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Adriano Celentano

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Während bei uns besonders im Schlager und der Volksmusik Liebe ja immer etwas verklärt romantisches haben muss und Sex, wenn überhaupt, mit seichten Metaphern umschrieben wird (Stichwort: Zielpublikum), singt Raffaella Carrà in ihrem harmlos klingenden “Tanti Auguri” ganz schamlos davon, wie sie alle – da Trieste in giù – beglückwünscht, die tanti amanti haben. Bei uns ein glasklares Tabu.

Keine Andrea Berg oder Helene Fischer käme auf die Idee, darüber zu singen, wie schön es ist, sich einmal quer durch die Republik zu … schlafen. 😉 Ist vielleicht ja auch besser so. Aber genau dafür mag ich “Tanti Auguri”. Auch wenn es sonst absolut gar nicht meinen Musikgeschmack trifft. Also. GAR NICHT gar nicht. Sei’s drum.

Nachdem ich die bittere Pille (con un po’ di zucchero la pillola va giù (cit. Mary Poppins auf italienisch) der Trennung jetzt so langsam hinuntergewürgt habe und es einigermaßen schaffe, mir selbt wieder einen Durchblick zu verschaffen (dazu demnächst mehr), kam mir heute morgen die Textzeile von Raffaella Carrà in den Sinn und ich ertappte mich dabei, wie ich vor mich hin trällerte:

E se ti lascia lo sai che si fa, trovi un altro più bello, che problemi non ha.

Natürlich bin ich noch weit davon entfernt, einen anderen zu finden. Aber ich kann wenigstens wieder aufrecht gehn und habe es, um es mit Adriano Celentanos Worten zu halten, geschafft, meinen Selbstwert zu behalten.

Per averti, farei di tutto, tranne perdere la stima di me stesso.

Was ich damit eigentlich sagen will…

Unglaublicherweise habe ich doch noch einen Italiener gefunden, der zu mir sagt! Er ist zwar schon ein bisschen älter, aber ältere Männer sollen ja auch reifer sein… Mich hat das jedenfalls nicht abgeschreckt. Sein Name? Giorgio. Und ich bin sehr angetan von ihm, hat er mir doch sogar gleich noch ein tolles Geschenk gemacht!