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Italienische Schokolade D.O.C. in Bari

In meinen Reiseplänen für 2018 habe ich als Hauptziel den Besuch der Schokoladenmesse in Perugia angegeben. Die findet im Oktober statt. Weils bis dahin aber noch ein gutes Weilchen dauert, habe ich mich nicht zwei Mal bitten lassen, als ich vom Festa del Cioccolato in Bari gelesen hab. Eine ganze Woche (okay, genau genommen 6 Tage) stand die Eingangszone zur Altstadt Bari Vecchia auf der Piazza Ferrarese im Zeichen handgemachter Schokolade!

Vom 9. bis 14. Februar fand in Bari die Schokoladenwoche statt. Chocolatiers aus ganz Italien präsentierten und verkauften ihre süße Handwerkskunst an ansprechend gestalteten Ständen. Organisiert wurde die Schokowoche in Bari vom Nationalverband italienischer Chocolatiers “Choco Amore”.

Wofür stehen die Chocolatiers von “Choco Amore”?

Wie man am Namen des Verbandes unschwer erkennen kann, geht es den Schokohandwerkern um die Liebe zur Schokolade. Es geht darum, dem Verbraucher handgemachte italienische Schokolade statt industriell hergestellter schmackhaft zu machen. Bei den Chocolatiers von “Choco Amore” wird original italienische Schokolade ohne Zusatzstoffe und Konservierungsmittel als Qualitätsprodukt made in Italy von Hand gemacht. Um das Bewusstsein für hochwertige Schokolade zu stärken, veranstaltet der Schoko-Verband regelmäßig kleinere und größere Events in ganz Italien. So eben auch den kleinen Markt im Zentrum von Bari.

Prodotto in Italia – Vom Stolz auf heimische Produkte

Den Italienern ist das Label “Prodotto in Italia” wichtig. Ob im Supermarkt beim Wocheneinkauf, auf dem Weinetikett oder auf der Parmesanverpackung. Die Abkürzungen dafür finden sich in der Design- und Möbelwelt, sowie auch auf Nahrungsmitteln wieder. Bestimmt hat jeder schon einmal das Kürzel D.O.P. oder D.O.C. irgendwo gelesen, wenn er eine Flasche italienischen Sekt getrunken hat. Beim Einkaufen hat der Hinweis, dass die Produkte in Italien hergestellt sind, oberste Priorität – das gilt für Feinkostläden und Discounter gleichermaßen. Italiener verstehen es als Garantie für die Qualität dessen, was sie einkaufen.

Und so ist auch das heimische Artiginato, das (Kunst-) Handwerk ein Versprechen an den Kunden, dass es sich um italienische Qualitätsprodukte handelt. Schokolade bildet da keine Ausnahme. Die Tour der Chocolatiers von “Choco Amore” soll also einerseits das Handwerk selbst promoten. Andererseits aber auch von den hohen Produktions- und Zutatenstandards der handgemachten Schokolade überzeugen. Darüber hinaus geht es den Veranstaltern aber auch um den verantwortungsbewussten Konsum und die Vorteile unbehandelter und sortenreiner Zutaten. “Prodotto in Italia” ist nicht nur ein Label. Es ist ein Stück landestypische Kultur.

Längst weiß man, dass handgemachte Schokolade ein Heilmittel ohne Nebenwirkungen ist. Abgesehen von der Schwierigkeit, diese “echte” Schokolade frei von Konservierungsstoffen und gehärteten Fetten im Handel zu finden. Darum dient das Festa del Cioccolato nicht nur der Unterhaltung, sondern auch als Möglichkeit, gesunde Produkte zu erwerben, die man im Großhandel so nicht findet. (cit. Choco Amore)

Mein Einkauf auf dem Schokomarkt in Bari

Nun war also meine Wahlheimatstadt Bari bei der diesjährigen Tour von “Choco Amore” auch Station. Chocolatiers aus 15 verschiedenen Regionen Italiens waren zugegen und wollten (und konnten) mit ihrem schokoladigen Handwerk überzeugen. Sogar für Veganer gab’s nen Stand mit – sagen wir mal – Schokoladenimitat. Ich kann mir kein Urteil über Geschmack und Konsistenz oder allgemeine Qualität über die vegane Schoki erlauben, da ich sie nicht versucht hab. Aber irgendwie krieg ich vegan und Schokolade, ebenso wie vegan und Eis, nicht in einen genussvollen geschmacklichen Zusammenhang. Wem’s taugt. 😉

Ich jedenfalls hab mich lieber an Produkte mit und aus normaler Schokolade gehalten. Und weil ich Schoki gern dunkel mag, hab ich vor allem bei Produkten mit 60%-er Dunkelschokolade zugegriffen. So schnell wie an dem Vormittag habe ich meines Wissens noch nie 20 € verprasst gehabt. Aber ich muss sagen, geschmacklich hat es sich gelohnt.

Mein absolutes Highlight: Pistazien-Schoko-Krokant

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Scoville-technisch gerade noch erträglich: Italienische Schokolade mit Peperoncini aus Kalabrien (besonders scharf)

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Haselnussschokolade: mit Haselnüssen aus dem Piemont, dem nussigen Epizentrum ItaliensDesign-ohne-Titel-260x200 Schokoladige Handwerkskunst in Bari: Italienische Schokolade D.O.C.

Schokolierte Zitronatszitrone: auch bekannt als Judenapfel, Zedernapfel oder Cedritzitrone, eine in Süditalien kultivierte, dem Chinotto ähnliche, Zitrusfrucht aus dem asiatischen Raum, aus der auch Limo gemacht wird

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Pistaziennougat – …muss ich mehr sagen? ♥

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Profitiert von den letzten Tourstopps der Schokotour hier

Seid ihr im März in Italien im Urlaub und habt einen Faible für italienische Schokolade? Dann könnt auch ihr diesen Gaumenschmaus genießen und süß aber gesund sündigen. Den März über macht die “Choco Amore”-Tour noch drei Mal in Italien Halt:

  • vom 01. bis 04. März in Alghero (Provinz Sassari, Sardinien)
  • vom 08. bis 11. März in Rom
  • vom 21. bis 25. März in Cagliari, Sardinien

Dann ist für 2018 erst einmal Schluss. Dafür wartet dann die Schokomesse im Herbst in der heimlichen Schokoladenhauptstadt Italiens, in Perugia, auf euch (und mich). 2019 gibt’s dann neue Daten für die Schokoladenkunsttour von “Choco Amore”. 🙂

2 Comments

  1. Pistazien Nougat: *Kreisch! Ich liebe Schokolade, besonders mit Marzipan, Nougat und auch bei Nüssen kann ich einfach nicht widerstehen. Tatsächlich waren mir die Italiener gar nicht so sehr als Chocolatiers bekannt. Jetzt weiß ich es besser!
    Liebe Grüße
    Sabine

    • ahahah, da haben wir was gemeinsam! 😀
      Ja, die Schoki schiebt man immer eher in die Schweiz oder so, aber auch hier ist das ein echtes Handwerk mit Tradition. Ich hätte es selbst auch eher nicht vermutet. Italiener sind eher so Pizza und Eis. 🙂

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