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In Sizilien essen Sie uneheliche Kinder! Bevor ihr denkt, ich bin jetzt komplett durchgeknallt (Hitzschlag oder so), löse ich das Rätsel lieber gleich auf: Es handelt sich dabei natürlich um eine Legende. Aber ich fand sie so kurios und interessant, dass ich sie euch nicht vorenthalten wollte! 🙂 Wenn ihr meiner Facebookseite folgt oder meinen letzten Blogartikel aufmerksam gelesen habt, wisst ihr sicher, dass ich derzeit in Sizilien weile. Direkt am Fuße des Ätna, nahe Catania, nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt. Und hier trug sich nun vor einigen Jahrhunderten folgende Geschichte zu. In Sicilia si mangiano i bastardi Friedrich II., seines Zeichens Enkel des berühmten Barbarossa und schon im zarten Alter von vier Jahren Vollwaise und König von Sizilien, wurde nach einer ziemlich laxen Erziehung in Palermo durch seine wahrscheinlich nur aus Machtansprüchen an ihm interessierten, wechselnden Vormünder 1209 zunächst mit Konstanze von Aragón verheiratet, ging nach deren Tod…

Das Cibò in Bari Es ist ein kleines Phänomen. Wenn ich einem Italiener erzähle, dass ich nach Italien fliege, lautet die erste Frage standardmäßig:  “Wohin?” Wahrheitsgetreu antworte ich dann entsprechend. Als ich nach Triest flog, Triest. Als ich nach Neapel flog, Neapel. Als ich nach Ravenna ging, Ravenna. Und wenn ich nach Bari fliege, eben Bari. Der nächste Satz ist immer der gleiche: “Oh, wenn Du in … bist, musst Du unbedingt … essen!” Italien und Essen sind untrennbar miteinander verknüpft. Mein Exfreund sagte einmal: “Wenn wir Italiener nicht gerade essen oder kochen, dann reden wir vom Essen.” Und meiner Erfahrung nach ist da sehr viel Wahres dran. Jede Region in Italien hat ihre eigene, traditionelle Spezialität, ein typisches Gericht oder zumindest eine lokale Art und Weise, ein Gericht zuzubereiten. Die Pizza ist dafür ein gutes Beispiel. In Rom ist der Pizzaboden sehr dünn und knusprig (mag ich!), in Bologna…

Leider, leider hält mich diese ganze Angelegenheit mit der Freiberuflichkeit immer noch so auf Trab, dass ich zwar ein paar Blogeinträge vorbereitet habe, aber es leider noch nicht geschafft, sie auch auszuformulieren und posten. 🙁 Damit hier keiner denkt, ich hätte Euch vergessen, habe ich nach einem Zufallsfund auf YouTube entschlossen, Euch hier mein Fundstück des Monats zu zeigen. (Ich plane hieraus eine Reihe zu machen, also könnt Ihr Euch (nicht nur deshalb) bald wieder auf regelmäßigere Posts freuen!) Wie’s der Zufall will bin ich bei YouTube über ein paar “Altlasten” meines Freundes gestolpert, der während seiner Zeit an der Universität wohl die Eingebung hatte, Kochvideos für Studenten zu drehen. 😀 Schade eigentlich, dass er das nicht weiter gemacht hat – vielleicht kann ich ihn ja im Zuge dieses Blogs nochmal reaktivieren…! 😀 Ansonsten viel Spaß – falls Ihr nachkocht, lasst mich wissen, was dabei rauskam. 😀 Folge 1: Ciambella…

Ich bin ja persönlich jemand, der Enttäuschungen – zumindest nach etwas Verarbeitungszeit – gerne als Herausforderung hernimmt. Eine der herben Enttäuschungen kulinarischer Natur habe ich bei meinem letzten Italienbesuch erlebt. Genauer gesagt bei unserem Ausflug nach Monte Sant’Angelo im nahegelegenen Foggia (circa 1,5 Stunden mit dem Auto) in Apulien. (An dieser Stelle wink’ ich mal eben rüber zur lieben Corinna! 🙂 ) So. Nun muss man wissen: Ich liebe Taralli! Und ich meine, ich L I E B E sie! Taralli sind ein typisch apulisches Knabbergebäck in Form von – mal kleineren, mal größeren – Kringeln aus einem brotähnlichen Teig hergestellt. Der Klassiker ist entweder naturale oder mit Fenchelsamen verfeinert. Es gibt die Knabberkringel aber auch in diversen, anderen Geschmacksrichtungen. Bei unserem Rundgang durch das kleine Städtchen Monte Sant’Angelo, dessen Hauptattraktion übrigens die Grottenkirche des Erzengel Michael ist, aber dazu an anderer Stelle bald mehr, sind wir auf unzählige, kleine…

In Bezug auf meinen letzten Post zu der lebendigen Fischerei in Termoli, bzw. zu der verspeisten Frittura, ist mir noch ein kleiner Schwank eingefallen, den es zu erzählen lohnt. Bei meinem mittlerweile vorletzten Besuch in Süditalien, aßen wir das erste Mal die Frittura aus dem gleichen kleinen Laden, den wir auch letztes Mal frequentiert haben. Damals kam es zu einem kleinen Missverständnis. Der Laden ist nicht besonders groß, es stehen sechs oder acht kleine Tische darin, am Ende des Raumes die Ladentheke, in der die Fischgerichte ausgelegt sind. Zumindest die, die man kalt essen kann. Die Frittura wird dahinter in der Küche natürlich frisch zubereitet. In der Theke liegen Polposalat, marinierte Sardellen, gefüllte Tintenfische und Fischpolpette aus. Jedenfalls war der Laden sonntags abends gut gefüllt, circa eine halbe Stunde vor Ladenschluss. Es war die erste Zeit in Richtung Sommer, warm und die Leute sind viel und lange auf der Straße…

Eine der Gegebenheiten einer Fernbeziehung, in der man mehr Zeit mit Warten verbringt als mit Zusammensein ist der, dass man an die wenigen Momenten, die man zu zweit verbringt sehr oft denkt. Es bleibt einem ja auch kaum etwas anderes übrig, als in den wenigen, dafür intensiveren Erinnerungen zu schwelgen, die man hat. Zum Beispiel erinnere ich eine Situation, als mein Freund so circa das zweite Mal zu mir kam, dass wir geskyped haben und er sagte: “Dann gehen wir aus, so richtig romantisch essen… Du suchst das Restaurant aus, Du kennst dich ja in deiner Stadt aus…” Ich musste erstmal überlegen. Zwar ist meine Stadt groß genug, dass verschiedenste Restaurants zu finden sind, auch ein, zwei Franzosen, Spanier, Marokkaner, Inder. Aber sie ist eben auch klein genug, als dass diese “Exoten” nicht an der Tagesordnung sind und dann kommen noch persönliche Präferenzen dazu. Ich esse zum Beispiel nicht gerne…