisch vor mir. Er schmatze seine Pizza, sie wollte bestellen, woraufhin sie die Antwort bekamen, dass die ‚Kaffetteria‘ noch nicht eröffnet sei. Weil aber vorher drei Mädels am Tisch daneben ihren Kaffee anstandslos gekriegt haben, zählte ich hurtig zwei und zwei zusammen und dachte bei mir: Wie Deutsch! 😀

Sie ging dann an meinem Tisch vorbei zurück und raunte mir zu: Na, entschuldige mal, wenn man schon essend in ein Restaurant kommt… 😀 Ich grinste in mich hinein, dann sie an und sagte: Ich dachte mir schon, dass Du es deshalb gesagt hast.

Nachdem ich bezahlt hab, kassierte ich einen kräftigen Händedruck (deuuuutsch!!! 😀 ) und wurde mit den Worten verabschiedet: Es war mir ein echtes Vergnügen!

Mir auch!!! Und ich werd auch mal sehn, dass ich dort nochmal vorbeischau, bevor ich in drei Tagen wieder den Abflug mach’….DSC_0080

 

Nord-Süd-Gefälle

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Nord-Süd-Gefälle

Nachdem ich mittlerweile recht häufig in Italien war, vor allem in Süditalien, sind meine Sprache und mein Wortschatz merklich von süditalienischen Begriffen und oft auch von der entsprechenden Aussprache geprägt. (Den Akzent mal außen vor.)

Am deutlichsten wird das in der Häufigkeit, mit der ich das Wort mo‘ verwende. Irgendwie geht es mir leichter über die Lippen als das „ellenlange“ adesso oder zweisilbige ora.

Bei meinen letzten beiden Reisen in Italiens Norden sind mir aber noch zwei andere gravierende Unterschiede aufgefallen – von der Aussprache mal abgesehen:

Wenn ich mein Frühstück bestelle, dann bestelle ich einen „normalen Kaffee“ und ein „Hörnchen“, also un caffè, höchstens noch un caffè normale und un cornetto.

Aber nur im Norden versichert sich der Barista immer nochmal rück: „Einen Espresso und ein Brioche?“ 😀

Jaaa, einen espresso oder caffè ristretto und ein brioche bzw. Croissant [kʁwasɑ̃], wie der Franzose sagt oder ein [kʁɔso] Krossoh, wie es der Deutsche auszusprechen pflegt.

Mir war klar, dass es Unterschiede in der Sprache gibt zwischen Nord und Süd – so sagte mir ein Bekannter aus Emilia-Romagna auch, wenn man im Norden das Passato Remoto verwendet, wird man schief angeschaut, weil’s einfach niemand benutzt! -, aber dass das Nord-Süd-Gefälle so auffällig ist, selbst für mich als Fremde, wird mir erst so langsam durch das Reisen klar.

Fundstück des Monats: März

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Ich fliege heute nach Bari! Juhu! 😀 Ich freu mich auf’s Meer und ich freu mich auf die Menschen, die ich dort kennenlernen und treffen werde! 🙂 (Und natürlich auf viele neue Eindrücke!) Pünktlich zu meiner Abreise also hier nun das

Fundstück des Monats März:

Seit einigen Wochen mache ich einen neuen Italienischkurs. Da geht es – nicht nur, aber eben auch – um den Konjunktiv. Jaaa, auch wir haben im Deutschen einen Konjunktiv, allerdings machen wir weit weniger exzessiv Gebrauch davon, als die Italiener. In Situationen der Ungewissheit, um Gemütszustände, Erwartungen und das Warten selbst, Hoffnungen und Wünsche auszudrücken – ich bin ja mittlerweile der Meinung, es wäre sinnvoller, den Konjunktiv noch vor dem Präsens zu lernen, wenn man Italienisch lernen möchte. 😀

Bisher habe ich den Konjunktiv wahl- bzw. situationsweise durch den Imperfekt oder das Futur Semplice ersetzt und musste mich so nicht damit herumschlagen, wie genau er nun gebildet wird und wann man ihn benutzt. Da war ich einen Augenblick lang der Meinung, ich würde die italienische Sprache einigermaßen akzeptabel beherrschen, und dann kommt der Konjunktiv daher und bringt meines hübsches Linguistikutopia ins Wanken. 😉

