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Hinweis: Dieser Artikel enthält einen Werbelink. Der im Artikel geschilderte Inhalt bleibt davon unberührt und basiert, wie alle Beiträge auf Italien und ich, zu 100% auf persönlicher Erfahrung und eignen Erlebnissen. Touristest Du noch oder expatest Du schon? Gute Frage. Als ich vor mittlerweile einem Jahr gen Apulien zog, dachte ich mir würde das alles bestimmt ganz klar werden. Ein halbes Jahr, Jahr hab ich mir gegeben, um zu entscheiden, ob ich zurückgehe oder bleibe … oder ob ich innerhalb von Italien nochmal andernorts mein Glück probier. Nun ist ein Jahr vorbei und würde meine Schwester mir nicht das Messer auf die Brust setzen, dass ich endlich ihren Keller von meinen Habseligkeiten befreien soll, ich hätte es nicht bemerkt. Und das trotz mittlerweile beantragter Steuernummer und Wohnsitz. Demnächst stehen Personalausweis und Krankenkassenkarte auf dem Programm. Die Umstände erlauben mir nicht, wirklich eine Entscheidung zu treffen, ob ich denn eher noch Langzeittouristin oder…

Operation “Sicheres Meer” Ich hatte es ja schon erwähnt – die Deutschen lieben es über alles, sich Strand- und Poolliegen zu reservieren. Dafür sind wir berühmt. Auch wenn es ein eher zweifelhafter Ruhm ist. Zugegeben. Aber eben deutsch. 😀 Mindestens so deutsch, wie die immer wieder bemühten Socken in den Sandalen. 😀 Und den Italienern reicht’s jetzt! Sie greifen durch. Hart durch! Und zwar mit aller Staatsgewalt. Weil Touristen die besonders im Norden immer weiter dezimierten, öffentlichen Strandabschnitte mit Sonnenliegen, Handtüchern und Badeutensilien reservieren, setzt man nun die Polizei ein, um besagte Gegenstände einzusammeln, wenn die Besitzer nicht in Sichtweite sind. Öffentliche Strände dürfen von Staat und Gemeinde zwar an Lidobetreiber und Hotels vermietet werden. Dort wo das aber nicht der Fall ist, gelten sie als öffentlich zugängliches Allgemeingut. Handtuch hinschmeißen und dann erstmal gepflegt zurück ins Bett oder Frühstücksbüffet bevor man den vollgestopften Pansen in die Sonne streckt, is’…

Ich hab’ ja zu Hause kein Fernsehen, entsprechend geht vieles an mir vorbei oder ich krieg’s verspätet mit. So zum Beispiel auch die neuen Opel-Modell. Über das Wissen, dass es einen Opel “Adam” gibt – benannt nach, man sehe und staune: Adam Opel – zum Beispiel, verfüge ich nur dank dem italienischen Fernsehen. Mittlerweile ist das jüngste Opelchen auf dem Markt und hat wiederum einen Familie-Opel-Namen. Diesmal nach Adam’s Sohnemann Karl benannt, wird dieser neue Kleinwagen im italienischen Fernsehen mit einem Seitenhieb auf die Deutschen beworben. Ich schrieb doch vor kurzem noch über die deutsche Humorlosigkeit und wenn ich mich nicht irre, hatte ich in einem Halbsatz auch schon mal erwähnt, dass es ein beliebtes Vorurteil über uns Deutsche ist, dass wir ja keinen Humor hätten. (Gut, wenn man Mario Barth so zuhört, könnte man den Eindruck gewinnen, dass das tatsächlich so ist.) Dieses Lieblingsvorurteil über uns hat sich eine…

Deutsch sein = mürrisch sein? Geht diese Gleichung auf? Seit gestern bin ich so kurz davor zu sagen “Zweifelsohne, ja!”, wie nie zuvor. Wieso? Lest selbst: Ich glaube ja nicht an Zufälle. Ich bin eher so der Verfechter der Karma-Theorie. Deshalb kann es meines Erachtens nach gar kein Zufall sein, dass ausgerechnet heute im Shuttle zurück vom Flughafen, so ziemlich jedes Paradebeispiel des lebenden Vorurteils über Deutsche sitzt. Tatsächlich ist mir schon häufiger, vor allem nach Urlauben und Wochenendausflügen in eines unserer Nachbarländer (kleiner Tipp am Rande: die Schweiz wirkt unwahrscheinlich entschleunigend), aufgefallen, dass der Durchschnittsdeutsche häufiger gestresst als nicht ist. Häufiger mürrisch, häufiger kauzig und vor allem Meister darin, sich zu beschweren. Ich erinnere mich, dass ich einmal ein – verhältnismäßig stressiges – Wochenende in Bern hinter mir hatte. Und mit Stress meine ich, wenig geschlafen zu haben, viel gefeiert und gearbeitet. Montags stand ich dann beim Einkaufen an…