Category

Toskana

Category

Fundstück des Monats: Juli

clicca qui e leggi l’articolo in italiano

Eigentlich sind es sogar zwei Fundstücke dieses Mal. Beide habe ich zufällig diesen Monat nach meiner Rückkehr aus Italien entdeckt.

In all das organisatorische Hin und Her, den Stress, die Zweifel und Ängste, die mit der Auswanderung einhergehen – die zudem auch nicht mehr so weit weg ist -, platzen diese beiden Dokus.

Beide auf ihre Art erinnern mich daran, was es ist, das mich zu diesem Abenteuer antreibt. Außerdem beleuchten beide perfekt die zwei Gesichter Italiens. Beide greifen einen Aspekt italienischer Realität auf ohne etwas zu verkünsteln oder zu beschönigen.

Die 3-Sat-Dokumentation dreht sich um die toskanische Küche. Und ich hab, seit ich sie gesehen hab, sowas von Lust, irgendwann mal den florentinischen Markt zu durchstreifen! Kommt jemand mit? 😀

Ganz im Sinne des porträtierten Gianmarco: “Essen ist Entspannung.”

Die zweite Doku beschreibt eine Situation im Süden des Landes, die für viele kleine Städte und Regionen trauriger Alltag ist. Auch auf dem Festland. Aber ich mag den Kampfgeist von Giuseppe. Denn auch das ist Teil der italienischen Persönlichkeit.

Und wie einige im Film leider auch feststellen mussten: Auch im Norden ist nicht alles Gold was glänzt.


Scoperta del mese: Luglio

Purtroppo le mie scoperte del mese sono disponibili solo in tedesco, però per chi vuole imparare un po‘ il tedesco, servono. Ho deciso di presentarvele lo stesso perché ho scoperto questi video poco dopo il mio ritorno dall’Italia.

E li ho scoperti giusto in tempo. In questo periodo di stress con tutto ciò che c’è da organizzare e pensare per il trasloco che comunque non è più lontano. In questo periodo di dubbi e ansie questi documentari mi sembrano il segnale di cui avevo bisogno. Così mi ricordo del mio motivo perché sto affrontando questa avventura.

Ognuno dei video descrive un’altra parte dell’Italia. Mostra un lato diverso. Ritrae un altro pezzo della realtà italiana senza costruire o abbellire qualcosa.

Il primo documentario si svolge sulla cucina toscana e da quando l’ho guardata mi viene la voglia di andare a questo mercato a Firenze un giorno! Chi mi accompagna? 😀

Per dirla con il ritratto Gianmarco: “Il cibo è relax.”

Il secondo video ritrae una situazione che al sud è triste quotidianità. Anche sulla terra ferma. Ma mi piace lo spirito cambattivo di Giuseppe. Perché anche questo fa parte della personalità italiana.

E sfortunatamente alcuni nello video dovevano scoprire da soli che pure al nord non è tutto oro quel che luce.

Der Chianti und die Legende des Gallo Nero

leggere in italiano »italy

Weil Wein – wie ich finde – eigentlich immer eine gute Idee ist und ich mich in Norditalien gar nicht mal so gut auskenne (und außerdem Zeit gewinnen muss für weitere Beiträge aus Bari und Umgebung), erzählt Christine von „Erfolgreiches Sprachenlernen“ mir und Euch im Gegenzug für meinen Gastbeitrag bei ihr, die Legende um den schwarzen Chianti-Hahn. 

Damit Ihr erst einmal einen Eindruck davon bekommt, wer Christine eigentlich ist, hier ein paar Details zu ihr:


Christine KonstantinidisIch heiße Christine Konstantinidis, bin 49 Jahre alt und wohne in Nordbayern. Beruflich habe ich derzeit verschiedene Hüte auf: Ich unterrichte in Sprachkursen die Sprachen Italienisch, Englisch, Latein und ab und zu auch Französisch, mache Übersetzungen, biete Lerntechnikseminare an, schreibe Blogartikel für Firmenblogs, betreibe meinen Blog, übersetze mein letztes Jahr erschienenes Buch ins Englische und habe den Plan, ein neues Buch zu schreiben. Ideen für künftige Projekte gibt es schon genug! Letztes Jahr habe ich ein eigenes Buch mit dem Titel Sprachen lernen – Tolle Tipps und Tricks herausgebracht. In diesem Buch findest du auf 372 Seiten unzählige Tipps zum Sprachenlernen, alle praxistauglich und sofort umsetzbar. Das Buch ist keine wissenschaftliche und komplizierte Abhandlung, dafür gibt es schon genügend Fachliteratur. Erhältlich ist das Buch bei allen gängigen Online-Portalen und in jeder Buchhandlung (ISBN: 978-3734779947).


dsc_0119.jpgIch persönlich kenne Gallo Nero nur als italienisches Edelrestaurant in meiner Stadt, das ich mir nicht leisten kann, deshalb finde ich den Beitrag sehr spannend und bedanke mich hiermit recht herzlich für den tollen Beitrag! Genug gesabbelt… Los geht’s! 🙂 

Der Chianti…

Der Chianti ist einer der berühmtesten und meistgeschätzten Weine in Italien und in Europa, vor allem in England, wo die Region Toskana tatsächlich Chiantishire genannt wird! Dadurch wird die Wertschätzung der Engländer für diesen italienischen Wein ausgedrückt.

