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Eine apulisch-schwäbische Symbiose: Das Castello Svevo in Bari Neben Bari Vecchia und der Basilica San Nicola ist das Stauferkastell wohl das Wahrzeichen Baris schlechthin. Wobei sich da mittlerweile noch ein Riesenrad am Lungomare hinzugesellt hat. Ganz nach Vorbild des London Eye. Kann man von halten, was man will. Ich besinne mich aber, wenn es um Bari geht, doch eher auf die bewährten Aspekte. Das Castello Svevo in Bari in bzw. hinter der Altstadt habe ich mittlerweile 3 Mal besucht. Bei den ersten beiden Besuchen hatte ich Pech und konnte nicht das ganze Kastell besichtigen. Da wurde gerade ein Flügel renoviert und gewohnheitsmäßig dauern Restaurationen in Bari immer was länger – wie die Baresen gekonnt an der Restauration der alten Markthalle an der Piazza Ferrarese und dem dahinter liegenden Teatro Margherita unter Beweis stellen. (Ich schwöre, Stuttgart21 und der BER sind nichts dagegen! 😉 ) Wie dem auch sei. Beim dritten…

Ein Ausflug in die Provinz Bari: Bitonto und seine Beziehung zur Madonna Ich bin Anfang des Jahres vom Zentrum Baris in die etwas außerhalb gelegene Kommune Bitonto gezogen. Und natürlich blieb es da nicht aus, sich auch mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut zu machen. In den nächsten Monaten werden euch also wohl noch ein, zwei weitere Artikel aus der 55.000 Einwohner-Stadt Bitonto in der Provinz Bari erwarten. Gegründet wurde die Kleinstadt irgendwann in den letzten Jahrhunderten vor Christus. Namensgeber stand dabei der König der Illyrer, Botone. Die Illyrer waren ein Mittelmeervolk, das ab etwa 500 v. Chr. die Küstenregionen des heutigen Albaniens, Montenegros, Makedoniens und Herzegowinas besiedelt hatten. Im zweiten Illyrischen Krieg um 219 v. Chr. verleibten sich die Römer einen Großteil des Illyrischen Reiches ein und besiegelten damit das Ende deren Herrschaft. Spuren erster Besiedelung gehen aber bis auf das neolithische Zeitalter zurück und schon zu Zeiten der…

Das Castel del Monte Die Murgia (deutsch: Murge) habe ich im Artikel über Putignano bereits erwähnt. In dieser großflächigen Kalkhochebene, die sich von Apulien bis nach Basilikata erstreckt liegt der Nationalpark Alta Murgia. Und in diesem Nationalpark wiederum befindet sich das UNESCO-Kulturerbe Castel del Monte. Genauer gesagt in der Nähe von Andria, dem Zentrum für Käseherstellung und Eisspezialitäten in Apulien. Wie das Castel del Monte nach Apulien kam Der Ursprung des Castel del Monte wird von einigen Historikern auf den 29. Januar 1240 datiert. An jenem Tag soll Stauferkönig Friedrich II. in seiner Funktion als römisch-deutscher Kaiser und Herrscher über das Königreich Sizilien, das seinerzeit auch Apulien umschloss, den Bau in Auftrag gegebenen haben. Er beauftragte also den Scharfrichter von Capitanata, was heute in groben Zügen der Prinz Foggia entspricht, die notwendigen Materialien zu besorgen. Andere glauben, der Bau sei zu dieser Zeit schon längst im Gange gewesen. Das heutige Kastell soll…

Das Teehaus Sinensis in Putignano – mein Herzenstipp Dieses Juwel mit euch zu teilen, ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit. Und ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, wo genau ich anfangen soll. Es war einfach alles so toll im Teehaus Sinensis, dass sich meine Gedanken beim Betrachten der Bilder und dem Reflektieren förmlich überschlagen. Ich will dennoch versuchen, diese unglaubliche Stunde, die ich hier verbracht habe, für euch in Worte zu fassen. Und habe vorweg noch eine große Bitte: Wenn es euch irgendwann nach Apulien ins Salent oder nach Bari verschlägt, dann stattet dem Teehaus Sinensis in Putignano einen Besuch ab. Vielleicht nehmt ihr die kleine, verschlafenen Altstadt von Putignano gleich noch mit und geht dort ein paar Stündchen Spazieren? Nach meinem Besuch in der so unscheinbaren Kleinstadt waren wir nach ein paar Stunden im kühlen Dezemberwetter am Mittag ohne große Einkehrmöglichkeit, um sich aufzuwärmen, vor allen Dingen erst einmal dankbar,…

3 Streetfood-Tipps für Bari Wenn Italien für etwas berühmt ist, dann ist es wohl die Küche. Und speziell von der baresischen Küche hört man in ganz Italien nur Gutes. Es dürfte wahrscheinlich nicht jedermanns Sache sein, Meeresfrüchte generell und Miesmuscheln im Speziellen, die aktuell übrigens Saison haben, schon auch mal roh und mit Zitronensaft beträufelt wie Austern zu essen. Doch auch für Menschen, die sich in Sachen Kulinarik nicht ganz so experimentierfreudig zeigen, gibt es in Apulien genügend Neues zu entdecken. Wer Italien ein bisschen kennt, weiß, dass Essen und Küche einen großen Stellenwert im Alltag und der Kultur haben. Sogar wer abends oder nachts ausgeht, kommt um mindestens einen Snack zum Bier, Wein oder Spritz nicht herum. Auf dem Heimweg in den frühen Morgenstunden wird dann auch gerne noch ein abschließendes „Kellnerfrühstück“ eingenommen. Ob das eher deftig ausfällt, wie man es einem der zahlreichen Foodtrucks, die überhaupt nur nachts…

