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Auf und davon

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VOX, die 2. und letzte Entscheidung gefallen Ich habe mich nach einigen Rücksprachen mit meinem Freund endgültig dagegen entschieden, das Fernsehen in mein Leben zu lassen. Im Scherz meinte sein Vater: “Wenn sie uns 20.000 Euro geben, dürfen sie in unserem Haus filmen…” Aber im Ernst.  Ich möchte weder, dass mein Chef statt von mir von Kollegen oder direkt aus dem Fernsehen erfährt, welche Pläne ich habe. Ich fürchte um meine Privatsphäre und darum, wie ich am Ende im Zusammenschnitt dargestellt werde. Es wäre eventuell etwas anderes, wäre nur ich davon betroffen. So aber wären mindestens 4 andere Personen Teil “meines” Experiments. Ich möchte meinen letzten richtigen Urlaub dieses Jahr nicht dafür opfern, mindestens die Hälfte der Zeit von einem Kamerateam begleitet zu werden und “Szenen” zu stellen, statt mein Leben zu leben. Klappe zu, Affe tot. Diese Idee ist also abgehakt. Zwar werde ich mein Profil auf besagter Seite…

Vor wenigen Tagen habe ich – eigentlich mehr zum Spaß – ein Profil auf einer Freelance-Künstler-Seite erstellt und bin dabei über eine Anzeige gestolpert, worin für eine TV-Produktion nach Menschen mit Auswanderplänen bzw. Leuten, die ihre große Liebe im Ausland gefunden haben, gesucht wurde. Ich habe meinem Freund davon erzählt und er war erstmal okay damit. Wahrscheinlich hat er, genauso wenig wie ich, wirklich damit gerechnet, dass da eine Rückmeldung kommen würde. Gerade eben nun klingelt aber mein Telefon und es meldet sich die Redaktion von VOX’ “Auf und davon” bei mir! Man fände mein Profil interessant und bat mich kurz die Geschichte mit meinem Freund zusammenzufassen. Die Redakteurin war begeistert von mir – hahaha – und bat mich nun noch um ein kurzes Selfie-Video mit der Handykamera, das ich möglichst noch diese Woche zusenden könne, damit sich auch die Chefredaktion ein Bild von mir machen könnte. Von mir und…