2018 war mein zweites Jahr in Italien. Und das dritte meines Blogs. Dort hat sich das Ende des Jahres leider nicht ganz so abgespielt, wie ich mir das vorgestellt hatte. Aus irgendeinem Grund war von einem Tag auf den anderen in irgendeinem Script ein Fehler, den ich mithilfe des Supports des Hosts, über den ich diese Seite betreibe, mühselig selbst lösen musste. Eben das war – neben einem defekten oder nicht mehr aktuellen Plugin, worüber ich euch meine Artikel im Offline-Modus angeboten hatte (ich suche nach Ersatz) – die Ursache dafür, dass Italien und ich einige Tage nicht erreichbar war. Denn die Nachricht über die Blogsuspendierung erreichte mich just in den Tagen, in denen ich zu einem vorweihnachtlichen Familienbesuch in Deutschland war. Dann standen die Festtage an und – wer hätte es gedacht?! – süditalienische Familien können zu Weihnachten ganz schön vereinnahmend sein… 😉 Mir fehlte also schlicht die Zeit und Ruhe, mich umgehend mit dem Problem auseinanderzusetzen.

Jetzt, wo alles wieder läuft, hole ich also den Artikel nach, den ich eigentlich schon zwischen den Jahren mit euch teilen wollte. Mein Rückblick auf das Jahr 2018 und gleichzeitig ein Ausblick auf 2019.

Meine Bucketlist Italien

Zugegeben, meine Bucketlist vom November 2017 für das Jahr 2018 war ausreichend ambitioniert. Insgesamt hatte ich 16 Wunschreiseziele aufgezählt. Geschafft habe ich trotz größter Bemühungen nur 6 davon. Mal sehen, welche der übrig gebliebenen ich 2019 nachholen schaff. Eines jedenfalls ganz bestimmt: Turin. Der Grund dafür führt mich auch schon unmittelbar zu Punkt 2 meiner Rückschau.

Meine Reise geht weiter

Nachdem ich Anfang 2018 gerade erst von Bari nach Bitonto gezogen bin, hat sich der Kurs des Lebens schon wieder verändert. Nun stehen alle Zeichen auf einen Umzug in den Norden des Stiefelstaates. Da meinem Partner sich hier im Süden des Landes keine Optionen auftun, will er sein Glück in Turin versuchen. Und da bleibt mir nichts anderes übrig, als das von mir gewählte Meer gegen Berge, Wald und Wiesen zurückzutauschen. Nach Neujahr treffe ich mich mit meinem Vermieter und Makler, um zu sehen, bis wann ich mich von meiner – nach einem Jahr zunehmend auffällig fehleranfälligen – Wohnung lösen kann. Aktuell sieht der Plan vor, dass es mich zum April hin nach Turin verschlagen soll. Denn ich möchte nach 3 Umzügen in 2 Jahren (und 11 insgesamt in meinem Leben bisher) endlich mal zur Ruhe und irgendwo richtig ankommen. Selbst, wenn das bedeutet, dass ich neuerlich erst einmal Möbel einlagern muss und zunächst einmal in Norditalien weiter vagabundieren muss, bevor ich diese später dann nachhole. Immerhin konnte ich meinem Freund abringen, dass ich mir, sowie wir eine Wohnung gefunden haben, einen Hund aus dem Tierheim holen kann! Denn von Turin nach Heidelberg kann ich Reisen nach Hause auch komfortabel per Zug unternehmen – das erlaubt mir einerseits Hundi problemlos mitzunehmen und andererseits den Reisetag nicht tatenlos opfern zu müssen, weil ich im Zug auch arbeiten kann. Vielleicht wird es also auch Vorteile haben, nur noch circa 8 statt 18 Stunden von der alten Heimat entfernt zu leben. Außerdem werd ich 2019 Tante – da bietet sich eine gewisse Nähe zu Deutschland zusätzlich an.

Was ich vor Reiseantritt noch vor hab im Süden

Da es ja noch ein paar Tage bis dahin sind – auch, wenn die vollgepackt sein werden von Organisatorischem und Panikattacken, Overthinking und Supergau-Vorstellungen – will ich auf jeden Fall noch ein paar Örtchen hier rund um Bari besuchen, über die ich euch berichten kann. In Barletta war ich kürzlich. Was es da zu sehen gibt und ein paar Bilder davon, verrate ich euch demnächst in einem Artikel. Außerdem würd ich gern doch noch mal die Grotten von Castellana sehen und vielleicht reicht’s ja sogar noch für den Besuch von ein, zwei weiteren Städten, die sehenswert sind. Aber, das hat mir meine missglückte Bucketlist ja bewiesen, es ist wahrscheinlich besser, mir nicht allzu viel vorzunehmen und mich lieber über das zu freuen, was sich realisieren lässt.

