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Heimweh

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Ich hab ja bisher noch nie bei einer Blogparade mitgemacht, aber das Thema hat mich so kurz nach der Trennung doch sehr angesprochen… In meiner gegenwärtigen Verfassung sei mir dabei bitte auch verziehen, dass es nicht ganz ohne Pathos vonstattengeht. Warum? Weil es um Heimat geht. Im Englischen sagt man Home Is Where The Heart Is. Mein Herz war ganz lange bei meinem Jetzt-Ex-Freund. Und ist es noch. Und tatsächlich erinnere ich mich, dass ich einmal zu ihm gesagt habe: Bei Dir fühl ich mich daheim. Leider wurde ich dessen ja nun mit der Trennung beraubt und die ersten Wochen hat sich alles in mir sehr leer angefühlt. Irgendwie eben heimatlos. Wie ein Schiff ohne Kompass und ohne Heimathafen, gesteuert von einem halbblinden Fährmann. Mittlerweile hab ich mich wieder ein bisschen gefangen – heul mich nicht mehr in den Schlaf oder brech auf Arbeit zusammen. Trotzdem übermannt mich an manchen…

Montag, 17. August. Nun sitze ich seit 07.30 / 7.40 Uhr also wieder brav an meinem Schreibtisch im Büro neben dem großen Fenster und schiele auf den wolkenverhangenen, süddeutschen Himmel da draußen. Gelandet bin ich am Samstag Abend, etwas früher, als geplant, und bin deshalb zu einer moderateren Uhrzeit nach Hause gekommen, als ich zunächst befürchtete. Allerdings. So richtig angekommen bin ich noch nicht Den Sonntag habe ich damit verbracht, meinen Koffer zu entpacken und alles was nötig war in die Waschmaschine zu stopfen. Aber auch das eher halbherzig und eher “zwangsläufig”, da ich heute Besuch bekomme, ein Bekannter aus Rom, dem ich für einige Tage ein Dach über dem Kopf angeboten habe. Und da er im gleichen Raum schlafen wird, in dem ich sonst meine Wäsche – wenn’s das Wetter nicht anders zulässt, was nun eben hier nunmal der Fall ist – trockne, musste der ganze Kladderadatsch eben erledigt…

#1. Dein Koffer steht immer griffbereit zur Verfügung Zumindest meiner. Und zumindest zu Zeiten, in denen ich häufiger zu ihm, als er zu mir reist. Ab September wird er wohl den Weg in den Schrank erst einmal wieder finden, weil meine Urlaubstage dann leider soweit aufgebraucht sind. Momentan aber lohnt es sich einfach nicht wirklich, ihn zu verstauen. Kaum ausgepackt, wird er ja ohnehin schon wieder befüllt. #2. Das Flughafenpersonal begrüßt dich, wie einen alten Bekannten Jedenfalls dann, wenn man immer mit der gleichen Airline unterwegs ist. Bei uns ist das so. Aus preislichen, wie auch aus Lokalitätsgründen. Ich bin zwar zu Anfang wegen Direktflugmöglichkeiten auch mit größeren Airlines geflogen, aber seit mein Freund in den Süden zurückgekehrt ist, ist die Auswahl der näher gelegenen Flughäfen doch einigermaßen eingeschränkt. Mittlerweile halte ich mit dem ein oder andern Kontrolleur auf dem Flur während der Wartezeiten schon immer mal einen kleinen Smalltalk.…

Das blöde an Fernbeziehungen – zumal an einer, die über die Landesgrenzen hinaus geht – ist, dass man sich irgendwann in der eigenen Wohnung nicht mehr so richtig zu Hause fühlt. Irgendetwas fehlt einfach. Irgendwer fehlt einfach. Irgendwie treibt einen der Gedanke nach dem Wiedersehen ständig um: Wann? (Nie schnell genug.) Wie lange? (Immer zu kurz.) Wieso? (Ist ist die gemeinsame Zeit immer so schnell vorbei…) Das Leben zu Hause gerät ein wenig in den Hintergrund, weil selbst die gemütlichste, eigenhändig eingerichtete Wohnung leblos erscheint, wenn man ständig von sehnsüchtigen Gedanken und Wünschen umgeben ist. Natürlich hält man sein Leben aufrecht: Arbeiten, Freunde, Einkaufen. Das alles findet natürlich weiterhin statt, aber am Ende des Tages kommt alles auf diesen einen zentralen Punkt zurück: Wie lange soll oder kann das noch so weitergehen? Ich stelle mir diese Frage in letzter Zeit häufiger. Nach einem Jahr. Ein weiteres haben wir uns gegeben,…