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Wertvolle Tipps für deinen Strandurlaub in Italien

Klar, natürlich hat Italien das ganze Jahr über wahnsinnig viel zu bieten. Kultur, Geschichte, Sightseeing. Wen es aber in den Sommermonaten in den Süden zieht, der möchte zumindest auch, wahrscheinlich aber vor allem eins: Ab ans Meer! Und besonders die südliche Region des Stiefelstaates bietet sich für einen ausgedehnten Strandurlaub in Italien geradezu an. Wenngleich – zumindest vom Hörensagen – auch das Meer in der Toskana nicht mit Reizen geizt. Wer aber gern karibisches Flair mit günstigen Preisen und einer einheitlichen Währung verbinden möchte, kommt um eine Reise in die südlichen Gefilde nicht herum.Stranurlaub_in_Italien_2-733x508 3+ Tipps für deinen Strandurlaub in Italien

Diese Gegenden sind perfekt für Strandurlaub in Italien:

Je südlicher, desto wunderbarer das Meer. Vergesst Rimini – und zwar ein für allemal! Denn das Meer wird erst dort so richtig schön, wo es offen ist. Und das beginnt so etwa ab den Abruzzen an der Adria und rund um Neapel auf der tyrrhenischen Seite.

Vorsicht! Nicht in jeder Region gibt es Sandstrände. Oft sieht man etwa am apulischen Meer Kies- oder Kieselstrände, aber auch Klippen und Riffe. Beides hat Vor- und Nachteile. Kiesel ist unbequemer als Sand oder Klippen, dafür klebt euch bei 40°C im Schatten aber nicht der Sand in jeder (und ja, ich meine wirklich jeder) Ritze. Andererseits sind Klippen oft rutschiger, als Kiesel und Sand. Nichtsdestotrotz kann man auf einen Sprung ins kühle Nass im hochsommerlichen Süditalien kaum verzichten.

Die Frage ist nur: Wo?

Sandstrände findet ihr in Süditalien hier:

  • Abruzzen
  • Molise
  • Südapulien / Salento
  • Sardinien
  • Kampanien
  • Kalabrien
  • Sizilien

Hier dominieren Steinstrände mit Kiesel, Klippen und Riffen:

  • Nord- und Mittelapulien
  • Sizilien
  • Kalabrien
  • Kampanien

Hinweis: Ausnahmen bestätigen immer die Regel. So gibt es auch in Bari etwa am Stadtstrand Pane e Pomodoro einen Abschnitt mit Sand. Dennoch ist die Gegend eher von Steinküsten geprägt. Bei Strandurlaub in Sizilien kommt es stark darauf an, wohin man reist. Die Gegend um Catania ist ebenfalls eher steinig, als sandig. Und in Kalabrien und dem Salento sind zwar die Sandstrände in Überzahl, aber das bedeutet nicht, dass nicht der ein oder andere Strandabschnitt auch steinig sein kann.Strandurlaub_in_Italien_1-733x508 3+ Tipps für deinen Strandurlaub in Italien

Meine Tipps für deinen Strandurlaub in Italien

Diese Tipps sind natürlich nicht allgemeingültig und erheben auch gar keinen Anspruch darauf. Es sind eher Erfahrungswerte, die ich an dieser Stelle zur Verfügung stelle, damit der geplante Strandurlaub in Italien auch ein voller Erfolg wird.

#1. Das ist die beste Zeit für den Strandgang

Spätestens ab Juni treibt es auch die Einheimischen vermehrt an den Strand. Da die meisten aber bedingt durch Arbeit nur ein kleines Zeitfenster haben, kannst Du das für dich nutzen, um am Strand etwas Ruhe zu haben. Achtung aber! Denn in vielen Regionen beginnen die Sommerferien der Schüler bereits Anfang/Mitte Juni. Und das Jungvolk vertreibt sich die freie Zeit gerne am Meer. Die meisten kommen allerdings erst am Nachmittag.

Geht an den Strand, wenn die Italiener nicht gehen.

Am besten wählt für euren Strandbesuch die Morgenstunden der Werktage. Im Juni ist es in Süditalien bereits morgens ab 9 oder 10 Uhr warm genug, um sich die Badesachen anzuziehen und an den Strand zu tingeln. Zu dieser Zeit liegt die vereinte Schülerschaft noch im Bett. Erfahrungsgemäß teilt ihr euch den Strand dann höchstens mit ein paar Rentner*innen.

Auch ein guter Zeitpunkt ist die Siesta. Die wenigen Italiener, die morgens ihre Runden am Strand drehen, verlassen ihn gegen Mittag meistens wieder. Denn zwischen 13 und 14 Uhr wird zu Mittag gegessen. Bis 15, 16 Uhr habt ihr den Strand dann so gut wie ganz für euch. An den Wochenenden kommen dann allerdings auch die arbeitenden Bewohner an den Strand und sind oft so gut vorbereitet und ausgestattet, dass sie den ganzen Tag dort ausharren.