Ich glaube, ich war lange nicht mehr so unsicher in der Sprachanwendung wie derzeit. Ich hab ja die Hoffnung, dass sich das bald wieder legt, wenn ich ein besseres Gefühl für den vermaledeiten Konjunktiv entwickelt habe. Momentan jedenfalls ist irgendwie alles Konjunktiv. 😀 Da hilft es nur bedingt, wenn mir viele Italiener unisono mitteilen, dass selbst Muttersprachler den Konjunktiv nicht beherrschen. Nicht mal Politiker. Wie das Fundstück des Monats gekonnt beweist…!

Fazit: Meiner politischen Karriere steht auch der Konjunktiv nicht im Weg… 😛 😀



 

Fundstück des Monats: Februar

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Fundstück des Monats: Februar

Zu den wunderschönen Seiten der italienischen Sprache gehört neben dem eigentlichen Sprechen auch das wofür die Italiener neben Spaghetti, Espresso und Cappuccino mit am bekanntesten sind: ihre Gestik!

Mich faszinieren die Gesten vor allem deshalb, weil es möglich ist, damit – zumindest rudimentär – komplette Konversationen zu formulieren! Das ist eine einzigartige Spracheigenschaft, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Zumindest im Norden Italiens. Im Süden wird sie – nach meiner Erfahrung – immer noch sehr leidenschaftlich gepflegt und gehütet! Und das ist auch gut so! 🙂

Vor einer ganzen Weile bin ich mehr oder weniger zufällig bei YouTube auf einen großartigen Beitrag – es gibt ja abertausende – zu den Gesten gestoßen, der mir deshalb so lebhaft in Erinnerung geblieben ist, weil der Herr im Video, Carlo Aurucci, das Ganze so sympathis rüberbringt, dass ich es nicht schaffe, das Video ohne zu schmunzeln anzusehen. 😀 Mitmachen ist Pflicht! 😀

Ob / Falls / Wenn vs. Se

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Ob / Falls / Wenn vs. Se

In meiner mir mittlerweile recht liebgewonnen Sprachapp komme ich hin und wieder auch in die Verlegenheit, deutsche Grammatik erklären zu müssen.

Jetzt hab ich zwar Germanistik studiert und sogar die Literaturwissenschaften links liegen gelassen und stattdessen die Syntaxvorlesungen besucht (wieso einfach, wenn’s auch umständlich geht), aber ich würde Grammatik jetzt trotzdem nicht unbedingt als mein Spezialgebiet betrachten… Ich bin ja schon froh, wenn ich mir selbst den Unterschied zwischen Konjunktiv und Konditional klar machen kann – wobei ich regelmäßig versage, übrigens. Glücklicherweise nur in der Theorie. Also in der deutschen Theorie 😀 Fremdsprachen gelten nicht! 😀

Wenn ich nun also nach grammatikalischen Eigenheiten der deutschen Sprache gefragt werde, wird mir immer wieder mal vor Augen geführt, wie kompliziert unser Sprachsystem tatsächlich ist und ich habe mich schon öfter dabei ertappt, dass ich dachte, Deutsch ist deshalb nicht nur schwer zu lernen, es ist auch schwer, Deutsch als Ausgangssprache zum Erlernen einer „einfacheren“ Sprache zu haben – man muss ja quasi die komplexeren Strukturen versimplifizieren. Das ist auch gar nicht immer so sehr einfach. Sei’s drum.

Eine dieser fiesen Eigenschaften deutscher Grammatik für Italiener ist zum Beispiel der Unterschied zwischen „ob“, „falls“ und „wenn“. Und warum ist das eine grammatikalische Gemeinheit? Weil es im Italienischen genau ein Wort dafür gibt: se.

(Wobei es bei „wenn“ gleich doppelt gemein ist, weil quando sowohl „wenn“ als auch „wann“ bedeuten kann – aber das ist ggf. Stoff für einen anderen Eintrag.)

