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Eine apulisch-schwäbische Symbiose: Das Castello Svevo in Bari Neben Bari Vecchia und der Basilica San Nicola ist das Stauferkastell wohl das Wahrzeichen Baris schlechthin. Wobei sich da mittlerweile noch ein Riesenrad am Lungomare hinzugesellt hat. Ganz nach Vorbild des London Eye. Kann man von halten, was man will. Ich besinne mich aber, wenn es um Bari geht, doch eher auf die bewährten Aspekte. Das Castello Svevo in Bari in bzw. hinter der Altstadt habe ich mittlerweile 3 Mal besucht. Bei den ersten beiden Besuchen hatte ich Pech und konnte nicht das ganze Kastell besichtigen. Da wurde gerade ein Flügel renoviert und gewohnheitsmäßig dauern Restaurationen in Bari immer was länger – wie die Baresen gekonnt an der Restauration der alten Markthalle an der Piazza Ferrarese und dem dahinter liegenden Teatro Margherita unter Beweis stellen. (Ich schwöre, Stuttgart21 und der BER sind nichts dagegen! 😉 ) Wie dem auch sei. Beim dritten…

Von Brücken und Tempeln: 2 Highlights in Tarent Zugegeben, neben den Stränden in der Umgebung ist in Tarent wohl das Castello Aragonese das Highlight schlechthin. Aber zwei weitere Highlights sollte man in Tarent auch nicht außer Acht lassen. Und – was ein Glück! – die liegen beide in unmittelbarer Nähe zum Kastell. Verlaufen auf dem Weg steht also nicht zur Debatte. Aber sehenswert ist bei weitem nicht nur das Castello di Taranto. Stattdessen ist das wahre Wahrzeichen der Stadt der zwei Meere (also abgesehen von den zwei Meeren) tatsächlich die Drehbrücke, die die vorgelagerte Insel-Altstadt mit der ehemaligen Nekropole, auf der die Neustadt errichtet steht, verbindet. Und ebenso ist das Castel Sant’Angelo nicht der einzige Zeitzeuge des antiken Erbes der Stadt im Salento. Es gibt gar noch einen älteren. Auch der befindet sich nur wenige Meter vom Kastell entfernt. Die dorischen Säulen auf der Piazza Castello sind Überreste eines altgriechischen…

Das Castello Aragonese in Tarent König Ferdinand II. von Aragón, Sohn des göttlichen Alfons und Enkel des himmlischen Ferdinands, baute dieses baufällige Schloss um; er vergrößerte es und sicherte es ab, damit es der Wucht der Kugeln standhalten könnte – 1492. So steht es über der Porta Paterna des Castello Aragonese in Tarent neben dem Wappen derer von Aragón. Im Klartext heißt das, das Kastell wurde im ausgehenden 15. Jahrhundert fertig gestellt und war zum Zeitpunkt dieser letzten (Um-) Baumaßnahmen bereits über 500 Jahre alt. Mittlerweile hat es (Stand: 2018) satte 1.051 Jahre auf dem Buckel und ist nun in all seiner Pracht und allen Baustadien zu besichtigen. Um die Erhaltung des Castello Aragonese kümmern sich die italienischen Seestreitkräfte, deren Sitz in Taranto in eben jenem Kastell liegt. Und sie sind es auch, die dort Führungen anbieten. Darum also nicht wundern, wenn ihr beim Warten vor dem Eingang auf die…

Infos und Tipps zu Tarent im Salento Ich muss gestehen, mit dem deutschen Namen für das auf Italienische so wohlklingende Taranto tu ich mich unglaublich schwer. Mag auch eine Gewohnheitssache sein, weil ich hier ja nur Italienisch spreche und so diese Variante des Städtenamens eher gewohnt bin. Das ist aber auch schon die einzige Sache, die mich an Tarent im Salento stört. Wobei. Nein, nicht ganz. Es gibt noch eine Sache. Der Umstand, dass die Altstadt von Taranto Tarent so unglaublich brach liegt. So schade das ist, so sehr möchte ich Tarent dennoch jedem Apulienreisenden und Süditalienurlauber ans Herz legen. Denn die Stadt hat abseits der verfallenen Altstadt doch einiges zu bieten, das man mindestens auf einem Tagesausflug ins Salento mal gesehen haben kann. Tarent im Salento: Die Stadt der zwei Meere Wer meinen Beitrag über Syrakus auf Sizilien gelesen hat oder selbst schon mal da war, kennt das Prinzip…

Das Castel del Monte Die Murgia (deutsch: Murge) habe ich im Artikel über Putignano bereits erwähnt. In dieser großflächigen Kalkhochebene, die sich von Apulien bis nach Basilikata erstreckt liegt der Nationalpark Alta Murgia. Und in diesem Nationalpark wiederum befindet sich das UNESCO-Kulturerbe Castel del Monte. Genauer gesagt in der Nähe von Andria, dem Zentrum für Käseherstellung und Eisspezialitäten in Apulien. Wie das Castel del Monte nach Apulien kam Der Ursprung des Castel del Monte wird von einigen Historikern auf den 29. Januar 1240 datiert. An jenem Tag soll Stauferkönig Friedrich II. in seiner Funktion als römisch-deutscher Kaiser und Herrscher über das Königreich Sizilien, das seinerzeit auch Apulien umschloss, den Bau in Auftrag gegebenen haben. Er beauftragte also den Scharfrichter von Capitanata, was heute in groben Zügen der Prinz Foggia entspricht, die notwendigen Materialien zu besorgen. Andere glauben, der Bau sei zu dieser Zeit schon längst im Gange gewesen. Das heutige Kastell soll…