Vermeidet Strandurlaub in Italien im August!

Im August steht in Süditalien das öffentliche Leben so gut wie still. Selbst auf den Ämtern wird die Personaldecke soweit ausgedünnt, dass es gerade noch so vertretbar ist. Das macht Amtsangelegenheiten im August zur Hölle. Ebenso wie Strandgänge. Denn die gesamte Stadt bevölkert dann so ziemlich jeden irgendwie ohne größeren Aufwand erreichbaren Strand.

Dann herrschen klaustrophobische Zustände an den Stränden Süditaliens. Von der Lautstärke und den Hinterlassenschaften einmal ganz abgesehen. Zwar stocken viele Strände dann auf und haben Sicherheitspersonal, Umkleiden und kleine Buden, in denen man gegen Pfand Wertsachen abgeben kann. Dafür ist es mit der Ruhe endgültig vorbei. Egal, zu welcher Tageszeit.

#2. Wähle saubere Meeresabschnitte aus

Dass Plastik ein großes Problem in den Weltmeeren ist, ist längst ein offenes Geheimnis. Davon ist auch Italien mittlerweile betroffen. Nicht selten schwimmen Plastiktüten, Verpackungsreste und Netze an den Badenden vorbei. Je näher der Strand an einer Stadt liegt, desto wahrscheinlicher, dass auch ihr bei eurem Strandurlaub in Italien damit in Kontakt kommen werdet. Liegt der Strandabschnitt dann auch noch in der Nähe des örtlichen Hafens, wird der Müll mit ziemlicher Sicherheit in eure Richtung gespült werden.

Mein Tipp ist also, sucht euch nach Möglichkeit

  • Strände, die außerhalb liegen,
  • Strände, die in kleinen Buchten liegen,
  • Strände, die am offenen Meer liegen, nicht zwischen Stadtmauern und Hafenkai.

Eine Garantie ist das natürlich nicht. Aber es minimiert die Wahrscheinlichkeit, dass ihr während dem Schwimmen dem Müll von anderen begegnet. Am Beispiel Bari ist etwa der Strand Torre Quetta eher zu empfehlen, als Pane e Pomodoro oder San Francesco. Hier ist das Meer zwar tiefer und der Strand besteht aus Kieseln, dafür ist das Wasser an diesem Strandabschnitt auch sauberer.

#3. Lernt vom Badeverhalten der Italiener

Wenn sie nicht mit der kompletten Sippe anreisen und die ganze Mannschaftsverpflegung in Taschen, Körben und Kühlboxen mitbringen, sind die Italiener eigentlich recht spärlich ausgestattet. Das Badetuch, Sonnencreme und basta. Nur selten sieht man den ein oder anderen einen Sonnenschirm mit sich tragen und einige reisen mit Stühlen oder Liegen an den Strand – auch in öffentlichen Verkehrsmitteln, da kennen sie keine Scheu. Grundsätzlich aber bringen Italiener weder Geldbeutel noch sonstige überflüssige Wertgegenstände mit ans Meer und verzichten auf zu schweres Gepäck.

Was nicht in die Strandtasche passt, gilt als verzichtbar.

Wenn die Einheimischen das Wasser meiden, geht nicht baden! So verlockend ein Sprung ins kühle Nass sein mag. Das Meer kann gefährlich werden. Und die Einheimischen kennen dessen Kapriolen und Gefahr besser, als ihr. Wenn das Meer zu aufgewühlt ist, sind selbst geübte Schwimmer vorsichtig. Es kann zu Strömungen unter der Oberfläche kommen, die euch abtreiben. Guckt euch also das Badeverhalten bei den italienischen Einheimischen ab, damit ihr beim Strandurlaub in Italien sicher seid.

Auch in Sachen Etikette imitiert besser das, was die Anwohner tun. An vielen Stränden ist “Oben-ohne” oder gar FKK verpöhnt, wenn nicht gar bei Strafe verboten. Wenn ihr keine anderen Nackten oder Halbnackten entdeckt, lasst lieber stecken. Besonders an stadtnahen Stränden laufen schon auch mal die Ordnungshüter Streife. Das gegebenenfalls fällige Bußgeld kann teuer werden (zur Orientierung: um die falsche Uhrzeit in die Tonne geworfener Hausmüll kann 100 € kosten) und ist besser investiert, wenn ihr dafür ein, zwei, drei Mal Abendessen geht.Strandurlaub_in_Italien_3-733x508 3+ Tipps für deinen Strandurlaub in Italien

Fassen wir zusammen:

  1. Macht keinen Strandurlaub in Italien im August!
  2. Meidet den Strandbesuch an Wochenenden!
  3. Sucht euch Strände außerhalb des Einzugsgebietes der Stadt!
  4. Orientiert euch an den Einheimischen!

…und wo verbringt ihr am liebsten euren Strandurlaub in Italien?

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