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Hinweis: Dieser Artikel enthält einen Werbelink. Der im Artikel geschilderte Inhalt bleibt davon unberührt und basiert, wie alle Beiträge auf Italien und ich, zu 100% auf persönlicher Erfahrung und eignen Erlebnissen. Touristest Du noch oder expatest Du schon? Gute Frage. Als ich vor mittlerweile einem Jahr gen Apulien zog, dachte ich mir würde das alles bestimmt ganz klar werden. Ein halbes Jahr, Jahr hab ich mir gegeben, um zu entscheiden, ob ich zurückgehe oder bleibe … oder ob ich innerhalb von Italien nochmal andernorts mein Glück probier. Nun ist ein Jahr vorbei und würde meine Schwester mir nicht das Messer auf die Brust setzen, dass ich endlich ihren Keller von meinen Habseligkeiten befreien soll, ich hätte es nicht bemerkt. Und das trotz mittlerweile beantragter Steuernummer und Wohnsitz. Demnächst stehen Personalausweis und Krankenkassenkarte auf dem Programm. Die Umstände erlauben mir nicht, wirklich eine Entscheidung zu treffen, ob ich denn eher noch Langzeittouristin oder…

Die Mär vom perfekten Deutschland Immer wieder stoße ich in persönlichen Gesprächen oder in den Kommentarspalten von Auswanderergruppen bei Facebook auf die Idee von einem wirtschaftlich ach-so blühenden Deutschland. Da, wo jeder einen Job hat oder findet. Wo die Löhne gerecht sind. Verträge unbefristet. Wo man um 17.00 Uhr Zuhause ist und pünktlich Feierabend hat. Während die einen in Nostalgie schwelgen und sich ein Deutschland schön reden, in dem sie seit 20 Jahren oder mehr nicht mehr leben, sich nicht mit dem Arbeitsmarkt konfrontiert sehen, die Realität verklären und jedes Gegenargument abwinken, weil sie es ja besser wissen. Träumen die andern den Traum ihrer zurückgekehrten Großeltern, die mit ihrer Hände Arbeit einst erheblich zu unserem Wirtschaftswunder beigetragen haben und malen ein wunderschönes Bild von Deutschland als Wunderland, wo alles korrekt zugeht, keine Korruption herrscht, keine Jugendarbeitslosigkeit. Eine Klarstellung über Deutschland 2017 Ich mein das sicher nicht bös und ich will…

Ein linguistisches Fundstück des Monats Ich hab lang mit mir gehadert, ob ich den Artikel wirklich unter die Fundstücke des Monats mischen soll. Aber, um ihn nicht zu machen, ist er eigentlich zu wichtig und ich habe nie behauptet, dass es hier immer nur witzig zugeht. 😉 Es geht um einen Begriff, den ich erstmals in Italien gehört habe. Daher passt er sehr wohl hier rein. Wenngleich ich ihn nicht erst diesen Monat entdeckt habe, wie es die Rubrik eigentlich vorgibt. Aber darüber sehe ich einfach mal großzügig hinweg, denn irgendwann war es ja mal ein linguistisches Fundstück des Monats. Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber am 25.11. ist jedes Jahr der weltweite Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Daher passt es sehr gut, dass mein Fundstück des Monats November in diesem Zusammenhang steht. Da hört es mit dem “Gut” aber auch schon auf. Femizid Während es aus Deutschland…

Ich steh ja auf persönliche Geschichten und Erfahrungsberichte. Deshalb freue ich mich über alle, die sich geduldig meinem Fragenbombardement zu ihrer Auswandererstory stellen. Die sich die Zeit nehmen, mir zu antworten. Die ihre Erlebnisse mit mir – und nicht zuletzt auch mit  euch – teilen. Darum ist es mir ein Fest, hier eine weitere Auswanderin vorstellen zu können, die mich, uns, euch für einen Augenblick an ihrem Leben teilhaben lassen: Auswanderer-Interview mit Susanne Susanne hat es Anfang der 2000er Jahre gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer freiberuflichen Arbeit als Drehbuchautorin (toller Beruf!) in die Nähe von Rom verschlagen. Ursprünglich kommt sie aus der Stadt, die scherzhaft als die nördlichste Stadt Italiens bezeichnet wird: Minga. Oder für alle Leser von nördlich des Weißwurstäquators: München. Wollen wir doch mal sehen, ob Susanne diesen Schritt ins Eqizentrum des italienischen Stiefels bereut oder ob sie glücklich ist mit ihrer Entscheidung. Was war der Stein des Anstoßes nach Italien…

Eins kann ich vorab schon mal sagen: Nachdem Angelika im Interview eher meine Zweifel bedient hat, liegt bei Catherine der Fokus sehr viel mehr auf den positiven Aspekten, die das Abenteuer Auswanderung so mit sich bringt. Und das wiederum schafft bei mir auf der Gefühlsebene eine gute Balance. Schon krass, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. 🙂 Aber lest (und urteilt) selbst: Auswanderer-Interview mit Catherine Catherine kommt witziger Weise gar nicht von so weit weg von mir, aus Wiesbaden. 2013 hat sie den endgültigen Schritt nach Italien unternommen, ist zuerst nach Massa (Toskana), dann weiter nach Genua (Ligurien) gezogen. Auch in unserer Berufswahl (oder in meinem Fall wohl eher noch Vorstellung) sind wir uns ähnlich: Sie war Gymnasiallehrerin für Deutsch und Englisch (meine Studienfächer in der Linguistik) und arbeitet heute als Sprachentrainerin (was ich mir als zweites Standbein auch überlege), Übersetzerin (yup, ich auch), Texterin (ebenfalls) und Coach (ma’ gucken,…