Ich bin mir zwar ziemlich sicher, dass ich mit meinen stümperhaften, eher an Eselsbrücken erinnernden Erklärungsversuchen, irgendeine Ausnahme (davon gibt es im Deutschen schließlich genug) vergessen habe und alles andere als grammatikalisch korrekt formuliere, aber bisher kam eigentlich immer nur positives Feedback zurück. Also so ganz unbrauchbar können meine Erklärungen ja nicht sein – auch ohne pädagogisches Prädikat und dem ganzen Chichi… 😀 Dabei fällt mir oft selbst erst während dem Formulieren solcher Erklärungen überhaupt selbst auf, dass diese sprachlichen Feinheiten gar nicht mal so einfach zu vermitteln sind.

Spaßhalber will ich Euch deshalb einfach mal an solchen Ergüssen aus meinem verschwurbelten Köpfchen teilhaben lassen…. 😀

Hier also mein Versuch, einem italienischen Deutschlerner den Unterschied zwischen „ob“, „falls“ und „wenn“ zu erklären [an dieser Stelle bitte Tusch, Trommelwirbel und „Spektakulum-Spektakulum“-Rufe vorstellen]:

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Mit „ob“ drückt man ungewisse / unbestimmte Dinge aus, in der Regel leitet man damit einen Nebensatz ein, wenn man im Hauptsatz z.B. Zweifel zum Ausdruck gebracht hat. Sowas wie: [s.Abb.]

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„Falls“ leitet sich von „Fall“ ab, also ‚caso‘. Demnach wird es in Fällen benutzt, in denen man das italienische ’se‘ durch ‚in caso che‘ (im Fall dass) ersetzen kann: [s.Abb.]

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„Falls“ wird oft synonym zu „wenn“ benutzt, wobei „wenn“ anders als „falls“ eine leichte Konnotation von Gewissheit hat. Wenn Du auf italienisch „quando“ statt „se“ sagen könntest, ist es auf deutsch „wenn“. [s.Abb.]

Von der Wichtigkeit der Artikel

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Meinen ersten Tag Triest habe ich erfolgreich hinter mich gebracht – um nicht zu sagen: überlebt (und ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie genau, denn ich war 24 Stunden wach, hab wenig gegessen, dafür um so mehr Kaffee und am Abend Alkohol getrunken, von dem ich gerade gar nicht sicher bin, wer ihn eigentlich bezahlt hat…ich jedenfalls nicht. Wird glaube ich gleich mal Zeit für einen Anruf…)

Jedenfalls war ich gestern also in dieser Bar, in der ein Bekannter (da weiß man wieder, wozu eine stetige Erweiterung seines Facebooknetzwerkes manchmal doch gut ist) arbeitet. Klar, dass dort die üblichen Stammgäste auch waren – selbstverständlich alle bestens über mein Dasein informiert.

Mit einem von den Jungs (eh nur, weil es unhöflich wäre, sie alte Männer zu nennen) hab ich mich ziemlich ausführlich und lange unterhalten und habe eben auch von meinen Auswandererplänen erzählt. Im Zuge dieses Gesprächs (und unter Einfluss von Bier, zugegeben) sagte ich unter anderem eben auch, dass meine Familie mich unterstützt bei dem Vorhaben und mir gesagt hätte, wenn das alles doch nicht so klappen sollte, wie ich mir das vorstelle, könnte ich ja jederzeit zurückkommen. „Ein Dach über dem Kopf“ (un tetto sulla testa) hätte ich immer.

Ich weiß nicht ob’s wirklich am Bier lag – ich war ja nicht sturzbetrunken – aber auf jeden Fall wurde mein Dach zum primären weiblichen Geschlechtsorgan… „Mi hanno detto che una tetta sulla testa l’avrei sempre…“ (Sie haben mir gesagt, ich hätte jederzeit eine Titte über dem Kopf…)

*Ähm* Ups! 😀

Naja, er war davon aber recht angetan und meinte, damit könne er als Mann ja auch gut leben….. 😀

Peinlich! Argh! 😀

„Talk To The World“ – Sprich mit der Welt

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So, bevor ich also Morgen meine „große Reise“ nach Triest antrete, wird es heute nochmal Zeit für einen neuen Post von mir.