Der Chianti stammt in der Tat aus der Toskana, und er wird auch nur in der Toskana hergestellt. Ursprünglich konzentrierte sich die Produktion einzig und allein auf die Hügellandschaft des Chianti zwischen Florenz und Siena – daher stammt auch der Name des Weins -, aber seit dem Jahr 1932 kann mit der Zustimmung der italienischen Regierung die Produktion des Chiantis auf andere Gebiete der Region ausgeweitet werden, zum Beispiel auf die Hügellandschaften bei Pisa oder bei Arezzo. Damit konnte und kann die steigende Nachfrage nach diesem Wein besser befriedigt

Der Chianti ist einer der charakteristischen Weine Italiens. Er ist ein Rotwein von kräftigem Geschmack, der sehr gut zur typisch toskanischen Küche passt, vor allem zu Wildgerichten und zu gereiftem Käse, außerdem zu den ersten Gängen wie Bohnensuppe, der „Ribollita“ oder Tortelli.

Das „Consorzio Vino Chianti“ wurde im Jahr 1927 gegründet und hat eine tragende Rolle beim Schutz der Reputation des Weines inne. Außerdem kontrolliert es die Eigenschaften des Weines, wegen derer er auf internationaler Ebene berühmt ist. Das Consorzio vereinigt die 2500 Chiantiwein-Produzenten, kontrolliert die Qualität und den Zustand der im Chianti-Register eingetragenen Weinreben, nimmt die verwendeten Rebensorten auf und kontrolliert das Endprodukt, bevor es auf den Markt und den Tisch der Endverbraucher gelangt.

Das Symbol des Consorzio ist der Gallo Nero – der Schwarze Hahn – auf goldenem Grund, auch ein Symbol der Lega Militare del Chianti, und muss auf jeder Flasche Chiantiweins, die in Umlauf gebracht wird, aufgebracht sein.

Das Symbol des Gallo Nero ist allerdings nicht zufällig gewählt.

…und die Legende des schwarzen Hahns

Die Legende besagt, dass im Mittelalter in der Zeit der Rivalitäten zwischen Siena und Florenz die zwei Städte die Grenzen der jeweils zugehörigen Ländereien festlegen mussten.

Es musste unter allen Umständen vermieden werden, dass die Spannungen in eine offene Auseinandersetzung mündeten. Also wurde eine Vereinbarung getroffen, die gleichzeitig eine Herausforderung war: Sowohl die Einwohner von Siena als auch die von Florenz hatten die blutigen Auseinandersetzungen der Vergangenheit satt und bestimmten zwei Reiter, einen aus Siena und einen aus Florenz, die eine sehr eigentümliche Prüfung bestehen sollten.

Beide Reiter ritten aus der jeweiligen Stadt los und bewegten sich in Richtung der jeweils anderen Stadt. Die Grenze der jeweiligen Gebiete sollten also entsprechend gezogen werden, wo die beiden Reiter sich trafen.

Beide sollten nach dem Krähen des Hahnes losreiten, das wurde als Signal für den Beginn des Duells festgesetzt.

In Florenz wurde der schwarze Hahn von den Bewohnern in den Tagen vor dem Duell nicht gefüttert, wohingegen in Siena – dort war man davon überzeugt, dass er am festgesetzten Tag umso lauter singen würde – der weiße Hahn in den Tagen zuvor reichlich zu essen erhielt. Beide Städte hegten die Hoffnung, dass der eigene Hahn zuerst erwachen und am lautesten krähen würde.

Am Morgen des Duells begann der ausgehungerte schwarze Hahn aus Florenz noch vor Sonnenaufgang an zu krähen, während der Hahn aus Siena erst viel später erwachte, da er ja nicht hungrig war und noch einen vollen Bauch hatte.

Der Reiter aus Florenz war schon unterwegs, der aus Siena musste dagegen noch lange warten, bevor der Hahn krähte, und so gewann die Stadt Florenz einen großen Vorsprung.

Die zwei Reiter trafen sich also am Castello di Fonterutoli, praktisch vor den Toren von Siena, nur 12 Kilometer von der Stadtmauer entfernt. So konnte Florenz fast das ganze Chiantigebiet in seinen Besitz bringen.

Ob die Legende wahr ist oder nicht, ob diese beiden Städte die Grenzen so oder anders festgelegt haben – der Gallo Nero ist nach wie vor das Symbol der Chiantiregion und des Weines, der dort produziert wird.

Chianti