Da für mich selbst ja bald der Schritt ansteht, dachte ich, es kann ja nicht schaden, sich vor dem Auswandern noch ein paar Tipps einzuholen. Und weil ich als Redakteurin naturgemäß mit einer (un-) gesunden Portion Neugier gesegnet bin, habe ich zu diesem Zweck einfach mal ein, zwei “Exildeutsche” befragt. Hier also mein Auswanderer-Interview mit Angelika aus Borkum. Angelika ist 1994 mit 26 Jahren in die Toskana (Pescia) ausgewandert. Ich wollte von ihr wissen, wie es dazu kam, was sie dort hält und wo sie den Unterschied der Kulturen am deutlichsten spürt. Das sind ihre Antworten: Warum bist Du damals nach Italien gezogen?  Wegen meinem Ex-Mann. Der Klassiker,  die Liebe. Wie lange hast Du gebraucht, um Dich einzuleben? Etwa ein Jahr. Was war die größte Hürde, die es bei der Auswanderung zu überwinden galt? Eigentlich keine . Mit welchen Erwartungen bist Du nach Italien? Welche davon wurden enttäuscht, welche erfüllt?…

Ich hab mich mal wieder, dank italienischem Fernsehstream, ein wenig mit meiner Lieblingssprachlernstrategie, den Eselsbrücken auseinandergesetzt und mal wieder einige Pärchen aufgetan, die sich eins zu eins vom Deutschen ins Italienische und umgekehrt transportieren lassen. Aus Zeitmangel und weil ich mit dem Kopf schon im übermorgen endlich startenden Flugzeug nach Süditalien bin, während ich meine Wohnung abreisefertig mache und meinen Koffer packe, folgt heute also mal wieder ein Sprachpseudowissenschaftlicher Post: Heute hat mein Chef mich zu sich zitiert. Mit der Ansage, er wolle mit mir darüber sprechen, wie es denn für mich in der Zukunft weitergehen solle. *Dazu sei gesagt, mein Chef weiß noch nichts von meinen Plänen und ich sitz seit einigen Monaten bei der Arbeit auf heißen Kohlen, nachdem er mir sagte, dass es möglich wäre, dass ich Ende des Jahres entlassen werden müsste. Somit geht jede Ankündigung zu einem Gespräch mit einem gewissen Knurren im Magen einher.…

Weihnachten 2014. Nach bereits 5 Monaten Beziehung hat sich mein Freund entschieden, mich seiner Familie vorzustellen. Nicht jedoch, ohne mir vorab zu sagen: “Meine Mutter hat gesagt, ich soll nie wieder eine Frau nach Hause bringen, wenn ich nicht auch wirklich vorhabe, sie zu heiraten.” Ok, mach mich nervös. Warum auch nicht….!?! Am 23.12. setzen wir uns in den Zug von Bologna nach Termoli zur Familie. Knackige 5 Stunden und halb Italien scheint die gleiche Idee zu haben. Zum Glück haben wir wenigstens die Tickets vorher gebucht und müssen die Reise nicht komplett im Stehen verbringen. Je südlicher wir kommen, desto schöner wird’s: Keine 100 Meter von den Gleisen entfernt, rollt das Meer aufs Land. Palmen links und rechts. Und mild ist es dankbarerweise auch noch. Wir kommen an bei 15° Grad. Am Meer. Im Dezember. Die Nervosität steigt minütlich, spätestens ab der Hälfte der Strecke. Mamma hab ich gerade…

#1. Dein Koffer steht immer griffbereit zur Verfügung Zumindest meiner. Und zumindest zu Zeiten, in denen ich häufiger zu ihm, als er zu mir reist. Ab September wird er wohl den Weg in den Schrank erst einmal wieder finden, weil meine Urlaubstage dann leider soweit aufgebraucht sind. Momentan aber lohnt es sich einfach nicht wirklich, ihn zu verstauen. Kaum ausgepackt, wird er ja ohnehin schon wieder befüllt. #2. Das Flughafenpersonal begrüßt dich, wie einen alten Bekannten Jedenfalls dann, wenn man immer mit der gleichen Airline unterwegs ist. Bei uns ist das so. Aus preislichen, wie auch aus Lokalitätsgründen. Ich bin zwar zu Anfang wegen Direktflugmöglichkeiten auch mit größeren Airlines geflogen, aber seit mein Freund in den Süden zurückgekehrt ist, ist die Auswahl der näher gelegenen Flughäfen doch einigermaßen eingeschränkt. Mittlerweile halte ich mit dem ein oder andern Kontrolleur auf dem Flur während der Wartezeiten schon immer mal einen kleinen Smalltalk.…