Ich habe im Dezember auf dem Blog von Christine ein paar hilfreiche Apps und Programme zum Tandem-Sprachlernen entdeckt und spontan beschlossen (Freund weg, tägliches Italienischtraining weg), mir eine der aufgelisteten Apps herunterzuladen (Kompensation, ihr wisst schon…). Da ich ja eh so ein handysüchtiges Etwas bin, habe ich mich für die App „Hello Talk“ entschieden.

„Talk To The World“ – Sprich mit der Welt

Hello Talk Startbildschirm

Die App ist recht simpel aufgebaut und daher schnell zu verstehen. Im Grunde ist sie ein Messenger, ein Chatprogramm. Mit dem einen Unterschied, dass man sich Sprachpartner aus aller Herren Länder suchen kann.

Die Idee ist so einfach wie genial: Such Dir aus der Liste deiner Wunschsprache einen Übungspartner raus und unterhalte Dich mit ihm in seiner Muttersprache – während er Dir in deiner schreibt.

Aber von vorne.

Wenn man sich anmeldet, will die App – natürlich – ein Profilbild haben. Das kann man wahlweise aus dem Handyalbum rausfischen oder neu aufnehmen. Außerdem einen Namen mit mindestens 6 Buchstaben. (Dumm, wenn man Julia heißt. Sind nämlich nur 5. Um so besser, wenn der gleiche Name in der Zielsprache existiert und dort einen Buchstaben mehr hat, HA! Ausgetrickst! 😉 )

Hello Talk Profil

Unter den Profileinstellungen kann man seine Muttersprache (Unterrichtssprache) angeben und die Sprache oder Sprachen, die man lernen / verbessern / vor dem Einrosten bewahren möchte. Einschließlich Sprachniveau.

Wer möchte, kann noch eine Selbstvorstellung wahlweise eintippen oder einsprechen.

Hello Talk Selbstvorstellung

Da ich ja hinsichtlich meiner Fehlerquote und meines Akzentes mit dem Sprechen eher zurückhaltend bin, hab ich mich für die schriftliche Variante entschieden.

Theoretisch wars das schon. Man kann jetzt loslegen, wenn man mag. Und kriegt auch gleich eine Liste mit möglichen Sprachpartnern vorgeschlagen:

Hello Talk Sprachpartnerliste

Ich bin ja aber trotz aller Foto- und Videohochladerei grundsätzlich eher die vorsichtige Type, also empfehle ich an der Stelle natürlich trotzdem erst noch ein paar – wenigstens grundlegende – Einstellungen vorzunehmen bzw. zumindest zu überprüfen. Die Basiseinstellungen findet man unter „Einstellungen“ (Button unten rechts), von wo aus man dann weiter navigieren kann:

Hello Talk Einstellungen

Profilangaben ändern, abmelden, Zusatzfunktionen kaufen (hab ich bisher noch nicht ausprobiert, daher, kann ich nicht sagen, was man dadurch genau für Vor- oder Nachteile hat) usw.

Hello Talk Shop

Hello Talk Kontoeinstellungen

Was ich besonders praktisch finde – großes Lob an die Entwickler! – ist, dass man unter den Einstellungen zur Benachrichtigung auch Zeiten festlegen kann, zu denen man keine Nachrichten empfangen will. Das heißt, die Nachrichten kommen zwar an, aber die App meldet keinen Eingang durch Vibration oder – ganz schlimm – irgendeinen Klingelton. (Bzw. meldet ihn erst wieder ab der Uhrzeit, die eingestellt wurde.)

Hello Talk Benachrichtigungen

Hello Talk Bitte Nicht Stören

Eine weitere, super gute Einstellung ist diese hier (nochmal ein Daumenhoch an die Entwickler):

Hello Talk Wer kann mich finden

Hier kann man einstellen, von wem man gefunden werden will. Nur von Leuten, die wirklich die Lernsprache sprechen oder Menschen der gleichen Altersgruppe bzw. desselben Geschlechts? Ich habe die „genaue Sprachübereinstimmung“ aktiviert, nachdem mich jemand auf Arabisch angeschrieben hatte… Das war mir dann doch ein Ticken zu heftig. 😉 Die Unsichtbarkeit habe ich auch schon ausprobiert, als die neuen Anfragen mal wieder Überhand genommen hatten – man kommt ja kaum hinterher zeitweise… Ist also eine sehr nützliche Sache!