American Football in Italien – Navy Seals Bari Ich muss es so sagen: Italien ist nicht unbedingt für seine Offenheit amerikanischer „Kulturgüter“ gegenüber bekannt. Bei Starbucks, Coca-Cola, MacDonalds und Konsorten kann ich das bestens verstehen. Um eine meiner Lieblingssportarten tut’s mir ein bisschen leid. Meiner Meinung nach hätte American Football grundsätzlich überall mehr Aufmerksamkeit verdient. (Die Vorurteile sind mir geläufig, ebenso wie die gesundheitlichen Konsequenzen, die mittlerweile sogar von der NFL anerkannt sind, wo man durch immer neue Regeln versucht, diese zu minimieren. Trotzdem ist Football kein brachialer Machosport, sondern wird nicht grundlos auch als Rasenschach bezeichnet.) Italien ist aber nun mal eine Fußballnation. Kein Wunder also, dass die Ränge im ausgedienten Fußballstation von Bari ein eher trauriges Bild abgaben. In meinen Augen nicht gerechtfertigt. Aber konsequent. Dass Bari eine American-Football-Mannschaft – sogar ein Frauenteam – hat, habe ich eher zufällig herausgefunden, als ich nach einer Möglichkeit suchte, den SuperBowl…

Mein 1. Fundstück im neuen Jahr ist ein sehr persönliches. Ich hab es selbst entdeckt. Ich hab es selbst herausgefunden. Selbst erlebt. Es ist an Authentizität nicht zu überbieten! Müll kann ganz schön teuer werden. Genau genommen haben mich zwei Tüten Abfall 100 € gekostet. Warum ich für Müll bezahle? Nun, sicher nicht freiwillig. Mir war nur einfach nicht klar, dass man in Bari samstags vor 11.30 Uhr keinen Müll wegwerfen darf. Dazu muss man wissen: In Italien stehen Müllcontainer in jeder Straße. Es ist also nicht wie in Deutschland, dass jedes Haus oder jeder Haushalt ein Bataillon an Mülltonnen herumzustehen hat. Stattdessen werden auf der Straße mehrere Container aufgestellt, wo man dann den Hausmüll reinwerfen kann. Nur eben nicht samstags vor 11.30 Uhr. Zumindest in Bari nicht. Oder besser gesagt: Zumindest nur dann, wenn man sich nicht dabei erwischen lässt. Dann zahlt man nämlich knackige 100 € Strafe. So…

Warum sollte jemand in Bari leben (wollen)? Nicht, dass ich nicht sowieso grundsätzlich häufig gefragt werde, was eine Deutsche ausgerechnet nach Italien treibt. Aber dann auch noch ausgerechnet nach Bari? Wie gut, dass es mir die Kollegen von Bari Today abgenommen haben, selbst antworten zu müssen. Stattdessen lassen sie Studenten und Arbeitnehmer, junge und ältere, Zugezogene und Alteingesessene genau diese Frage nach dem Warum beantworten. Das ist also mein Fundstück des Monats Oktober Die Umfrage ist schon etwa ein Jahr alt und dümpelte auch in meinem Themenplan lange vor sich hin. Aber jetzt, wo ich den Mietvertrag gemacht hab, passt sie einfach wie die Faust aufs Auge. Hier das Video VIDEO | Un buon motivo per vivere a Bari? Le risposte di baresi e… forestieri Hier die transkribierte Übersetzung F: Ein Grund, in Bari zu leben? A 1: Ein guter Grund, um in Bari zu leben … vor allen Dingen aus…

Neuigkeiten aus Bari Meine Lieben, man glaubt es kaum! Ich habe soeben meinen ersten italienischen Mietvertrag unterschrieben! 🙂 Ich freu mich so! Die Story dahinter in Kürze Wie immer habe ich meine Reise mit AirBnb gemacht und hatte diesmal das unverschämte Glück an einen Gastgeber zu “geraten”, der für eine Vermittlungsagentur arbeitet, die vorrangig Erasmus-Studenten und Vermieter zusammenbringt. Seinem Profil in der AirBnb-App konnte ich entnehmen, dass er in der Wohnung neben der wohnt, die er für kurzfristige Gäste zur Verfügung stellt. Also dachte ich, frag ich ihn doch gleich mal, ob er die in AirBnb angebotene Wohnung oder ein Zimmer darin auch längerfristig vermittelt. Es hat mich zwar ein bisschen Überwindung gekostet, aber ich hab ihn dann noch gleich am Mittwoch Abend nach meiner Ankunft gefragt und er sagte: Nein, die Unterkunft, die er zur Verfügung stellt, könne man nur maximal 2 Monate am Stück anmieten. Das bringt mir…