Das Teehaus Sinensis in Putignano – mein Herzenstipp Dieses Juwel mit euch zu teilen, ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Und ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, wo genau ich anfangen soll. Es war einfach alles so toll im Teehaus Sinensis, dass sich meine Gedanken beim Betrachten der Bilder und dem Reflektieren förmlich überschlagen. Ich will dennoch versuchen, diese unglaubliche Stunde, die ich hier verbracht habe, für euch in Worte zu fassen. Und habe vorweg noch eine große Bitte: Wenn es euch irgendwann nach Apulien ins Salent oder nach Bari verschlägt, dann stattet dem Teehaus Sinensis in Putignano einen Besuch ab. Vielleicht nehmt ihr die kleine, verschlafenen Altstadt von Putignano gleich noch mit und geht dort ein paar Stündchen Spazieren? Nach meinem Besuch in der so unscheinbaren Kleinstadt waren wir nach ein paar Stunden im kühlen Dezemberwetter am Mittag ohne große Einkehrmöglichkeit, um sich aufzuwärmen, vor allen Dingen erst einmal dankbar,…

Auf halber Strecke: Ein Zwischenstopp in Putignano Putignano sieht auf den ersten Blick (besonders den auf die deutsche Wikipedia dazu) ziemlich unspektakulär aus. Ein Ort, durch den man eher durchfährt. Etwa, wenn man von Bari nach Alberobello fährt … oder umgekehrt. Eine 30.000-Einwohner-Kleinstadt, etwa auf halber Strecke von Bari nach Taranto, die man bei einem Besuch Apuliens leicht übersieht. Und auch ich bin eher zufällig hier gelandet, dank einem Gutschein für einen Spa-Besuch dort. Eigenschaften von Putignano Einmal abgesehen von ihrer Unscheinbarkeit, hat die Kleinstadt Putignano ein paar ganz nette Charakteristiken, die man getrost mal in den Vordergrund rücken darf. Putignano liegt in der Murgia genannten Kalkhochebene, die sich von etwa der Mitte Apuliens bis in den Osten von Basilikata erstreckt. Diese Gegend zeichnet sich einerseits durch die vielen Tropfsteinhöhlen in der Region aus. Die Castellana Grotte ist dabei wahrscheinlich die bekannteste. Aber auch Putignano selbst hat eine davon. Und…

Hinweis: Dieser Artikel enthält einen Werbelink. Der im Artikel geschilderte Inhalt bleibt davon unberührt und basiert, wie alle Beiträge auf Italien und ich, zu 100% auf persönlicher Erfahrung und eignen Erlebnissen. Sonnenbaden alla pugliese: In 5 Schritten braun werden Der Sommer steht vor der Tür (zumindest rede ich mir das eifrig ein) und damit wird auch das Sonnenbaden und Bräunen wieder Thema. Die Baresen sind darin echte Profis. Einige von ihnen schaffen es sogar, sich schon im Juni eine Hautfarbe erbräunt zu haben, die ich selbst dann nicht erreichen würde, wenn ich drei Sommermonate lang jeden Tag von morgens bis abends unter der prallen Sonne ausharrte. Man darf davon ausgehen, dass der ein oder andere da aber sowieso mit Solarium nachhilft – oder vorhilft. Im Grunde ist das Solarium gar nicht so verkehrt. Wenn man es nicht übertreibt, kann es gerade in den dunklen Monaten des Jahres den Serotoninspiegel und das Vitamin-D-Level…

3 Streetfood-Tipps für Bari Wenn Italien für etwas berühmt ist, dann ist es wohl die Küche. Und speziell von der baresischen Küche hört man in ganz Italien nur Gutes. Es dürfte wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein, Meeresfrüchte generell und Miesmuscheln im Speziellen, die aktuell übrigens Saison haben, schon auch mal roh und mit Zitronensaft beträufelt wie Austern zu essen. Doch auch für Menschen, die sich in Sachen Kulinarik nicht ganz so experimentierfreudig zeigen, gibt es in Apulien genügend Neues zu entdecken. Wer Italien ein bisschen kennt, weiß, dass Essen und Küche einen großen Stellenwert im Alltag und der Kultur haben. Sogar wer abends oder nachts ausgeht, kommt um mindestens einen Snack zum Bier, Wein oder Spritz nicht herum. Auf dem Heimweg in den frühen Morgenstunden wird dann auch gerne noch ein abschließendes „Kellnerfrühstück“ eingenommen. Ob das eher deftig ausfällt, wie man es einem der zahlreichen Foodtrucks, die überhaupt nur nachts…

Mein 1. Fundstück im neuen Jahr ist ein sehr persönliches. Ich hab es selbst entdeckt. Ich hab es selbst herausgefunden. Selbst erlebt. Es ist an Authentizität nicht zu überbieten! Müll kann ganz schön teuer werden. Genau genommen haben mich zwei Tüten Abfall 100 € gekostet. Warum ich für Müll bezahle? Nun, sicher nicht freiwillig. Mir war nur einfach nicht klar, dass man in Bari samstags vor 11.30 Uhr keinen Müll wegwerfen darf. Dazu muss man wissen: In Italien stehen Müllcontainer in jeder Straße. Es ist also nicht wie in Deutschland, dass jedes Haus oder jeder Haushalt ein Bataillon an Mülltonnen herumzustehen hat. Stattdessen werden auf der Straße mehrere Container aufgestellt, wo man dann den Hausmüll reinwerfen kann. Nur eben nicht samstags vor 11.30 Uhr. Zumindest in Bari nicht. Oder besser gesagt: Zumindest nur dann, wenn man sich nicht dabei erwischen lässt. Dann zahlt man nämlich knackige 100 € Strafe. So…