Unabhängig vom Umzug plane ich, nächstes Jahr meine Auswanderergruppe bei Facebook endlich mal aktiv anzugehen. Dort will ich einen (positiven) Raum schaffen für alle die, die mit dem Gedanken an eine Auswanderung nach Italien spielen und die den Schritt bereits gewagt haben. Mal sehen, wie das klappt. Außerdem möchte ich gern ein oder zwei eBooks für euch veröffentlichen und gerne ein weiteres Projekt umsetzen. Aber auch hier bin ich lieber etwas zu vorsichtig, als zu optimistisch, und schau einfach, wie es sich ergibt. Darum verrate ich darüber an dieser Stelle jetzt erst einmal nicht mehr, als das.

Eure liebsten Artikel im Jahr 2018

Ich freu mich ja immer über eure Besuche. Darum will ich euch nicht vorenthalten, welche Beiträge euch 2018 am meisten interessiert und begeistert haben.

Die 5 meist gelesenen Artikel 2018

  • Mein Vergleich über Sardinien und Sizilien scheint zu einem echten Evergreen zu mutieren. Er rangiert mit fast 20.000 Aufrufen (Stand: 31. Dezember) weit abgeschlagen auf Platz 1 eurer Lieblingsartikel. Ich hoffe, ich habe irgendwann die Gelegenheit, auch diesen Artikel nochmals upzudaten.
  • Mit aktuell 5.300 Besuchen scheint ihr die Info über den Unterschied zwischen Trattoria, Osteria und Co. auch ziemlich hilfreich und lesenswert zu finden. Das freut mich sehr, dass ich mit dem Beitrag etwas Licht ins Restaurant-Dunkel bringen konnte und kann.
  • Auf Platz 3 rangieren meine Tipps für Taormina. Ein Umstand, der mich doch überrascht, denn so richtig warm geworden bin ich mit dem Städtchen auf Sizilien ja nun nicht und entsprechend mager fallen auch meine Tipps eigentlich aus. Trotzdem begrüße ich natürlich jeden einzelnen Besucher auch auf diesem Artikel!
  • Knapp dahinter folgt auch schon direkt mein Artikel über 5 kostenlose Museen in Rom, die ich euch empfohlen habe zu besuchen, wenn es euch denn in die Ewige Stadt verschlägt.
  • Und zu guter Letzt trennen nur wenige Besuche den fünfplatzierten Artikel vom vierten Platz. Das wäre mein Aufruf zur Blogparade über eure Lieblingsreiseziele in Italien. Dazu passend gibt es (unplatziert) übrigens auch die Zusammenfassung aller Teilnehmer und deren Reise-Highlights im Stiefelstaat auf dieser Seite! …falls ihr noch Inspiration braucht für 2019…

Die skurrilsten Suchbegriffe, die euch herführten

Manchmal würde ich wirklich gerne wissen, wie genau Googles Algorithmus wirklich funktioniert. Denn einige Suchbegriffe, über die ihr auf meinem Blog landet, stehen nicht so wirklich in Beziehung zu meinen Inhalten. Etwa, wenn ihr danach googelt, welches die “meist genutzte Single-App in Italien” ist oder nach einem “Urlaubsflirt in Kalabrien” sucht. Schräg. 😀 Aber auch ihr, die ihr mich (eher ungewollt) so findet, seid natürlich herzlich willkommen. Auch, wenn ich euch bei der Suche nach Infos über das (vermutlich typische??) “Halbmond-Tattoo der sizilianischen Mafia” oder den “Unterschied zwischen italienischen und deutschen Frauen” nicht wirklich helfen konnte, hoffe ich, ihr habt euch hier wohlgefühlt. Und immerhin sind eure kreativen Suchanfragen ja auch ein bisschen Inspiration für mich. Mal sehen, ob ich nächstes Jahr Raum dafür finde, auch diese Fragen beantworten zu können.

In diesem Sinne schauen wir doch mal, wohin es mich und euch (in Italien) 2019 verschlagen wird. 🙂 Was habt ihr im neuen Jahr so vor?

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