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Ich muss heute nach der Arbeit noch ein paar Sachen erledigen und einige davon kaufe ich vorzugsweise gezielt in einer Drogerie. Duschgel und Make-up zum Beispiel. Für mich ist es also im Deutschen ganz normal zu sagen: “Ich muss noch in die Drogerie.” Wobei ich eigentlich den Namen der Kette benutze, aber grundsätzlich ist das Wort Drogerie eben kein besonders Ungewöhnliches. Als ich dann gestern so am Zettelchen schreiben war, um zumindest die Wahrscheinlichkeit zu senken, die wichtigsten Dinge zu vergessen, fiel mir diese kleine Episode wieder ein, als ich eines der ersten Male in Italien meinen Freund besucht habe. Ich vermute, es war das eine Mal, als sie mir am Flughafen mein komplettes Make-up (neu gekauft) in die Tonne gekloppt haben, weil ich zu viele zu große Dosen, Tuben und Fläschchen mit bei hatte. Es war also nötig, mir diversen Kosmetikkrempel in Italien neu zu kaufen. So weit so…

Oder: wie ich mich der Lächerlichkeit Preis gab. Hmpf. Wir Deutsche gelten ja gemeinhin als ein relativ humorloses Volk. Ich möchte das zumindest von mir selbst zwar nicht behaupten (tut glaube ich keiner), aber das ist jedenfalls unsere Reputation. Nicht nur in Italien. Meiner Erfahrung nach, denken das auch Amerikaner und Australier von uns. Ich dagegen bin grundsätzlich schon jemand, der auch über sich selbst lachen kann. Wenn, ja wenn(!), ich denn endlich diesen schmerzhaften Punkt der Scham überwunden habe. Als wir vor zwei Abenden bei – wie soll es anders sein – einem Bekannten in der Pizzeria waren, um uns ein, zwei Stücke Pizza und ein, zwei kühle Biere (oder das, was man in Italien unter Bier eben so versteht) zu genehmigen, standen wir am Ende an der Kasse, um zu bezahlen. Bis dahin alles schön und gut und fein. Und dann machte ich einen klassischen Fehler und tappte…